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Malteser FCIStandard Nr.65 / 06.04.1998 /
D ÜBERSETZUNG: URSPRUNG: PATRONAT: DATUM DER PUBLIKATION
DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES: VERWENDUNG: KLASSIFIKATION FCI: KURZER GESCHICHTLICHER
ABRISS: «
M» her, welches Zuflucht oder Hafen bedeutet; diese semitische Wurzel findet
sich in einer Vielzahl maritimer Ortsbezeichnungen, so z.B. im Namen der
Adriainsel Méléda, in dem der sizilianischen Stadt Melita und eben auch in dem der Insel Malta. Die Vorfahren dieses
kleinen Hundes lebten in den Häfen und Küstenorten des zentralen
Mittelmeeres, wo sie die Mäuse und Ratten bekämpften,
die sich in den Lagerhäusern der Häfen und in den Laderäumen der Schiffe reichlich vermehrten. In seinem
Verzeichnis der zu dieser Zeit bekannten Hunde erwähnt Aristoteles (384322
v.Ch.) auch eine Rasse kleiner Hunde, der er
den lateinisichen Namen « canes
melitenses » gibt. Dieser Hund war im antiken Rom bekannt: der lateinische Dichter Strabon hat ihn im ersten nachchristlichen Jahrhundert
als den Begleiter respektabler Frauen
besungen. Abbildungen des Maltesers aus der Hand zahlreicher Maler der
Renaissance zeigen den kleinen
Hund in den Salons der Epoche an der Seite der schönen Frauen jener Zeit. ALLGEMEINES
ERSCHEINUNGSBILD: Kopf stolz und vornehm. PROPORTIONEN: VERHALTEN CHARAKTER
(WESEN): KOPF: OBERKOPF: Schädel: als die halbe Kopflänge. In sagitaler Richtung ist er von leicht eiförmiger Form. Die
obere Schädelpartie ist flach, der Hinterhauptfortsatz ist wenig ausgeprägt
die Vorsprünge des Stirnbeins und die Augenbrauenbögen sind gut entwickelt; die Stirnfurche ist nicht sichtbar, da
wenig ausgeprägt. Die Schädelseiten sind ein wenig konvex. Stop: GESICHTSSCHÄDEL: Nasenschwamm: Nasenlöcher geöffnet, er ist abgerundet
und unbedingt schwarz pigmentiert. Fang: Die Fanglänge
entspricht 4/11 der Kopflänge; sie ist demnach ein wenig kürzer als dessen
halbe Länge. Der Bereich unterhalb
der Augen ist gut gemeißelt. Seine Tiefe ist um etwas mehr als 20 % geringer
als seine Länge. Die Seiten sind zueinander
parallel, dennoch darf der Fang von vorne betrachtet nicht viereckig erscheinen, da seine
Vorderfront bogenförmig in die Seitenflächen übergeht. Der Nasenrücken ist
gerade mit einer gut ausgeprägten
Furche in seiner mittleren Partie. Lefzen: Von vorne besehen
haben die Oberlefzen an ihrer Verbindungsstelle die Form eines sehr offenen
Bogens. Sie sind in ihrer Tiefe wenig entwickelt,
und der Lippenwinkel ist nicht sichtbar. Die Seitenansicht der Fang nach unten durch den
Unterkieferknochen begrenzt wird. Der Lefzenrand muß
unbedingt schwarz pigmentiert sein. Kiefer: ist in seiner Frontpartie weder
vorstehend noch zurückfliehend. Zähne: Die Zahnbögen passen
perfekt zueinander und schließen als Schere. Die Zähne sind weiß, das Gebiß ist gut entwickelt und
vollständig. Augen: Offen, von lebhaftem,
aufmerksamem Ausdruck; sie sind größer als durchschnittlich; die Lidöffnung
ist nahezu kreisförmig Die
Augenlider haben engen Kontakt mit dem Augapfel, der nie tief liegen darf,
sondern fast bündig mit dem Kopf ganz leicht hervortritt. Die
Augen liegen nach vorne auf fast gleicher Ebene. Von der Seite betrachtet darf die Sklera nicht sichtbar sein; sie sind von der Farbe
dunklen Ockers; die Lidränder sind schwarz. Ohren: abgehoben, hängend getragen und an den
Schädelseiten anliegend. HALS: gebogen. Seine Länge entspricht etwa der
halben Widerristhöhe. Er wird aufrecht getragen und zeigt keine lose Haut. KÖRPER: Obere Profillinie: Widerrist: Rücken: Kruppe: In der Verlängerung
der Rücken Lendenlinie gelegen, ist die Kruppe sehr breit und lang; ihre
