FCI - Standard Nr. 318 / 16. 06. 1999 / D
K I S H U
ÜBERSETZUNG : Dr. J.-M. Paschoud
und Frau Ruth Binder-Gresly.
URSPRUNG : Japan.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 20. 12. 1994.
VERWENDUNG : Jagd- und Begleithund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze
und Hunde vom Urtyp.
Sektion 5 Asiatische
Spitze und
verwandte
Rassen.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Diese
Rasse stammt von mittelgrossen Hunden ab, welche
früher in Japan lebten. Sie wurde in den bergigen Gegenden von Kishu (Präfektur Wakayama und Mie) ansässig. Früher zeigte das Haarkleid dieser Hunde oft
Abzeichen in auffallenden Farben wie Rot oder Sesam sowie auch Stromung. Seit 1934 jedoch sind für diese Rasse nur
einfarbige Hunde zulässig, womit seit 1945 diese auffallenden farbigen
Abzeichen verschwunden und seither nicht mehr aufgetreten sind. Zur Zeit ist auch ein weisses
Haarkleid bei dieser Rasse anzutreffen. Diese Hunde werden heute vornehmlich
zur Jagd auf Wildschwein verwendet; früher jedoch jagten sie auch Rotwild. Diese
Rasse erhielt den Namen der Gegend, aus der sie stammte. Im Jahre 1934 wurde
die Rasse zu einem « Denkmal der Natur » erwählt.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Mittelgrosser,
eben-mässig proportionierter Hund mit gut
entwickelter Muskulatur. Er hat aufrecht getragene Ohren und eine eingerollte
oder sichelförmige Rute. Der Körperbau ist kräftig und kompakt bei guter
Knochenstärke.
WICHTIGE PROPORTION : Das
Verhältnis von Widerristhöhe zu Körperlänge beträgt 10 : 11.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Bemerksenswert ausdauernd, von natürlicher Wesensart, dabei
edel und würdevoll. Im Temperament treu, fügsam und sehr aufgeweckt.
KOPF
OBERKOPF :
Schädel :
Stirne breit.
Stop :
Ziemlich schroff, mit schwach ausgeprägter Stirnfurche.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nase :
Nasenschwamm schwarz; bei Hunden mit weissem Fell ist
eine fleischfarbene Nase zulässig. Nasenrücken gerade.
Fang : Recht
dick, keilförmig, gegen die Nasenspitze zu sich allmählich verjüngend.
Lefzen : Straff
anliegend.
Kiefer / Zähne :
Kräftiges Scherengebiss.
Backen :
Relativ gut ausgebildet.
Augen : Verhältnismässig klein, beinahe dreieckig, gut auseinander-liegend, von dunkelbrauner Farbe.
Ohren : Klein,
dreieckig, leicht nach vorne geneigt und straff aufrecht getragen.
HALS : Kräftig und muskulös.
KÖRPER :
Widerrist :
Hoch.
Rücken :
Gerade und kurz.
Lenden :
Breit und muskulös.
Brust : Tief,
Rippen mässig gewölbt.
Bauch : Gut
aufgezogen.
RUTE : Hoch
angesetzt, dick, kräftig gerollt oder sichelförmig gebogen über dem Rücken
getragen. Die Spitze der Rute soll ungefähr bis zu den Sprunggelenken reichen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Schultern : Mässig schräg mit gut entwickelter Muskulatur. Das
Schultergelenk ist mässig gewinkelt.
Ellenbogen : Dicht
am Körper anliegen.
Unterarm :
Gerade.
Vordermittelfub :
Leicht schräg.
HINTERHAND :
Oberschenkel
: Lang.
Unterschenkel :
Kurz.
Sprunggelenk :
Kräftig und widerstandsfähig.
PFOTEN : Zehen
gut gewölbt und eng aneinander liegend; Ballen dick und elastisch; Krallen hart
und vorzugsweise von dunkler Farbe.
GANGWERK : Leichtfüssig und
elastisch.
HAARKLEID
HAAR :
Deckhaar hart und gerade; Unterwolle weich und dicht. An den Backen und an der
Rute ist das Haar relativ lang.
FARBE : Weiss, rot oder Sesam (rot-falbfarbene Haare mit schwarzen
Spitzen).
GRÖSSE :
Widerristhöhe :
Rüden 52 cm.
Hündinnen 46
cm.
Eine Abweichung von +/- 3 cm
wird toleriert.
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
·
Mangelndes Geschlechtsgepräge.
·
Langes Haar.
AUSSCHLIESSENDE
FEHLER :
·
Sehr ausgesprägter Vor-
oder Rückbiss.
·
Nicht aufrecht
getragene Ohren.
·
Hängend getragene,
kurze Rute.
·
Scheuheit.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.