Standard FCI n° 100 / 02/08/1994 / D

 

 

 

Name der  : Westfälische Dachsbracke.

 

 

 

Ursprung : Deutschland.

 

 

 

Datum der Publikation des gültigen original- standardes : 24/06/1987.

 

 

 

Verwendung : Laufhund.

 

 

 


KLASSIFIKATION FCI :

Gruppe 6 : Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen.

Sektion 1.3 : Kleine Laufhunde.

Mit Arbeitsprüfung.

 

 

 

 

 

 

 

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD

Die Westfälische Dachsbracke ist die Niederlaufform der Deutschen Bracke. Sie entspricht in wesentlichen Punkten der hochläufigen Form, wirkt aber kompakter und kräftiger als diese. Die Westfälische Dachsbracke ist ein 30 bis 38 cm hoher, mässig langer, kräftig gebauter Jagdhund mit edlem, mittelgrossem Kopf und gut angesetzter Rute, die bei ruhigem Gang säbelförmig aufwärts oder hängend mit leichtem Bogen an der Spitze getragen wird. Der Gesichtsausdruck ist treu, freundlich, ernst und aufmerksam.

 

KOPF

Er erscheint von vorne gesehen wie bei der deutschen Bracke schmal und langgestreckt. Das Hinterhauptbein tritt nur wenig hervor.

OBERKOPF

Schädel : Der Schädel ist nur mässig breiter als die Gesichtspartie.

Stop : Stirnabsatz gering.

 

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm : Er hat einen hellen, fast fleischfarbenen Streifen über der Mitte, während die Nasenflügel mehr oder weniger dunkel pigmentiert sind.

Fang : Der Nasenrücken ist leicht gewölbt.

Lefzen : Sie fallen wenig über.

Kiefer / Zähne : Gebiss äusserst kräftig und regelmässig. Die Schneidezähne sind aufeinanderstehend (Zangengebiss) oder die Innenseite der oberen Schneidezähne berührt reibend die Aussenseite der unteren (Scherengebiss). Die Fangzähne sind besonders stark entwickelt. Die Mundfalbe ist klein.

Backen : Allmählich in den Fang verlaufende, nicht scharf hervortretende Backenpartie.

Augen : Dunkel, klar, mit freundlichem Ausdruck.

Behang : Mittellang und breit, gut anliegend, unten stumpf abgerundet.

 

HALS : Mässig lang, im Verhältnis zum Kopf ziemlich stark, nach diesem hin sich allmählich verjüngend. Die Halshaut ist locker, bildet aber keine Kehlwamme.

 

KÖRPER

Rücken : Leicht gewölbt, mittellang, hinter der Schulter leicht gesenkt.

Lenden : Breit und kräftig entwickelt.

Kruppe : Schräg abfallend.

Brust : Schmaler als beim Teckel, wird von den Läufen kräftig unterstützt und darf nicht zu tief zwischen diesen hängen. Rippenkorb lang.

Untere Profillinie und Bauch : Vor der Hinterhand etwas aufgezogen.

 

RUTE

Verhältnismässig hoch angesetzt; der Rutenansatz verläuft ohne scharfen Winkel in das Rückgrat. Sie ist an der Wurzel sehr stark, an der Unterseite bürstig, an der Oberseite glatt anliegend behaart und endet in eine bürstige Spitze ohne Fahne.

 

GLIEDMASSEN

Vorderhand

Gut entwickelt, trocken, derbknochig, sehnig. Die Vorderläufe sind von vorne gesehen nicht gebogen, sondern gerade, mit nach vorn gerichteten Pfoten.

Ellenbogen : Gut anliegend.

 

Hinterhand

Sie steht steiler als bei anderen Hunden. Die Hinterhand ist im Verhältnis zur Vorderhand weit kräftiger entwickelt als beim Teckel.

Oberschenkel : Sie besitzen eine stark hervortretende Muskulatur und sind sowohl von der Seite als von hinten gesehen fast gerade gestellt.

 

PFOTEN : Derb, mit enganeinanderliegenden, kurzen Zehen.

 

HAARKLEID

Haar : Am ganzen Körper, auch an der Unterseite desselben, sehr dicht und grob; am Kopf, den Behängen und dem unteren Teil der Läufe kurz; über dem Rücken, am Hals und an der Unterseite der Rute länger.

Farbe : Rot bis gelb mit schwarzem Sattel oder Mantel und den weissen Brackenabzeichen : Blässe oder Schnippe, weisser Fang mit Halsring, weisse Brust sowie Läufe und Rutenspitze. Unerwünscht sind zweifarbige Hunde sowie Hunde mit schwarz am Kopf. Schokoladenbraun ist fehlerhaft.

FEHLER

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.