FCI - Standard Nr.  264 / 24. 06. 1987/  D

 

MASTIFF

 

 


ÜBERSETZUNG  : Frau Isolde Schmidt, Club für Molosser e.V.

 

URSPRUNG : Grossbritannien.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES  : 24. 06. 1987.

 

VERWENDUNG : Schutz- und Wachhund.

 

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 2   Pinscher und Schnauzer-

                                                              Molossoide-Schweizer

                                                              Sennenhunde und andere

                                                              Rassen.

                                          Sektion 2.1 Molossoide, doggenartige

                                                              Hunde.

                                          Ohne Arbeitsprüfung. 

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :  Der Kopf bietet in seinem allgemeinen Umrissen aus jedem Blickwinkel ein quadratisches Erscheinungsbild. Breite ist höchst erwünscht, sie soll im Verhältnis zur Gesamtlänge von Kopf und Vorgesicht 2 : 3 betragen. Der Körper ist massiv, breit, tief, lang und mächtig gebaut und steht auf weit auseinander gestellten, senkrechten Läufen. Die Muskeln zeichnen sich klar ab. Grösse ist sehr erwünscht, wenn sie mit Qualität verbunden ist. Höhe und Substanz sind wichtig, vorausgesetzt, beide Merkmale stehen im Richtigen Verhältnis zueinander. Gross, massiv, kraftvoll, ebenmässig, festgefügtes Gebäude.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Eine Kombination von Erhabenheit und Mut. Ruhig, liebevoll zu seinen Besitzern, aber fähig sie zu beschützen.

 

KOPF :

 

OBERKOPF :

Schädel : Der Schädel ist breit zwischen den Ohren, die Stirn ist eben, aber mit Falten versehen, wenn die Aufmerksamkeit des Hundes erregt wird. Brauen leicht hochgezogen. Schläfen- und Backenmuskulatur gut entwickelt. Der Bogen quer über den Schädel zeigt eine abgeflachte Rundung mit einer Zwischen den Augen liegenden und bis zur halben Sagitalnaht hinausreichende Furche.

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Nase breit, mit – von vorne betrachtet – weit geöffneten Nasenlöcher; im Profil ist die Nase eben (nicht aufgeworfen).

Fang : Der Fang ist kurz, breit unter den Augen, fast gleichbleibend breit bis zur Nasenspitze, stumpf und quadratisch geschnitten. So bildet er mit dem Nasenrücken einen rechten Winkel, enorme Tiefe von der Nasenspitze zum Unterkiefer. Fanglänge im Verhältnis zur Gesamtheit von Schädel und Vorgesicht wie 1 : 3. Fangumfang (gemessen in der Mitte zwischen Augen und Nasenspitze) im Verhältnis zum Kopfumfang (vor den Ohren gemessen) wie 3 : 5.

Lefzen : Lefzen in stumpfem Winkel von der Nasenscheidewand ausgehend, leicht hängend, so dass ein quadratisches Profil entsteht.

Kiefer / Zähne : Unterkiefer breit bis zum Ende. Fangzähne gesund, mächtig und weit auseinanderstehend. Schneidezähne gut aufeinanderstehend (Zangengebiss) oder Vorbiss, jedoch nur so weit, dass die Zähne bei geschlossenem Fang nicht sichtbar sind.

 

 

Augen : Klein, weit auseinander gesetzt, Abstand zwischen den Augen mindestens 2 Augenbreiten. Stop zwischen den Augen deutlich, jedoch nicht zu abrupt. Augenfarbe haselnussbraun, je dunkler, desto besser. Nickhaut nicht sichtbar.

Ohren : Klein, fühlen sich dünn an, weit auseinander am höchsten Punkt zu beiden Seiten des Schädels angesetzt, so dass die Linie quer über den höchsten Punkt des Schädels weitergeführt wird. Flach und dicht an den Wangen anliegend wenn  der Hund entspannt ist.

 

HALS : Leicht gewölbt, mässig lang, sehr muskulös. Umfang etwa 2,5 bis 5 cm weniger als der Umfang des Kopfes, gemessen vor den Ohren.

 

KÖRPER :

Rücken und Lenden : Rücken und Lendenpartie breit und muskulös, flach und sehr breit bei den Hündinnen, leicht gewölbt bei den Rüden.

Lenden :

Kruppe :

Brust : Brust breit, tief und gut zwischen den Vorderläufen gelagert. Rippen gewölbt und gut gerundet. Hinter Rippen tief und weit zu den Hüften zurückreichend. Brustumfang etwa 1/3 mehr als die Schulterhöhe.

Bauch : Flanken äusserst tief.

 

RUTE : Hochangesetzt, bis zu den Sprunggelenken reichend oder ein wenig länger. Breit am Ansatz und zum Ende hin in einer Spitze auslaufend. In Ruhestellung gerade herabhängend und in der Erregung mit nach oben gerichteter Spitze gebogen. Die Rute darf nicht über die Rückenlinie erhoben getragen werden.

 

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND : Läufe gerade, stark und weit auseinandergestellt. Starke Knochen.

Schultern und Oberarm : Schulter und Oberarm leicht schräg. Schwer und muskulös.

Ellenbogen : Ellenbogen parallel zum Körper.

Vordermittelfuss : Gerader Vordermittelfuss.

 

HINTERHAND : Breit und muskulös.

Unterschenkel : Gut entwickelte Unterschenkel.

Hintermittelfuss : Sprunggelenke gut gewinkelt, breit gestellt und im Stand und in der Bewegung gerade.

 

GANGWERK : Kraftvoll, mühelos raumgreifend.

 

HAARKLEID

 

HAAR : Kurz, anliegend, nicht zu fein an Schultern, Hals und Rücken.

 

FARBE : Apricot-braun, silber-braun, rehbraun oder dunkelbraungestromt, auf jeden Fall sollten Fang, Ohren und Nase schwarz und die Augen schwarz umrandet sein, wobei sich das Schwarz zwischen den Augen nach oben ausbreitet.

 

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes.

 

 

 

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.