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Puli Der Puli Standard:
für die deutsche Zucht innerhalb unseres
Klubs maßgebend ist. Hierin wurde neben den bis dahin im Ursprungsland zugelassenen Farben Schwarz, Rostschwarz und
Grau das seinerzeit nicht gewünschte Weiß wieder zur Zucht zugelassen. 1. Allgemeine
Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeit: muskulös in allen Körperpartien. - Rumpf
und Gliedmaßen bilden ein Quadrat. Es ist nicht leicht, die einzelnen Körperformen für sich zu betrachten, da
der ganze Körper von einem zum Verfilzen neigenden, aus enggewellten reichlichen langen Haaren bestehendem
Fell bedeckt ist. Die Augen werden durch das lange Haar wie von einem Schutzschirm beschattet, wodurch der
Kopf rundlich erscheint. Die Rute wird über den Rücken geringelt getragen, wodurch der Rücken gegen die Kruppe zu
steigen scheint. Die Umrisse des Rumpfes sind durch bloße Betrachtung kaum festzustellen, ebenso die einzelnen
Bestandteile der Gliedmaßen nicht zu unterscheiden. - Der urwüchsige aus den asiatischen Steppen stammende Hund
ist nicht nur als Hütehund und zum Treiben der Herden geeignet, sondern auch als Wachhund in Haus und Hof wie auch
als Familienbegleithund verwendbar. Größere Exemplare der Rasse haben auch eine gute Tauglichkeit als
Schutz und Spürhunde bewiesen. 2. Kopf: Schädel rund, der Fang kürzer, er macht
35% der Kopflänge aus. Augenbögen sind gut ausgeprägt. Etwas betonter Stopp, Nasenrücken gerade, nicht spitz,
sondern stumpf abgerundet. Nasenspiegel, Augenlider und Lefzen schwarz. – Der Puli zeigt ein
regelrechtes kräftiges Gebiß, die Schneidezähne
schließen sich als Schere, der untere Eckzahn steht knapp vor dem oberen, die übrigen Zähne
greifen ineinander. Die Lefzen sind straff anliegend. Die Augen rund, kaffeebraun, von regem klugem
Ausdruck. Behang mittelhoch angesetzt, unmittelbar am Kopf anliegend,
die Ohrmuscheln bewegen sich auch bei
Erregung nicht nach oben; sie haben die Form eines breiten, unten
abgerundeten "V". Hals in einem Winkel von 45 0
zur Waagerechten getragen, fest, muskulös. Durch die reiche Behaarung ist keine scharfe Grenze bemerkbar. 3. Die vorderen
Gliedmaßen: und Oberarmknochen bilden miteinander
einen rechten Winkel. Oberarm mittellang, gut bemuskelt,
etwa parallel zur Längsachse des Rumpfes gestellt; das
untere Ende darf, zusammen mit dem gesamten Ellbogengelenk, nicht vom Körper abstehen, jedoch auch nicht unter
den Brustkorb gerichtet sein. Ober und Unterarm bilden einen Winkel von
120130° . Der Unterarm ist gerade und senkrecht
gestellt, straff bemuskelt. Die Partie darunter
soll kurz und trocken sein, die Fessel bildet mit der Waagerechten einen
Winkel von 45°. Pfoten sind fest, rund und kurz. Krallen kräftig, hart, schiefergrau,
Ballen eng, fest und elastisch. Von vorn gesehen stehen die Gliedmaßen
der Vorhand mittelbreit und gerade. 4. Rumpf: Kruppe, leicht abschüssig, was durch die
über die Lenden getragene Rute kaum in Erscheinung tritt. 1820 Rutenwirbel, die langen Haare der Rute vermengen sich
kaum bemerkbar mit denen der Kruppe, so daß die
Rute fast unauffällig wirkt. An den mittelbreiten und tiefen Brustkorb
schmiegen sich die Vordergliedmaßen fest an. Der Leib erscheint leicht aufgeschürzt, die untere Linie des
Rumpfes erreicht ihren tiefsten Punkt am vorderen Teil des Brustkorbes. Ein breites Becken ist erwünscht, insbesondere
bei Hündinnen. 5. Die hinteren
Gliedmaßen: Oberschenkel mit Unterschenkelknochen
einen solchen von 100110°. Das Sprunggelenk ist fest und sehnig (der Puli hat eine enorme Sprungfähigkeit!), die
Partie darunter ist kurz und trocken. Die hinteren Fesseln bilden mit der
Horizontalen einen engeren Winkel als die vorderen,
wodurch die hinteren Pfoten etwas länger sind. Die hinteren Gliedmaßen sind etwas breiter gestellt als die vorderen.
Krallen stark, hart, schiefergrau, die Ballen eng, voll elastisch. 6. Haut und Behaarung: Lefzen) schwarz. Gaumen gleichmäßig dunkel
oder auf dunklem Grunde mit noch dunkleren, stark pigmentierten Flecken, Zunge hellrot. Ballen und
Krallen schwarz oder schiefergrau. Ein pigmentloser Fleck auf der Brust von höchstens 5 cm Durchmesser wird
geduldet, eine weiße Stichelung zwischen den Zehen ebenfalls. Andere
Abzeichen sind unerwünscht. Das Fell besteht aus gröberen
Deckhaaren und feineren Wollhaaren. Seine Beschaffenheit wird durch das Verhältnis der beiden Haararten bestimmt. Zuviel Deckhaare mit zu wenig Unterwolle ergeben ein
"offenes Fell". Viel Wollhaar mit zu wenig Deckhaaren
bringen übertriebene Verfilzung zu knotigen Haarbrettern, sogenannten "Speckseiten" mit sich. Das
richtige Verhältnis beider Haararten produziert die erwünschte "Pusztabehaarung" = lange schmale Filzplatten. Das "Schnürenfell" entsteht, wenn die Wollhaare ganz
gleichmäßig enggewellt sind. Diese Zotten verfilzen sich nur in geringem
Maße, sie bilden lange, gleichstark ablaufende Schnüre. Die Behaarung ist an der Kruppe, den Lenden und Keulen am
längsten, ca. 8 18 cm, am kürzesten am Kopf und an den Pfoten, etwa 3 6 cm. Es gibt auch Exemplare, deren Fell beinahe
bis zum Boden reicht. Nach dem Werfen, in der Arbeit, durch eine überstandene Krankheit oder aber durch
ungenügende Ernährung pflegt der Puli abzuhaaren;
er wirft die langen Haare der Vorderhand, ausnahmsweise die
des ganzen Körpers, ab. In solchem abgehaarten Zustand ist es schwer, über die Beschaffenheit des Felles ein
Urteil zu bilden. Unerwünscht ist ein zerkämmtes, igelartig abstehendes Fell, ein vollkommen verwahrlostes,
vernachlässigtes ebenfalls. (Über die Farbvarianten ist einleitend
berichtet worden.) 7. Größe und Gewicht: Widerristhöhe bezogen (Stockmaß) in %: Gewicht: 8. Bewegung: Art außerordentlich flink. 9. Typfehler – Fehler: lockere Rute, hellbraune Augen,
unverhangener Kopf, zu große Filzplatten. Eine Widerristhöhe von
34 37 cm bzw. 47 50 cm bei Rüden. Von 31 34 cm bzw. 4447
cm bei Hündinnen. Ausschließende Fehler: glatte oder offene Behaarung, große
Abzeichen. Schokoladenbraune Färbung, die sich auch im Pigment bemerkbar macht, Fehler in der Pigmentation. Rüden
unter 34 cm und über 50 cm, Hündinnen unter 31 cm und über 47 cm Widerristhöhe. |