FCI-Standard Nr.259 / 20.01.1998/D
JAPANISCHER TERRIER
(Nihon Teria)
ÜBERSETZUNG : Dr.J.-M. Paschoud und Frau R. Binder-Gresly.
URSPRUNG :
Japan.
DATUM
DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES :
05.06.1995.
VERWENDUNG :
Gesellschaftshund.
KLASSIFIKATION
FCI : Gruppe 3 Terrier.
Sektion 2
Niederläufige Terrier.
Ohne
Arbeitsprüfung.
KURZER HISTORISCHER ÜBERBLICK : Diese
Rasse entstand durch Kreuzung glatthaariger, im 17. Jahrhundert
aus Holland in Nagasaki eingeführter Foxterrier mit kleinen Vorsteh-oder einheimischen Hunden. Japanische Terrier wurden in Hafenstädten wie
Kobe und Yokohama hauptsächlich als Schosshunde gehalten.
Der Japanische Terrier hat einen lebhaften und fröhlichen Charakter.
Die planmässige Zucht
begann um das
Jahr 1920, aber
das Erscheinungsbild war in seinem Typus erst 1930 endgültig fixiert.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Kleiner, eleganter und kompakter Hund mit klar gezeichneten Umrisslinien. Das Haar ist
mit ungefähr nur 2 mm Länge sehr kurz.
WICHTIGE MASSVERHÄLTNISSE : Das
Verhältnis Widerristhöhe zu Körperlänge
beträgt 1 : 1.
Der Nasenrücken und der Schädel
sind gleich lang.
VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN) : Der
Japanische Terrier ist flink und hat einen lebhaften Charakter.
KOPF
OBERKOPF :
Schädel :
Flach und mässig schmal.
Stop : Nicht
zu stark ausgebildet.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm :
Schwarz.
Nasenrücken :
Gerade.
Lefzen : Dünn
und straff.
Zähne :
Kräftige, weisse Zähne; Scherengebiss.
Wangen :
Hager, ohne Fülle.
Augen : Mässig gross, von ovaler Form und
dunkler Farbe.
Ohren : Hoch
angesetzt, mässig klein, dünn, V-förmig, hängend und
nach vorne fallend. Gefaltete und seitlich vom Schädel abstehende Ohren sind
jedoch zulässig.
HALS : Mässig lang,
kräftig, gegen die Schultern
zu allmählich dicker werdend;
keine Wamme.
KÖRPER :
Widerrist : Hoch.
Rücken : Kurz
und kräftig.
Lenden und Kruppe :
Leicht gewölbt und kraftvoll.
Brust : Tief,
aber Vorbrust nicht zu breit. Rippen gut
gewölbt.
Bauch : Gut
aufgezogen.
RUTE: Mässig dünn;
nach dem dritten oder
vierten Schwanzwirbel
kupiert.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Schultern : Mässig schräg.
Vorderarm :
Gerade, Knochen nicht zu schwer.
HINTERHAND :
Oberschenkel : Lang.
Kniegelenk
: Mässig gewinkelt.
Sprunggelenk
: Mässig gewinkelt.
Hinterfusswurzel :
Senkrecht.
PFOTEN : Eng aneinanderliegende
Zehen, elastische Ballen; Krallen hart, vorzugsweise von dunkler Farbe.
GANGART : Leichtfüssig
und ungezwungen.
HAARKLEID :
Beschaffenheit des Haares :
Kurz, glatt, dicht und glänzend.
Farbe des Haares :
Dreifarbig mit Kopf schwarz, lohfarben
und weiss;
weiss
mit schwarzen Flecken, schwarze oder
lohfarbene Abzeichen am Körper.
GRÖSSE :
Widerristhöhe für Rüden und
Hündinnen : ungefähr 30 - 33 cm.
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgennanten Punkten muss als
Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte.
·
Geringer Vor-oder
Rückbiss.
·
Zweifarbige Hunde.
AUSSCHLIESSENDE
FEHLER :
·
Langes Haar.
·
Ausgesprochener Vor-
oder Rückbiss.
N.B. : Rüden
sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.
Ahnen dieser Hunde waren glatthaarige Foxterrier, die im 17. Jahrhundert von den Holländern nach Japan eingeführt wurden, und einheimischen Hunde. Eine planmäßige Zucht begann etwa um 1920. Es brauchte etwa 10 Jahre bis sich das Rassebild verfestigt hatte.
Der Japan Chin, ein Hund vom Typ Terrier, wird bis zu 33,5 cm groß und 6 kg schwer, dreifarbig mit Kopf schwarz, lohfarben und weiß, weiß mit schwarzen Flecken. Das Haar ist kurz, glatt, dicht und glänzend. Die Ohren sind hoch angesetzt, mäßig klein, dünn, V-förmig, hängend und nach vorne fallend.
Familienhund, Schoßhund