FCI - Standard Nr.  227/ 16. 04. 2004 /  D

 

LHASA APSO

 

 

ÜBERSETZUNG  : Int. Klub f. Tibetanische Hunderassen.

 

URSPRUNG : Tibet.

 

PATRONAT : Grobbritannien.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES  : 24.03.2004.

 

VERWENDUNG : Begleithund.

 

KLASSIFIKATION FCI:Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde.

                                         Sektion 5  Tibetanische Hunderassen.

                                         Ohne Arbeitsprüfung.

 

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Gut ausgewogen, robust, üppig behaart.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Lebhaft und anmabend. Wachsam, ausgeglichen, Fremden gegenüber allerdings etwas zurückhaltend.

 

KOPF : Üppiges Kopfhaar, das gut nach vorne über die Augen fällt; gut ausgebildeter Bart und Backenbart.

 

OBERKOPF

Schädel : Mässig schmal, ab Augenbereich nach hinten allmählich abfallend, nicht ganz flach, aber auch nicht gewölbt, kein Apfelkopf.

Stop : Mittelmässig.

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Schwarz.

Fang : ungefähr 4 cm lang, aber nicht quadratisch; der Abstand von der Nasenspitze bis zu den Augen entspricht ungefähr einem Drittel der gesamten Länge von der Nasenspitze zum hinteren Schädelende.

 

 

Nasenrücken : Gerade.

Kiefer / Zähne : Die obere Schneidezahnreihe soll knapp hinter die untere Schneidezahnreihe beiben, d.h. eine umgekehrte Schere bilden. Die Schneidezahnreihen sollen Linien bilden, die so breit und so gerade wie nur möglich sind. Vollzahnigkeit ist erwünscht.

Augen : Dunkel, mittelgrob, nach vorne gerichtet eingesetzt, oval, weder grob oder voll, noch klein und tiefgebettet; es darf weder im oberen noch im unteren Augenbereich Weib sichtbar sein.

Ohren : Hängend, stark behaart.

 

HALS : Kräftig und gut gebogen.

 

KÖRPER : Die Länge von der Schulterblattspitze bis zum Sitzbeinhöcker ist grösser als die Höhe am Widerrist. Gut ausgewogen und kompakt.

Rücken : Gerade Oberlinie.

Lendenpartie : Stark.

Brust : Rippen reichen gut zurück.

 

RUTE : Hoch angesetzt, gut über dem Rücken aber nicht wie ein « Topfhenkel » getragen. Oft am Rutenende mit einem Knick; reich behaart.

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND : Vorderläufe gerade und üppig behaart.

Schultern : Gut schräg zurückgelagert.

 

HINTERHAND : Gut entwickelt und bemuskelt. Gut gewinkelt. Üppig behaart.

Hintermittelfub : Von hinten gesehen parallel und nicht zu nah bei-einander stehend.

 

PFOTEN : Runde Katzenpfoten mit festen Ballen; gut behaart.

 

 

GANGWERK : Frei und flott.

 

HAARKLEID

 

HAAR : Langes Deckhaar, schwer, gerade und hart, nicht wollig oder seidig. Mittelmäbig viel Unterwolle.

 

FARBE: Gold, sandfarben, honigfarben, dunkel-grizzle, schieferfarben, rauchgrau, zweifarbig, schwarz, weib oder braun. Alle Farben sind gleichermaben erlaubt.

 

GRÖSSE : Idealgröbe : 25,4 cm Schulterhöhe für Rüden, Hündinnen etwas kleiner.

 

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und deren Einfluß hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes.

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Allgemein:
Der Lhasa-Apso (Lhasaterrier) ist eine seit etwa 2000 Jahren in Tibet bekannte Hunderasse. Sie wurde von Lamas in Klöstern gezüchtet und galt als "Botschafter des Friedens und Glücks". Man nannte sie auch Löwenhunde wegen ihres löwenähnlichen Fells, Lhasa-Apsos galten als Reinkarnation der Lamas, die zum "orientalischen Paradies der Glückseligkeit" keinen Zugang hatten, es waren "heilige Hunde", die die Schätze der Buddhas bewachten. Der Name Lhasa-Apso setzt sich zusammen aus dem Namen der tibetischen Hauptstadt Lhasa ("Platz der Götter") und dem Begriff "Apso", der sich aus "Rapso" ableitet, was tibetisch eine Art zottig-langhaarige Bergziege bedeutet.

1922 brachten sie Forschungsreisende nach Europa und 1934 bekamen sie einen Zuchtstandard.

Charakter:
Lebhaft und anmabend. Wachsam, ausgeglichen, Fremden gegenüber allerdings etwas zurückhaltend.

Haltung:
Auch für Stadtwohnungen geeignet. Er geht gerne spazieren und spielt gerne.

Pflege:
Die Pflege des Hundes ist sehr aufwändig. Durch die Zucht ist die Körperbehaarung mittlerweile so lang, dass sie über den Boden schleift und so sehr stark verschmutzt. Spaziergänge durch Wald und Wiese sind tabu, wenn man Wert auf ein ausstellunsgemäßes Äußeres legt.