|
KROATISCHER SCHÄFERHUND
(Hrvatski Ovcar)

FCI-Standard Nr. 277 /
18.06.1996 / D
ÜBERSETZUNG:
Frau Michèle Schneider.
URSPRUNG:
Kroatische Republik.
DATUM DER PUBLIKATION
DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES:
23.06.1969.
VERWENDUNG:
Obwohl besonders
sein Hüteinstinkt entwickelt ist, kann er auch gut als Wachhund verwendet
werden.
KLASSIFIKATION FC1:
Gruppe 1 Hütehund und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde).
Sektion 1 Schäferhunde.
Ohne
Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES
ERSCHEINUNGSBILD:
Die Größe des kroatischen Schäferhundes liegt an der unteren Grenze mittelgroßer
Hunde. Seine Grundfarbe
ist schwarz; kurzes Haar am Kopf und an den
Gliedmaßen ist ein charakteristisches Rassemerkmal.
VERHALTEN / CHARAKTER
(WESEN):
Lebhaft, aufmerksam, genügsam und leicht auszubilden.
WICHTIGE PROPORTIONEN:
Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe um etwa 10 & so dass die
Körpersilhouette eher rechteckig ist.
KOPF:
OBERKOPF:
Allgemeines:
Der keilförmige Kopf ist verhältnismäßig leicht; die Fanglänge steht zur
Schädellänge im Verhältnis 9: 11; die gesamte
Kopflänge beträgt etwa 20 cm.
Schädel:
Er geht schmaler werdend in den Fang über; die Augenbrauenbogen sind nicht
sehr entwickelt; die Wangen sind
gerundet; insgesamt gesehen ist der Kopf
aber trocken; die Stirnfurche ist nicht betont; von oben gesehen ist der
Schädel oval; der Hinterhauptkamm kann
betont sein.
Stopp:
Wenig ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm:
Er ist immer schwarz, und er tritt nicht über den Vorderrand des Fangs
hervor.
Fang:
Er ist trocken; der Nasenrücken ist im Profil gerade und setzt den
Oberschädel in Form eines Keils fort; der
Unterkiefer steht in gutem Verhältnis zum
Fang, so dass dieser weder zu spitz noch stumpf erscheint.
Zähne:
Gut entwickelte Zähne mit Scherenschluss; Zangenschluss ist zulässig, jedoch
unerwünscht; vollständiges Gebiss.
Lefzen:
Sie sind dünn, straff und elastisch mit gut geschlossenem Lippenwinkel; die
sichtbare Schleimhaut der Lippen ist schwarz.
Augen:
Kastanienbraun bis schwarz; mittelgroß; mandelförmig; mit lebhaftem Ausdruck;
die Achse der Lidöffnung steht
nicht schräg; die gut anliegenden Lider sind
dunkel pigmentiert.
Ohren:
Dreieckig; halb oder ganz aufgerichtet; mittellang und etwas seitlich
angesetzt; das aufrechte Ohr ist erwünscht; das
Kupieren ist nicht gestattet.
HALS:
Im Verhältnis zur Rückenlinie steht der Hals schräg; seine obere und untere
Linie verlaufen gerade; er ist mäßig lang,
breit, muskulös, gut, aber nicht zu stark
gerundet; die Haut ist faltenlos und buschig behaart.
KÖRPER:
Widerrist:
Tritt nicht hervor; der Übergang von der Halsregion zum Rücken erfolgt
allmählich und kaum wahrnehmbar.
Rücken:
Kurz, muskulös.
Lendenregion:
Kurz und gut bemuskelt.
Kruppe:
Mittellang, leicht schräg, gut bemuskelt und von
bemerkenswerter Breite.
Brust:
Mittellang, recht breit und tief mit gewölbten Rippen; Vorbrust nicht sehr
betont; ihr Profil geht in die untere Halslinie
über.
Bauch:
Leicht aufgezogen; ausgefüllte, feste Flanken.
RUTE:
Mäßig hoch angesetzt; ihre Behaarung ist lang und buschig; in der
Ruhestellung wird sie tief oder auf Höhe der
Rückenlinie getragen; beim aufmerksamen Hund
wird sie über der Rückenlinie getragen; Welpen können ohne
Rute geboren werden oder man kupiert sie so,
dass sie beim erwachsenen Hund nicht länger als 4 cm ist.
GLIEDMAßEN:
VORDERHAND:
Die vorderen Gliedmaßen sind gerade und, von vorne betrachtet, parallel; die
Winkelung der Gelenke ist ziemlich offen,
was eine eher steile Stellung bewirkt;
die Gliedmaßen sind mittellang; die Schulter ist wenig geneigt, mittellang
und gut
bemuskelt; der Oberarm ist verhältnismäßig kurz; der
Unterarm ist lang und muskulös; leichter Knochenbau.Die
Vorderfußwurzel ist trocken und tritt
kaum hervor; der Vordermittelfuß steht nicht völlig senkrecht; die
Vorderpfoten
sind klein und von leicht länglicher
Form; die Zehen sind eng aneinanderliegend, die Krallen schwarz oder grau,
die
Ballen fest.
HINTERHAND:
Die Gelenke der hinteren Gliedmaßen haben ziemlich offene Winkel; von hinten
betrachtet sind die Gliedmaßen parallel;
der Unterschenkel ist eher lang und das
Sprunggelenk ist tief angesetzt; der mäßig breite Schenkel ist muskulös; das
Sprunggelenk ist trocken, gut entwickelt und
zeigt einen mäßig offenen Winkel. Die Hinterpfoten gleichen den vorderen,
sind jedoch länglicher. Afterkrallen sollen
entfernt werden.
GANGWERK:
Die bevorzugte Gangart ist der Trab; er ist mäßig raumgreifend.
HAARKLEID:BESCHAFFENHEIT
DES HAARES:
Auf dem Rücken ist
das Haar 7- 14 cm lang; der Gesichtsteil des Kopfes ist stets mit kurzem Haar
bedeckt; an der
Außenseite der Ohren ist das Haar kurz
und auf ihrer Innenseite ist es länger; die Hinterseite der Vorderläufe trägt
bis
zur Fußwurzel langes Haar (Fransen); die
hinteren Gliedmaßen sind bis zum Sprunggelenk behost
(befranst). Das Haar
ist verhältnismäßig weich, gewellt oder
sogar gelockt; es darf nie wollig sein. Die Unterwolle muss buschig sein.
HAARFARBE:
Die Grundfarbe ist schwarz; gewisse weiße Abzeichen sind erlaubt; an Kopf,
Körper und Rute sind weiße Abzeichen
nicht erlaubt, sie sind es aber unter der
Kehle, an und unter der Brust; weiße Abzeichen auf Zehen oder Pfoten sind
zulässig, aber unerwünscht. Weiße Stiefel
verschlechtern die Formwertnote.
GRÖßE:
Die Körpergröße bei Rüden und Hündinnen schwankt zwischen 40 und 50 cm.
FEHLER:
Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in
genauem Verhältnis zum
Grad der Abweichung stehen sollte.
- Jede andere
Nasenschwammpigmentierung als schwarz.
- Fehlen von mehr als
zwei PM1.
- Vor - oder Rückbiss.
- Helle Augen oder Albinos.
- Hängeohren.
- Völlig wolliges oder zu langes Haar.
- Langes Gesichtshaar.
- Weiße Abzeichen an Kopf, Körper oder Rute
- Größe über 50 cm und unter 40 cm.
N.B.:
Die Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die
sich vollständig im Hodensack befinden.
|