FCI - Standard Nr. 30  /  23. 04. 1997  /  D

 

PORCELAINE

 

 

 

 


ÜBERSETZUNG  : Von Dr. Paschoud überarbeitet.

 

URSPRUNG : Frankreich.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES  : 19.10.1964.

 

VERWENDUNG : Laufhund.

 

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6   Laufhunde, Schweißhunde

                                                           und verwandte Rassen.

                                          Sektion 1.2            Mittelgrosse Laufhunde.

                                          Mit Arbeitsprüfung.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :  Sehr edler, typisch französischer Laufhund für Niederwild, dessen gesamte Struktur in allen Teilen eine hochgezüchtete Rasse verrät.

 

KOPF : Muss sehr typisch sein, trocken und fein gemeißelt, im gesamten eher lang.

 

OBERKOPF :

Schädel : Breit zwischen dem Behang, mit abgerundetem Hinterhaupthöcker. Die Stirne ist flach. Stirnfurche ohne Übertreibung ausgebildet.

Stop :  Ohne Übertreibung markiert.

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Gut entwickelt und sehr schwarz. Nasenlöcher gut geöffnet.

Fang : Von guter Länge, weder quadratisch noch spitz zulaufend. Der zuerst gerade verlaufende Nasenrücken endet in einer sehr leichten Wölbung.

Lefzen : Oberlefzen bedecken die Unterlefzen ohne herabzufallen oder dick zu sein. Die Schleimhäute der Lefzen sind schwarz.

Augen : Normal entwickelt, dunkel erscheinend, unter den Augenbrauenbogen gut beschützt. Ausdruck intelligent und freundlich.

Behang : Feinledrig, gut nach innen eingedreht, eher spitz zulaufend, bis zum Fangende reichend. Schmal und nie oberhalb der Augenlinie angesetzt.

 

HALS : Ziemlich lang und leicht. Wenig schlaffe Haut (Wamme) ist zulässig, sofern diese trocken und straff erscheint.

 

KÖRPER :

Obere Profillinie :

Widerrist : Gut vorstehend.

Rücken : Breit und gerade.

Lenden : Breit, sehr muskulös, nicht übertrieben lang, gut eingefügt.

Kruppe : Etwas schräg abfallend; Hüfthöcker gut auseinanderliegend und leicht vorstehend.

Brust : Von mittlerer Breite, aber tief. Rippen der Brust entsprechend eher lang, ohne flach zu sein.

Untere Profillinie und Bauch : Etwas aufgezogen, aber voll.

 

RUTE : Gut angesetzt, ziemlich kräftig am Ansatz und sich gegen die Spitze hin verjüngend; von mittlerer Länge; nie gegen das Rutenende hin rundum einige längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend; leicht gebogen getragen.

 

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND : Vorderläufe ziemlich lang, trocken, aber nicht übertrieben fein; Sehnen kräftig; senkrechter Stand.

Schultern : Für den Galopp gebaut, lang gut schräg liegend und, ohne überladen zu wirken, gut bemuskelt.

 

HINTERHAND :

Oberschenkel : Weit nach unten reichend; Muskeln einzeln gut sichtbar und trocken; mittelmässig stark entwickelt.

Sprunggelenk : Kräftig und tief angesetzt, Winkelung normal.

 

PFOTEN: Den französischen Jagdhunden entsprechend, Zehen eher lang, fein, aber gut aneinanderliegend. Ballen widerstandsfähig und hart.

 

GANGWERK : Lebhaft und munter. Galopp leicht und ausdauernd.

 

HAUT : Dünn und geschmeidig, durch viele schwarze Flecken marmoriert.

 

HAARKLEID

 

HAAR : Kurz, fein, dicht und glänzend; keine kahlen Stellen.

 

FARBE : Sehr weiss mit rundlichen orangefarbenen Flecken, die sich nie zu einem Mantel ausdehnen dürfen; unter den orangefarbenen Flecken ist die Haut normalerweise schwarz pigmentiert. Orangefarbene Tüpfelung der Behänge ist für die Rasse sehr charakteristisch.

 

GRÖSSE :

Widerristhöhe : Für Rüden                    zwischen 55 und 58 cm.

                        Für Hündinnen              zwischen 53 und 56 cm.

 

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

·         Aggressiv oder ängstlich.

·         Mangel an Typ.

·         Sämtliche Fehler, welche die Verwendung beeinträchtigen, wie Rachitis, ausgesprochen schlechter Stand, ungenügender Vortritt und Schub im Bewegungsablauf.

·         Nasenspiegel und Augen hell, übertrieben viele fleckig depigmentierte Stellen.

·         Gegen das Rutenende hin rundum einige etwas längere und gröbere, ährenartig abstehende Haare aufweisend.

·         Haar hart oder dick.

·         Bildung eines orangefarbenen Mantels.

·         Orangefarbene Flecken zu grell, mit einem Stich ins Mahagoni, gräulich oder mit schwarzen Haaren untermischt. Deutliche, aber hell-orange Flecken oder überhaupt fehlende Flecken sind unerwünscht, aber kein ausschließender Fehler.

·         Über- oder Untergröße. Sofern die Widerristhöhe nicht mehr als 60 cm beträgt, kann in diesem Punkt für in allen anderen Beziehungen vorzügliche Rüden, welche als Deckrüden in Frage kommen, eine Ausnahme gemacht werden.

 

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.