
ÜBERSETZUNG :
Frau Ute Lennartz.
URSPRUNG : Mittlerer Osten / F.C.I. Patronat
DATUM DER
PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
ORIGINALSTANDARDS : 25. 10. 2000.
VERWENDUNG : Jagd- und Coursinghund
KLASSIFIKATION F.C.I. : Gruppe 10 Windhunde
Sektion 1 Langhaarige
und
befederte Windhunde
Ohne
Arbeitsprüfung
KURZER
GESCHICHTLICHER ABRISS : Salukis variieren
im Typ und diese Variationsbreite ist erwünscht und typisch für die Rasse. Der Grund für die Typenvielfalt ist die
besondere Stellung, die der Saluki in der arabischen
Tradition einnimmt und die enorme Größe
des Mittleren Ostens, in dem der Saluki als
Hetzhund seit Tausenden von Jahren
eingesetzt wurde. Ursprünglich besaß jeder Volksstamm Salukis
, die sich am besten für die Jagd auf das spezielle Wild der Gegend eigneten,
ohne daß - der Tradition des Mittleren Ostens entsprechend
- Salukis verkauft oder gekauft, sondern als Ehrengabe
verschenkt wurden. Die Folge war, daß
solchermaßen den Europäern geschenkte
und nach Europa gebrachten Salukis aus einem Gebiet mit einer großen Variationsbreite von Terrain und Klima stammten
und sich dementsprechend unterschieden. Der britische Standard von 1923 war der
erste offizielle europäische Rassestandard für den Saluki
und wurde erstellt, um alle diese ursprünglichen Typen von Salukis
zu erfassen.
ALLGEMEINES
ERSCHEINUNGSBILD : Die ganze Erscheinung dieser
Rasse soll einen Eindruck von Anmut und
Ebenmaß, großer Schnelligkeit und Ausdauer, verbunden mit Kraft und Gewandtheit vermitteln.
Kurzhaarvarietät : in allen Merkmalen gleich, nur ohne Befederung.
WICHTIGE
PROPORTIONEN
·
Die Rumpflänge (vom Buggelenk
bis zum Sitzbeinhöcker) ist annähernd gleich der
Widerristhöhe, obwohl der Hund oft den Eindruck vermittelt länger zu
sein als er ist.
VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN) : Fremden
gegenüber reserviert, jedoch nicht scheu oder aggressiv. Würdevoll, intelligent
und unabhängig.
KOPF : Kopf lang and schmal, insgesamt viel
Adel zeigend.
OBERKOPF
Schädel
: Mäßig breit zwischen den Ohren, nicht gewölbt.
Stop
: Nicht betont.
GESICHTSSCHÄDEL
Nase
: Nasenschwamm schwarz oder leberfarben.
Kiefer/Gebiss
: Starke Zähne und kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß.
Augen
: Dunkel –bis haselnußbraun, leuchtend, groß und
oval, nicht hervortretend. Der Ausdruck ist würdevoll und sanft mit
treuen, in die Ferne blickenden Augen.
Ohren
: Lang und mit langen, seidigen Haaren bedeckt,
hoch angesetzt, beweglich, dicht am Schädel getragen.
HALS : Lang, biegsam und gut bemuskelt.
KÖRPER
Rücken
: Ziemlich breit.
Lenden
: Leicht gewölbt und gut bemuskelt.
Kruppe
: Weit auseinanderstehende Hüftbeinhöcker.
Brustkorb
: Tief, lang und mäßig schmal, weder tonnenförmig noch flachrippig.
Unterlinie
: Gut aufgezogen.
RUTE : Lang, tief angesetzt, in einem
natürlichen Bogen getragen, an der Unterseite mit langen seidigen Haaren
befedert, nicht buschig. Bei erwachsenen Hunden nicht höher als die Rückenlinie getragen, außer beim Spiel. Die Spitze der Rute sollte mindestens bis zum
Sprunggelenk reichen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND
Schultern
: Gut zurückliegend, gut bemuskelt,
jedoch nicht grob.
Oberarm
: Bei nahezu gleicher Länge wie das
Schulterblatt bildet der Oberarm mit diesem einen guten Winkel.
Unterarm
: Lang und gerade vom Ellbogen bis zum Vorderfußwurzelgelenk.
Vordermittelfuß
: Kräftig und elastisch, von der Seite
betrachtet wenig schräg gestellt.
Vorderpfoten
: Von angemessener Länge, Zehen lang und gut
gewölbt, nicht gespreizt, aber auch nicht wie Katzenpfoten; insgesamt kräftig
und geschmeidig, zwischen den Zehen befedert.
HINTERHAND
: Kräftig, läßt Gallopier- und Sprungvermögen erkennen.
Ober- und Unterschenkel
: Gut entwickelt.
Kniegelenk
: Mäßig gewinkelt.
Sprunggelenk
: Gut tiefgestellt.
Hinterpfoten
: Annähernd gleich den Vorderpfoten.
GANGWERK : Müheloser,
flüssiger und geschmeidiger Trab. Leichtfüßig
vom Boden abhebend, mit gutem Vortritt und entsprechendem Schub, weder steppend noch
schwerfällig.
HAARKLEID
HAAR
: Glatt und von weicher, seidiger Struktur. Befederung an den Läufen und an den
Rückseiten von Ober- und Unterschenkel, Befederung an der Kehle von erwachsenen
Hunden kann vorkommen, im Welpenalter besteht manchmal eine leichte, mehr
wollige Befederung an Oberschenkeln und Schultern.
Die Kurzhaarvarietät : ohne jegliche
Befederung.
FARBEN
: Alle Farben oder Farbkombinationen sind
zulässig. Brindle ist unerwünscht.
GRÖSSE
WIDERRISTHÖHE
: Durchschnittlich zwischen 58 –71 cm (23-28 inches),
Hündinnen proportional kleiner.
FEHLER :
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als
Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.