FCI - Standard Nr. 129/ 27. 04. 1998
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SMÅLANDSSTÖVARE

ÜBERSETZUNG : Elke Peper.
URSPRUNG : Schweden.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 17. 07.1997.
VERWENDUNG : Spürhund zur Jagd auf Hase und Fuchs; kein
Meutehund. Wird nicht zur Jagd auf Rotwild verwendet.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6 Laufhunde,
Schweisshunde
und
verwandte Rassen.
Sektion 1.2 Mittelgrosse Laufhunde.
Mit Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Während des 19.
Jahrhunderts existierten in Småland
Laufhunde in grosser Vielfalt. Einige von ihnen,
deren Vorfahren von deutschen, polnischen und baltischen Laufhunden abstammten,
hatten Soldaten auf deren Rückkehr nach Småland in
der Zeit nach den grossen Kriegen (1611 - 1718) begleitet und bildeten in der
Kombination mit örtlich ansässigen Bauernhunden vom Spitztyp unter dem Einfluss
von Englischen Laufhunden den Ursprung des Smålandsstövare.
Grobe Unterschiede zeigten
sich zunächst in der Grösse, der Farbe und der
Rutenlänge dieser Hunde. Einige waren schwarz mit loh, andere rot oder gelb. Weisse Abzeichen waren dabei üblich. Einige Hunde wurden
mit kurzer Rute geboren. In den Anfängen des 20.Jahrhunderts bemühte man sich
systematisch, den Smålandsstövare vom ursprünglichen Typ wieder
aufleben zu lassen, wobei die Varietät mit angeborener kurzer Rute bevorzugt
wurde, obwohl der erste Standard für diese Rasse von 1921 beides erlaubte : die
natürlich kurze und die lange Rute.
Die Standardfarbe wurde
zunächst als Schwarz mit Loh festgelegt; rot und gelb waren jedoch ebenso
zulässig wie weisse Abzeichen. Die Entwicklung der
Rasse fand unter kontinuierlicher Zuführung neuen Blutes statt, manchmal unter
enger Einbeziehung anderer Rassen. Dies geschah vorerst letztmalig im Jahre
1950, als Hunde unbekannter Abstammung, aber von akzeptablem Phänotyp, als
« Smålands-stövare »
registriert wurden.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Ein
robuster Hund mit durchaus elegantem Aussehen, der kräftig, jedoch nicht schwer
gebaut sein sollte. Das Haar sollte harsch sein.
WICHTIGE PROPORTIONEN : Der
Körper ist annähernd quadratisch und reicht in seiner Tiefe bis ungefähr zur
halben Widerristhöhe hinab.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Ein freundlicher, gelassener
Hund von treuer und begeisterungsfähiger Wesensart.
KOPF
OBERKOPF :
Schädel : Von
mittlerer Länge, schlank; am breitesten zwischen den Ohren.
Stop : Gut
ausgeprägt; der Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein sollte gleich
demjenigen zwischen Stop und Nasenspitze sein.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm :
Schwarz; grosse Nasenlöcher.
Fang : Gut
entwickelt, weder grob und schwer noch spitz und schwach.
Der Nasenrücken ist gerade und
verläuft parallel zur Profillinie des Schädels.
Lefzen : Die
oberen Lefzen überlappen die unteren nur wenig.
Kiefer / Zähne :
Scherengebiss. Zähne stark und gut entwickelt.
Backen :
Flach.
Augen :
Dunkelbraun mit gelassenem Ausdruck.
Ohren :
Ziemlich hoch angesetzt, in der Aufmerksamkeit leicht angehoben. In ihrer Länge
reichen sie, nach vorn gehalten, nicht ganz bis zur Hälfte des Fangs. Sie
hängen flach herab, die Ohrspitzen sind abgerundet.
HALS : Von mässiger Länge, kräftig, ohne grob zu sein; mit
harmonischem Übergang in die Schulterpartie. Die Haut am Hals ist geschmeidig
und liegt straff an.
KÖRPER :
Widerrist : Gut
ausgeprägt.
