Kleiner Münsterländer

 

 

Erst 1957 wurde der Standard der Rasse ” Kleine Münsterländer Vorstehhunde” überarbeitet und bei der F.C.I. 1964

angemeldet. Dort wurde er 1968 anerkannt. 1973 erfolgte eine Änderung. Die letzte und endgültige Fassung stammt

aus dem Jahre 1987.

 

Der Standart wird unter der Nr.: 102c geführt.

Standart des Kleine Münsterländer Vorstehhundes wie bei der F.C.I. hinterlegt und genehmigt.

Ursprung:

Deutschland.

Verwendung:

Gruppe 7   Vorstehhunde.                

                 Mit Arbeitsprüfung.

 

1. Größe: 

Schulterhöhe:

Rüden: 52 bis 56 cm.

Hündinnen: 50 bis 54 cm.

Zulässige Größenabweichung ± 2 cm (Meßtoleranz).

2. Farbe: 

Braun – weiß, Braunschimmel, lohfarbene Abzeichen an Fang und Auge gestattet. (Jungklaus´sche  Abzeichen).

3. Kopf:

Edel, trocken, leicht gewölbt, nicht zu breiter Oberkopf mit kleinem Stopp. Der Kopfausdruck gehört zum Typ.

4. Fang:

Kräftig, lang und gerade; kurze, gut aufeinander liegende Lefzen; Nasenschwamm braun, helle Flecken auf dem

Nasenschwamm sind unerwünscht.

5. Behang:

Breit, hoch angesetzt, fest anliegend, nach unten spitz zulaufend, nicht zu weit über den Lefzenrand hinausragend.

 Kurzhaariger, glatter Behang ist fehlerhaft.

 

6. Auge:

Möglichst dunkelbraun. Augenlider fest am Augapfel anliegend und die Bindehaut bedeckend. Entropium/Ektropium

und Vogelauge sind fehlerhaft.

7. Rumpf:

Brust:

Tief und geräumig, nicht tonnenförmig.

Hals:

Mittellang.

Nacken:

Muskulös und leicht geschwungen.

Rücken:

Fest, mittellang, mit breiter, fester Nierenpartie.

Leib:

Wenig aufgezogen.

Haut:

Straff anliegend.

8. Haar:

Schlicht, dicht, mittellang und wenig gewellt, fest anliegend.

9. Läufe:

Vorderläufe gerade, befedert; Hinterläufe gut gewinkelt, behost.

10. Pfoten:

Rund, gewölbt, geschlossen. Zuviel Behaarung ist unerwünscht.

11. Rute:

Mittellang, mit langer Fahne, gerade getragen, im letzten Drittel darf sie leicht nach oben gekrümmt sein.

12. Gesamteindruck:

Bei viel Adel und Eleganz kräftig.

N.B.:

Rüden müssen zwei sichtlich normale, gut im Skrotum liegende Hoden aufweisen.

Der Standart des Kleinen Münsterländers legt nicht nur Körperformen und Aussehen fest, es steckt der tiefere Sinn

 dahinter, daß mit der Einhaltung dieses Standards auch die Gewähr für die Arbeitstüchtigkeit gegeben ist. Daß er in

Wasser, Wald und Feld, bei Sturm, Regen, Schnee und allen sonstigen Wetterbedingungen leistungsfähig und gesund

 bleibt, immer seinen Aufgaben im vielseitigen Jagdbetrieb gewachsen ist.

Zum Schluß ein nachdenkenswertes Wort von Dr. med. Dr. phil Friedrich Jungklaus, einem Mann, der sein ganzes

 Leben dem Kleinen Münsterländer Vorstehhund gewidmet hat und letzthin die Grundlage für den heutigen Standard

des Kleinen Münsterländers gelegt hat.

”Der Hund, besonders der Jagdhund, verdankt sein Wesen nicht Satzungen, Reglements und Beschlüssen, sondern

 dem Geist der Geschichte, der nach dem Dichterwort am sausenden Webstuhl der Zeit schafft, um der Gottheit

lebendiges Kleid zu weben.”