Standards : FCI-Standard : Übersicht
06-Oct-2002/22-Jun-03

FCI-Standard Nr. 212
17.11.1997 / GB
Samoiedskaïa Sabaka (Samoyede)
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Ursprung |
Rußland |
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Patronat |
Skandinavien/N.K.U. |
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Datum der
Publikation des gültigen Originalstandards |
22.07.1997 |
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Verwendung |
Schlitten-
und Begleithund |
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Klassifikation
FCI |
Gruppe 5:
Spitze und Hunde vom Urtyp. |
Die Rassebezeichnung "Samojede"
ist von den Samojeden-Stämmen abgeleitet, die in
Nordrussland und in Sibirien beheimatet waren. Die in den südlichen Teilen der
genannten Regionen lebenden Stämme verwendeten weiße, schwarze und braun
gefleckte Hunde zum Hüten ihrer Rentierherden; in den nördlichen Teilen waren
die Hunde reinweiß und sanftmütig und wurden als Jagd- und Schlittenhunde
eingesetzt. Die Hunde der Samojeden lebten in enger
Beziehung zu ihren Eigentümern; sie schliefen sogar in deren Zelten und wärmten
sie. Der britische Zoologe Ernest Kilbourne Scott
verbrachte 3 Monate des Jahres 1889 bei den Samojeden-Stämmen.
Bei seiner Rückkehr nach England brachte er einen braunen Rüdenwelpen mit Namen
"Sabarka" mit. Später importierte er von
der Westseite des Urals die cremefarbene Hündin "Whitey
Petchora" und aus Sibirien den schneeweißen
Rüden "Musti". Diese wenigen Hunde bildeten
zusammen mit den Hunden, die von anderen Forschern mitgebracht wurden, den
Ursprung des Samojeden der westlichen Welt. Der erste
Standard für diese Rasse wurde im Jahre 1909 in England erstellt.
Ein mittelgroßer, eleganter weißer arktischer
Spitz, der den Eindruck von Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Würde und
Selbstvertrauen gepaart mit Charme vermittelt. Sein charakteristischer
Ausdruck, das sogenannte "Lächeln" des Samojeden,
wird erzeugt durch die Kombination der Augenform und -stellung mit den in
sanfter Kurve nach oben gerichteten Lefzenwinkeln. Der jeweilige Geschlechtstyp
sollte deutlich erkennbar sein.
Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe um
annähernd 5%, während die Tiefe des Körpers etwas geringer als die halbe
Widerristhöhe ist. Die Länge des Vorgesichts entspricht in etwa der des
Oberkopfes.
Freundlich, aufgeschlossen, munter und lebhaft mit
sehr gering ausgeprägtem Jagdinstinkt. Keinesfalls scheu oder aggressiv. Sehr
gesellig; als Wachhund ungeeignet.
Kräftig und keilförmig.
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Schädel |
Von vorn und
von der Seite gesehen nur wenig gewölbt, am breitesten zwischen den Ohren.
Die Furche zwischen den Augen ist wenig sichtbar. |
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Stop |
Deutlich
erkennbar, jedoch nicht zu ausgeprägt. |
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Nasenschwamm |
Gut
entwickelt, vorzugsweise schwarz. Zu bestimmten Zeiten des Jahres kann das
Nasenpigment verblassen bis hin zur sogenannten "Winternase"; die
Nasenränder müssen jedoch stets dunkel sein. |
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Fang |
Kräftig und
tief, ungefähr von gleicher Länge wie der Oberkopf, zur Nase hin allmählich
schmaler werdend. Weder spitz und schach noch
schwer und quadratisch. Der Nasenrücken ist gerade. |
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Lefzen |
Straff
anliegend, schwarz und ziemlich fleischig. Die Lefzenwinkel verlaufen in
einer sanften Kurve nach oben und erzeugen so das typische "Samojeden-Lächeln". |
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Kiefer/Zähne |
Regelmäßiges,
vollständiges Scherengebiß gemäß der Zahnformel mit
kräftigen Kiefern und Zähnen. |
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Augen |
Dunkelbraun,
gut in den Augenhöhlen eingebettet; ziemlich weit auseinander etwas schräg
eingesetzt; mandelförmig. Der Ausdruck ist "lächelnd", freundlich,
aufmerksam und intelligent. |
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Ohren |
Aufrecht,
ziemlich klein, dick, dreieckig mit leicht abgerundeten Spitzen. Sie sollten
beweglich sein und hoch und - infolge des breiten Schädels - gut voneinander
entfernt angesetzt sein. |
Kräftig und mittellang; stolz getragen.
