Owtscharka

Owtscharka (die Owtscharka, Mehrzahl Owtscharki) ist ein Sammelbegriff für mehrere ähnliche Hunderassen, von denen drei von der FCI anerkannt sind.

Generell

Owtscharka (weiblich, Mehrzahl: Owtscharki) ist russisch und bedeutet einfach: Schäferhund.

Es handelt sich nicht um Hüte- und Treibhunde, wie der Name vermuten ließe, sondern um Herdenschutzhunde, also Hunde, die die Herden gegen Beutegreifer wie den Wolf oder Bär verteidigen.

Bei den von der FCI anerkannten Rassen handelt es sich um:

Südrussischer Ovtscharka (Juschnorusskaja Owtscharka) (326)

Der Südrussischer Ovtscharka ist in den südlichen Regionen Russlands und in der Ukraine beheimatet.

FCI-Nomenklatur

Kaukasischer Ovtscharka (Kawkasskaja Owtscharka) (328)

Der Kaukasischer Ovtscharka stammt aus Russlands Nachbarstaaten (Georgien und Armenien) sowie aus Russlands autonomen Republiken im Kaukasus.

FCI-Nomenklatur

Zentralasiatischer Ovtscharka (Sredneasiatskaja Owtscharka) (335)

Der Zentralasiatischer Ovtscharka – auch Zentralasiatischer Schäferhund – stammt aus Zentralasien (Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan)

FCI-Nomenklatur

Daneben gibt es noch andere regionale Rassen, die noch nicht den Weg der „Anerkennung“ gefunden haben.

Unterschiede

Gehören zur FCI-Gruppe 2

1. Kaukasischer Owtscharka

2. Mittelasiat

Gehört zur FCI-Gruppe 1

3. Südrussischer Owtscharka

Aussehen

Die Felllänge variiert von lang (ähnlich dem Bobtail), bis mittellang und dicht (ähnlich dem Alaskan Malamute). Farblich schwankt es beim Mittelasiat zwischen grau, weiß, hellcreme, hellrehbraun, rot, schwarz, getigert und gefleckt. Beim Südrussischen weiß, weiß mit zitrone, hellrot oder rauchfarben. Der Kaukasier hat rotblondes oder braunes Fell mit weißen Abzeichen oder grau. Alle drei haben einen muskulösen Körper, V-förmige, hoch angesetzte Ohren und dunkle mandelförmige Augen. Er stammt aus der Gegend um das Kaspische Meer und wurde von den Nomaden als Hüte- und Wachhund unter anderem gegen Wölfe eingesetzt. Vermutlich kommen die Vorfahren aus Spanien und sind dann mit der Tibet-Dogge gekreuzt worden, um diese Größe zu erreichen. Er wird oft auch als Bärenhund bezeichnet.

Wesen und Verwendung

Der Russische Hütehund ist ein schwerer und muskulöser Hund, der sehr schwer zu führen ist. Er handelt instinktiver als die meisten anderen Hunderassen. Spontane Angriffe, wenn er sich bedroht fühlt oder in die Enge gedrängt wird, sind nicht selten. Trotzdem ist er ein zuverlässiger treuer Hütehund, der ohne Angst sein Revier verteidigt. Der Halter muss wissen (wie bei jedem Hund), wie er zu handhaben ist. Er benötigt viel Auslauf und braucht eine dominante, aber gerechte Führung.