FCI - Standard Nr. 319 / 16. 06. 1999 / D
SHIKOKU
ÜBERSETZUNG : Dr.J.-M.Paschoud und Frau R.Binder-Gresly.
URSPRUNG : Japan.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 05. 06. 1995.
VERWENDUNG : Jagd- und Begleithund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze
und Hunde vom Urtyp.
Sektion 5 Asiatische
Spitze und
verwandte
Rassen.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Diese
Rasse stammt von mittelgrossen Hunden ab, welche in
alten Zeiten in Japan lebten. Der Shikoku wurde als
Jagdhund gezüchtet und in den bergigen Gegenden der Provinz Kochi
hauptsächlich zur Jagd auf Wildschwein verwendet. Man nennt ihn deshalb
manchmal « Kochi-Ken » (Kochi-Hund).
Es gab drei Varietäten dieser Rasse-Awa, Hongawa und Hata-, die alle den
Namen der Gegend trugen, in welcher sie gezüchtet wurden. Unter ihnen behielt
die Varietät Hongawa den höchsten Reinheitsgrad, da
der Zuchtbereich von nirgends her leicht zugänglich war. Diese Hunde sind zäh
und genügend behend, um in einer bergigen Gegend zu
jagen. Ihr sesamfarbenes Haarkleid ist charakteristisch. Die Rasse erhielt den
Namen der Gegend, aus der sie stammt. Im Jahre 1937 wurde sie zu einem
« Denkmal der Natur » ernannt.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Mittelgrosser, ebenmässig
proportionierter Hund mit gut entwickelter, sauber gezeichneter Muskulatur; er
hat aufrecht getragene Ohren und eine aufgerollte oder sichelförmige Rute. Körperbau : kräftig, kompakt, mit stabilem Knochenbau.
WICHTIGE PROPORTION : Die
Widerristhöhe verhält sich zur Länge des Körpers wie 10 : 11.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :
Bemerkenswert ausdauernd, aufgeweckt, von natürlicher Wesensart, energisch und
sehr wachsam; ein leidenschaftlicher Jäger; seinem Herrn gegenüber sehr
gehorsam.
KOPF
OBERKOPF :
Schädel :
Stirne breit.
Stop : Wenig
ausgeprägt, aber erkennbar.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nase :
Nasenschwamm schwarz.
Fang :
Eher, lang, keilförmig. Nasenrücken gerade.
Lefzen : Eng
anliegend.
Kiefer / Zähne :
Zähne kräftig, Scherengebiss.
Backen : Gut
entwickelt.
Augen : Verhältnismässig klein, dreieckig, weit auseinanderliegend,
von dunkelbrauner Farbe.
Ohren : Klein,
dreieckig, leicht nach vorne geneigt und straff aufrecht getragen.
HALS : Dick und kräftig.
KÖRPER :
Widerrist : Hoch,
gut entwickelt.
Rücken :
Gerade und kräftig.
Lenden :
Breit und muskulös.
Brust : Tief,
Rippen gut gewölbt.
Bauch : Gut
aufgezogen.
RUTE : Hoch
angesetzt, dick, auf dem Rücken kräftig aufgerollt oder sichelförmig getragen. Bei
hängender Rute reicht die Spitze beinahe bis zum Sprunggelenk.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Schultern : Mässig schräg, mit gut entwickelter Muskulatur.
Ellenbogen : Dicht
am Körper anliegend.
Unterarm :
Gerade, trocken.
Vordermittelfub :
Leicht schräg.
HINTERHAND :
Kraftvoll, mit gut entwickelten Muskeln.
Sprunggelenk : Mässig gewinkelt, sehr kräftig.
PFOTEN : Zehen
gut gewölbt und eng aneinanderliegend; Ballen hart
und elastisch; Krallen hart, schwarz oder von dunkler Farbe.
GANGWERK : Elastisch, nicht sehr raumgreifend, leichtfüssig. Die Bewegung ist lebhaft und erlaubt rasche
Kehrtwendungen.
HAARKLEID
HAAR : Das Deckhaar ist eher hart und gerade, die
Unterwolle weich und dicht; an der Rute ist das Haar relativ lang.
FARBE :
Sesam, schwarz-sesam und rot-sesam.
Definition der Farbe « Sesam » :
·
Sesam: Gleichmässige
Mischung von weissen und schwarzen Haaren.
·
Schwarz-sesam : Mehr
schwarze als weisse Haare.
·
Rot-sesam :
Grundfarbe rot, Mischung mit schwarzen Haaren.
GRÖSSE :
Widerristhöhe :
Rüden 52 cm,
Hündinnen 46
cm.
Eine Abweichung von +/- 3cm
wird toleriert.
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
·
Mangelndes Geschlechtsgepräge.
·
Leichter Vor-
oder Rückbiss.
·
Langes Haar.
·
Scheuheit.
AUSSCHLIESSENDE
FEHLER :
·
Extrem ausgesprägter
Vor- oder Rückbiss.
·
Nicht aufrecht
getragene Ohren.
·
Hängend getragene Rute, kurze Rute.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.