Etwas länger als hoch; tief und kompakt, dabei
jedoch geschmeidig.
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Widerrist |
Deutlich
betont. |
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Rücken |
Mittellang,
muskulös und gerade; bei Hündinnen etwas länger als bei Rüden. |
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Lenden |
Kurz, sehr
kräftig und klar abgegrenzt. |
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Kruppe |
Voll,
kräftig, muskulös, leicht abfallend. |
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Brust |
Breit, tief
und lang, fast bis hinunter zu den Ellenbogen reichend, Rippen gut gewölbt. |
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Untere
Profillinie und Bauch |
Mäßig
aufgezogen. |
Ziemlich hoch angesetzt. In der Bewegung oder in
aufmerksamer Haltung wird die Rute vom Ansatz an über den Rücken oder zur Seite
gebogen getragen, darf aber in Ruhestellung herabhängen und reicht dann bis zu
den Sprunggelenken.
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Gut
gestellt; muskulös mit kräftigen Knochen. |
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Schulter |
Lang, fest
anliegend und schräg gelagert. |
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Oberarm |
Schräg gelagert,
dicht am Körper anliegend. Ungefähr ebenso lang wie das Schulterblatt. |
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Ellenbogen |
Dicht am
Körper anliegend. |
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Karpalgelenk |
Kräftig,
jedoch flexibel. |
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Vordermittelfuß |
Leicht
schräggestellt. |
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Vorderpfoten |
Oval,
flexibel, gerade nach vorn gerichtet; lange, gewölbte, nicht zu fest
zusammengefügte Zehen. Elastische Ballen. |
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Von hinten
gesehen gerade und parallel stehend, sehr stark bemuskelt. |
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Oberschenkel |
Mittellang,
recht breit und muskulös. |
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Knie |
Gut
gewinkelt. |
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Sprunggelenk |
Ziemlich
tiefstehend und gut gewinkelt. |
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Hintermittelfuß |
Kräftig,
kurz, senkrecht und parallel gestellt. |
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Hinterpfoten |
Gleich den
Vorderpfoten. Afterkrallen sollten entfernt werden. |
Kraftvoll, frei, mühelos erscheinend, mit weit
ausgreifenden Schritten. Die Vorderhand zeigt guten Raumgriff, die Hinterhand
viel Schubkraft.
Üppig, dick, elastisch und dicht als idealer
Schutz im Polarklima. Der Samojede hat doppeltes Haar
mit kurzer, weicher Unterwolle und längerem, harscherem, glattem Deckhaar. Das
Haar sollte um Hals und Schultern eine Mähne bilden, die den Kopf einrahmt und
bei den Rüden besonders ausgeprägt ist. Auf dem Kopf und an der Vorderseite der
der Läufe ist das Haar kurz und glatt, auf der Außenseite der Ohren kurz, glatt
und abstehend. Die Ohrinnenseiten sollten gut behaart sein. An der Rückseite
der Oberschenkel bildet das Haar sogenannte "Hosen". Zwischen den
Zehen sollten schützende Haare wachsen. Die Rute sollte reichlich mit Haar
bedeckt sein. Das Haar der Hündinnen ist oft kürzer uns weicher in der Textur
als das des Rüden. In jedem Fall sollte das korrekte Haar einen ganz besonderen
schimmernden Glanz haben.
Reinweiß, cremefarben oder weiß mit Bisquit, wobei die Grundfarbe weiß sein muß
und nur einige wenige Bisquit-Abzeichen aufweisen
darf. Keinesfalls darf das Fell blaßbraun wirken.
Ideale Widerristhöhe: 57 cm bei Rüden, 53 cm bei
Hündinnen, wobei jeweils eine Abweichung von 3 cm nach oben oder nach unten
toleriert wird.
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss
als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad
der Abweichung stehen sollte.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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