THAILAND-RIDGEBACK
(Thai Ridgeback Dog)

 

 

FCI-Standard Nr. 338 / 28. O7. 1993 / D

 

ÜBERSETZUNG: Dr. J.-M. Paschoud und Harry G. A. Hinckeldeyn

URSPRUNG: Thailand Patronat: Japan

VERWENDUNG: Jagdhund

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 07.07.1993

FCI-KLASSIFIKATION: Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 7: Urtyp-Hunde zur jagdlichen Verwendung
Ohne Arbeitsprüfung

KURZER HISTORISCHER ABRISS: Der Thailand Ridgeback ist eine alte, schon vor 36O Jahren in thailändischen

Handschriften erwähnte Rasse. Dieser Hund wurde besonders im östlichen Teil von Thailand zur Jagd verwendet.

Im Volk gebrauchte man diese Hunde als Begleiter der Fuhrwerke und als Wachhunde. Die Rasse verblieb über lange

 Jahre im Urzustand, da in Ost-Thailand die Transportmöglichkeiten unterent-wickelt sind. So gab es weniger

 Gelegenheiten, diese Rasse mit anderen Rassen zu kreuzen.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Kurzhaariger mittelgrosser Hund, dessen Haar längs des Rückens einen

 Ridge (Haarkamm) bildet. Seine Körperlänge beträgt etwas mehr als die Widerristhöhe. Muskulatur gut entwickelt;

seine anatomische Struktur ist seinem Gebrauch angepasst.

WICHTIGE PROPORTIONEN: Körperlänge: Widerristhöhe = 11: 1O
Brusttiefe
: Widerristhöhe = 5: 1O
Länge des Fanges: Länge des Kopfes = 2
: 3

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN): Widerstandsfähig und lebhaft, aus- gezeichnete Fähigkeit zum Springen.

KOPF

Oberkopf: Schädeldach flach,in sanfter Neigung zum Stop hin abfallend; Stop: Eindeutig sichtbar,aber schwach

ausgeprägt; nicht abrupt abfallend.

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm:Farbe schwarz
Nasenrücken:
Gerade und lang
Fang: Keilförmig; Hunde mit falbfarbenem Haarkleid haben eine schwarze Maske.
Lefzen: Straff anliegend
Maul:Schwarze
Flecken auf der Zunge.
Kiefer:Oberkiefer genügend breit, Unterkiefer kräftig.
Zähne: Weiss und kräftig, Scherengebiss.
Augen:Von
mittlerer Grösse, mandelförmig; Farbe dunkelbraun; bei blauem oder silbernem Haarkleid sind

bernsteinfarbene Augen zulässig.
Ohren: Beidseitig am Oberkopf angesetzt, mässig breit
auseinander stehend; eher breit dreieckig; nach
vorne geneigtes, strammes Stehohr. Nicht kupiert.

HALS: Kräftig, muskulös, den Kopf hoch tragend.

KÖRPER
Rücken:
Kräftig
Lenden:Kräftig
und breit
Kruppe: Mässig rund
Brust: Tief genug, um bis zu den Ellenbogen zu reichen; Brustkorb gut geformt, aber nicht fassförmig.
Untere Profillinie und Bauch:
Bauch aufgezogen.
Rute: Am Ansatz dick, zur Spitze hin allmählich abnehmend; die Spitze reicht bis zum Sprunggelenk; die Rute

wird senkrecht hoch oder sichelförmig gekrümmt getragen.

GLIEDMASSEN

Vorderläufe:Unterarme gerade.
Hinterläufe:Oberschenkel
gut entwickelt, gute Winkelung der
Kniegelenke. Sprunggelenke kräftig; Nägel schwarz
oder heller bis bräunlich.

GANGWERK:Weiter Schritt, ohne auf und ab-Bewegung und seitliches Schaukeln des Körpers. Die Spur bildet

zwei parallele gerade Linien. Von vorne gesehen bewegen sich die Vordergliedmassen in einer geraden Linie auf

 und ab, sodaß Schulter-, Ellenbogen- und Vorderfußwurzelge-lenk ungefähr auf einer Linie liegen. Von hinten

 gesehen liegen Knie-und Sprunggelenk ungefähr auf einer Linie. Der Bewegungsablauf ist geradlinig nach vorne

gerichtet,ohne Einwärts- oder Auswärtsschwenkung der Pfoten; das ermöglicht einen weiten Schritt und einen

 kraftvollen Schub. Der Bewegungsablauf soll insgesamt fliessend und harmonisch sein.

HAUT: Geschmeidig und zart, straff anliegend.

HAARKLEID

Beschaffenheit des Haares: kurz und glatt.
Der Ridge (Haarkamm) besteht aus Haaren, die in einer dem übrigen Haarkleid entgegengesetzten Richtung

wachsen; er beginnt am Widerrist und erstreckt sich bis zu den Hüfthöckern; er soll gegenüber dem umliegenden

Haar sauber abgesetzt sein, wird allmählich schmäler und ist symmetrisch; ein schmaler Ridge wird vorgezogen.

FARBE DES HAARES: Einfarbig: leicht kastanienrot (je dunkler, je besser), rein schwarz, silber und blau.

GRÖSSE

Widerristhöhe:Rüden61 - 66 cm (24 - 26 inches)
Hündinnen56 - 61 cm (22 - 24 inches)

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung

im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
1) Jede andere Gebissstellung als ein Scherengebiss.
2) Unausgewogener Ridge.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER: 1) Hunde ohne Ridge
2) Langes Haar

N.B.: Rüden sollen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.