Rücken : Kurz
und kräftig.
Lenden :
Muskulös, leicht gewölbt.
Kruppe : Lang,
breit, leicht abfallend.
Brust : Gut
entwickelt, Rippen am Ansatz gut gebogen.
Untere Profillinie und Bauch :
Bauch nur wenig aufgezogen.
RUTE :
· Entweder lang und in gerader Verlängerung der Rückenlinie angesetzt. Gerade oder leicht säbelförmige Rute, die in ihrer Länge kaum bis zu den Sprunggelenken reicht. Eine halblange Rute ist ebenfalls zulässig. In der Bewegung sollte die Rute vorzugsweise nicht oberhalb der Rückenlinie getragen werden.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Allgemeines : Von
vorn gesehen erscheinen die Läufe gerade und parallel zueinander. Gute
Knochenstärke, die harmonisch zur Gesamt- erscheinung
des Hundes passt.
Schultern :
Schulterblätter lang, gut bemuskelt, schräg gelagert, fest anliegend.
Oberarm : Lang,
mit dem Schulterblatt einen rechten Winkel bildend.
Ellenbogen : Liegen
dicht am Körper an und treten optisch unter dem Brustkorb nicht hervor.
Vordermittelfuss :
Elastisch, geringfügig vom Unterarm abgewinkelt.
Vorderpfoten : Fest,
Zehen gut aufgeknöchelt und eng zusammengefügt.
HINTERHAND :
Allgemeines :
Kräftig, von hinten gesehen parallel gestellt.
Oberschenkel
: Von der Seite gesehen breit mit gut entwickelter
Muskulatur.
Knie : Gut
gewinkelt.
Sprunggelenk : Gut
gewinkelt.
Hintermittelfuss :
Kurz, schlank, gerade.
Hinterpfoten : Gleich
den Vorderpfoten. Afterkrallen sind unerwünscht.
GANGWERK : Parallel, kraftvoll, raumgreifend.
HAARKLEID
HAAR :
Mittellanges, rauhes, dicht anliegendes Haar, das auf
dem Rücken und am Hals noch derber ist. Unterwolle kurz, dicht und weich. An
Kopf, Ohren und den Vorderseiten der Läufe sollte das Haar kurz und glatt sein.
Unterhalb der Rute und an der hinteren Seite der Oberschenkel ist das Deckhaar
länger als auf dem Rücken. Zwischen den Zehen und den Ballen gut entwickelte
Behaarung.
FARBE :
Schwarz und Loh, wobei die Lohfarbe jede Nuance von bernsteinfarben bis hin zu
kastanienbraun haben kann. Kleine weisse Abzeichen an
Brust und Zehen sind zulässig.
GRÖSSE :
Widerristhöhe :
Rüden : 46-54 cm, Idealgrösse
50 cm.
Hündinnen: 42-52 cm, Idealgrösse
46 cm.
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
·
Fehlerhafte Proportionen wie z.B. ein rechteckiger
Körperbau.
·
Mangelhafte Ausprägung des Geschlechtstyps.
·
Schwerer Kopf, breiter Oberkopf.
·
Kurzer oder spitzer, schwacher Fang.
·
Herabhängende Lefzenwinkel.
·
Vor- oder Rückbib, Zangengebib.
·
Helle Augen.
·
Zu langer Rücken.
·
Kurze, steile Kruppe.
·
Rutenhaltung oberhalb der Rückenlinie.
·
Gebundene Hinterhandbewegung.
·
Kurze oder dünne Behaarung.
·
Fehlende lohfarbene Abzeichen, schwarze Stichelung
im lohfarbenen Haar.
·
Zu viel Weib oder Weib an
anderen als im Standard genannten Körperteilen.
·
Farbe Leberbraun mit Loh.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
·
Aggressiv oder ängstlich.
·
Scheues, zurückhaltendes Wesen.
·
Deutlicher Vor- oder Rückbib.
·
Widerristhöhe mehr als 1 cm über oder unter der
zulässigen Abweichung.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.