(Jämthund)

Zeichnung von M.Davidson
ÜBERSETZUNG : Dr.
J.-M. Paschoud und Frau R.Binder.
URSPRUNG : Schweden.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 25. 03. 2003.
VERWENDUNG : Jagdhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze
und Hunde vom Urtyp.
Sektion
2 Nordische Jagdhunde.
Arbeitsprüfung nur für
nordische Länder
(Schweden, Norwegen, Finnland).
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Der
schwedische Elchhund (Jämthund)
ist erst im Jahre 1946 als Rasse anerkannt worden. Nichtsdestoweniger handelt
es sich um eine sehr alte Hunderasse, die bereits bekannt ist, seitdem der
Norden Schwedens bevölkert ist. Der Grund für diese späte Anerkennung liegt
darin, dass der kleinere norwegische Elchhund und der
Jämthund für ein- und dieselbe Rasse beurteilt
wurden. Diese Ansicht erwies sich schliesslich als
nicht haltbar. - Der Jämthund wird hauptsächlich zur Jagd
auf den Elch verwendet, aber er ist, besonders früher, auch zur Jagd auf den
Bären und den Luchs eingesetzt worden. Deshalb muss dieser Hund besonders
kräftig und ausdauernd sein.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Der Jämthund ist ein grosser,
rechteckig gebauter, sauber umrissener und kräftiger Spitz. Er ist gut
gewachsen, aber zugleich beweglich und von guter Statur. Der Körper darf nicht
den Eindruck von Länge vermitteln, noch darf er zu schwer sein.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Mutig und energisch, aber
auch beherrscht und ruhig.
KOPF : Sauber
umrissen und länglich, verhältnismässig breit
zwischen den Ohren.
OBERKOPF :
Schädel : Leicht
gewölbt.
Stop :
Deutlich, aber nicht zu ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL :
Fang : Die
Länge des Fangs, gemessen vom Stop zur Nase, ist etwas kürzer als die Distanz
vom Stop zum Hinterhauptstachel. Der Fang verjüngt sich allmählich gegen die
Nase zu. Von oben und von der Seite gesehen darf er nicht spitz sein, sondern
stumpf. Der Nasenrücken ist gerade, breit und kräftig, mit breitem
Nasenschwamm.
Lippen : Eng
anliegend.
Kiefer / Zähne :
Scherengebiss.
Backen :
Trocken.
Augen : Ihre
Form ist leicht oval und ihre Farbe braun. Der Ausdruck ist aufgeweckt, aber
ruhig.
Ohren : Hoch
angesetzt, perfekt aufgerichtet spitz zulaufend, mit gefühlsbetonter
Beweglichkeit, etwas länger als ihre Breite am Ansatz. Die Innenseite des Ohres
ist gut mit Haar bewachsen.
HALS : Lang,
klar umrissen, stark mit guter Aufrichtung.
KÖRPER :
Kraftvoll und sauber umrissen; seine Länge übertrifft leicht die Widerristhöhe.
Rücken : Gerade
und vom Widerrist zur Kruppe hin leicht abfallend.
Lenden : Breit
und gut entwickelt.
Kruppe : Breit
und nur wenig abfallend.
Brust : Gut
tief, mit gut gewölbten Rippen.
Untere Profillinie und Bauch : Der
Bauch ist leicht aufgezogen.
RUTE : Hoch
angesetzt, von mittlerer Länge und gleichmässiger
Stärke, eingerollt, aber nicht zu eng über oder nah am Rücken getragen. Die
Behaarung ist dicht, aber ohne Fransen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Schultern :
Schulterblatt lang, gut schräg nach hinten geneigt.
Ellenbogen : Gut an
der Brust anliegend.
Unterarm :
Gerade, trocken, von kräftiger Knochenstruktur.
Vorderpfoten :
Kräftig, leicht oval, gerade nach vorn gerichtet; Zehen eng aneinanderliegend.
HINTERHAND :
Allgemeines : Von
hinten gesehen sind die Hinterläufe parallel.
Knie : Gut
gewinkelt.
Sprunggelenk : Gut
gewinkelt.
Hintermitterpfoten : Wie
Vorderpfoten.
GANGWERK : Die
Bewegung ist voller Kraft, frei und raumgreifend. Im Trab konvergieren die
Läufe in Richtung der Mittellinie (single tracking).
HAARKLEID
HAAR : Das
Deckhaar ist ziemlich eng anliegend, aber nicht flach. Die Unterwolle ist kurz,
weich, von heller Farbe, vorzugsweise crèmefarben.
Die Behaarung an Kopf und an den Vorderseiten der Läufe kurz. Länger an Hals,
Brust, Rute und der Rückseite der Vorderläufe und den Schenkeln.
FARBE :
Helleres oder dunkleres Grau.Charakteristische
Abzeichen : hellgrau oder crèmefarben seitlich am
Fang, an den Backen, an der Kehle, an der Brust, am Bauch, an den Läufen und
unter der Rute.
GRÖSSE :
Widerristhöhe : Grösse
für Rüden : 57-65 cm. Ideal: 61 cm
Grösse für Hündinnen : 52-60 cm Ideal:
56 cm
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
·
Gelbe Augen.
·
Verdrehte Rute.
·
Verrußte crèmefarbene
Abzeichen.
·
Zu kurze Behaarung.
·
Dünne Knochen.
·
Kurze Rute.
·
Gerade getragene Rute.
SCHWERE FEHLER:
·
Gewölbte Stirn.
·
Deutliche Backenbildung.
·
Spitz zulaufender Fang.
·
Fehlende Zähne, ausgenommen P1
·
Quadratische Körperform
·
Schwaches Gebäude
·
Schwer lymphatisches
Gebäude
·
Durchgetretene Pfoten
·
Durchgehender, gut abgegrenzter, weisser Streifen von der Kehle bis hinunter zur Spitze des Sternums, sogenannte „Kravatte“.
·
Ungenügende Winkelung der Hinterhand.
·
Dünne, peitschenähnliche Rute.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
·
Aggressiv oder deutlich scheu.
·
Widerristhöhe anders als im Standard festgelegt.
·
Vor- oder Rückbiss
·
Hängeohren
·
Fehlen der charakteristischen crèmefarbenen
Abzeichen.
Hunde, die
deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen
disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.