Neigung zur Horizontalen beträgt 10°. Brust: übertrifft um 2/3 die Widerristhöhe. Brustbeinpartie
sehr lang. RUTE: Widerristhöhe. Sie formt einen einzigen
großen Bogen, dessen Endpunkt zwischen die Hüftknochen fällt und der die
Kruppe berührt. Eine seitwärts zu einer Rumpfseite
hin gekrümmte Rute wird toleriert. GLIEDMAßEN: VORDERHAND: In ihrer Gesamtheit
betrachtet, liegt die Vorderhand gut am Körper an und die Läufe stehen
senkrecht. Schub: Ihre Länge entspricht
1/3 der Widerristhöhe und sie ist zur Horizontalen um 60° bis 65° geneigt. Im
Verhältnis zur Medianebene des
Rumpfes nähert sie sich der Senkrechten. 0: Länger als die
Schulter, er mißt 40 bis 45 % der Widerristhöhe;
seine Neigung zur Horizontalen beträgt 70°. In den oberen zwei Dritteln schmiegt er sich
gut an den Rumpf an und in seiner Längsrichtung ist er zur Medianebene des
Rumpfes nahezu parallel. Ellenbogen: Unterarm: Er ist kürzer als der Oberarm und mißt 33 % der Widerristhöhe. Die Höhe, gemessen zwischen
Boden und Ellbogenspitze, entspricht ungefähr 55 % der Widerristhöhe. Vorderfußwurzelgelenk: Vordermittelfuß: Vorderpfoten: schwarz oder zumindest von dunkler
Farbe. HINTERHAND: senkrecht vom Sitzbeinhöcker bis zum Boden. Oberschenkel: zur Vertikalen verläuft er von oben nach
unten und von hinten nach vorne etwas geneigt. Seine Länge liegt nahe bei 40
% der Widerristhöhe und seine Breite
unterschreitet die Länge um ein weniges. Unterschenkel: als der Oberschenkel. Sprunggelenk: Hintermittelfuß: Länge entspricht der Sprunggelenkhöhe.
Er steht völlig senkrecht. Hinterpfoten: GANGWERK: HAUT: Rücken. Die Lidränder, die Nickhäute und
die Lefzenränder sind schwarz. HAARKLEID: HAAR: seiner ganzen Länge glatt, ohne Spuren von
Locken oder Kräuselung. Auf dem Rumpf muß seine
Länge die Widerristhöhe übertreffen und schwer auf den Boden
fallen, wie ein gutsitzender Umhang, der sich dem Körper anschmiegt, ohne
sich zu öffnen und ohne Locken oder Flocken zu
bilden. Locken und Flocken sind zulässig an den vorderen Gliedmaßen vom
Ellbogen bis zur Pfote und an den hinteren
Gliedmaßen vom Knie bis zur Pfote. Es gibt keine Unterwolle. Auf dem Kopf ist
das Haar sehr lang, auf dem Nasenrücken so lang, daß es sich mit dem Barthaar vermengt und auf dem Schädel
so lang, daß es hinabreicht, bis es sich mit dem Haar der Ohren vermengt.
Auf der Rute fällt das Haar nur zu einer Rumpfseite, d.h. auf die Flanke und den Schenkel und es ist so lang, daß es bis zum Sprunggelenk reicht. FARBE: Reines Weiß; eine
blasse Elfenbeintönung ist zulässig. Spuren einer blassen
Orangetönung, die den Eindruck von verschmutzten Haaren hervorruft, werden
toleriert, sind aber unerwünscht und
stellen eine Unvollkommenheit dar. GRÖSSE UND GEWICHT: Widerristhöhe:
Rüden: 21 bis 25 cm. Hündinnen: 20 bis 23
cm. Gewicht Von 3
bis 4 kg. FEHLER: Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte. 9 Beiseitiges
Schielen. 9 Rumpf
länger als 43 % der Widerristhöhe. SCHWERE FEHLER: Deutlich
gewölbter Nasenrücken. Ausgeprägter
Vorbiss, wenn dadurch das Aussehen des Fanges entstellt wird. Grösse der Rüden über 26 cm oder unter 19
cm; Grösse der Hündinnen über 25 cm und unter
18 cm. AUSSCHLIESSENDE
FEHLER: Ausgeprägte
Divergenz oder Konvergenz der Begrenzungslinien von Schädel und Fang. Völlige Depigmentierung des Nasenschwammes oder Nasenschwamm von
anderer Farbe als schwarz. Rückbiss.
Glasauge. Völlige Depigmentierung der Lider. Schwanzlosigkeit,
angeborene oder artifiziell erzeugte kurze Rute. Gekräuseltes
Haar. Jede andere
Farbe als Weiss, mit Ausnahme der blassen
Elfenbeintönung. o Verschiedenfarbige
Flecken, ohne Rücksicht auf deren Ausdehnung. N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. |