FCI-Standard N° 124/ 31. 08. 2001
/D
(Irish
Water Spaniel)

ÜBERSETZUNG: Elke Peper.
URSPRUNG: Irland.
DATUM DER PUBLIKATION DES
GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 13.
03. 2001
VERWENDUNG: Der Irische Wasserspaniel ist so anpassungsfähig,
daß er sich für die meisten Arten der jagdlichen Arbeit vor und nach dem Schuß
eignet; er jagt, steht oft vor und apportiert bereitwillig aus dichtem
Gestrüpp. Der Körperbau und die Veranlagung der Rasse haben ihn traditionell
zum bevorzugten Helfer bei der Jagd auf Federwild werden lassen.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 8 Apportier-, Stöber- und Wasserhunde.
Sektion 3 Wasserhunde.
Mit Arbeitsprüfung.
KURZER HISTORISCHER ABRISS: Der genaue Ursprung dieser Rasse liegt im
Dunkeln. Nach allgemeiner Auffassung entwickelten sich Wasserspaniel aus
Hunden, die aus Persien stammten und über Spanien nach Irland gelangt waren.
Der erste Hinweis in Irland auf „Wasserhunde, die Wasservögel verfolgen“
datiert aus dem Jahr 1600; daher wissen wir, daß sogar schon vor der Einführung der
Schrotflinte in Irland Hunde mit wasserabstoßendem Haarkleid zum Einsatz kamen.
Es gibt keinerlei schlüssige Hinweise auf die Vorfahren des Irischen
Wasserspaniels bis auf jenes einzigartige Rassemerkmal – seinen Rattenschwanz. Dieses Merkmal finden
wir bei keiner anderen ihm ähnlichen Rasse, und so ist es sehr wahrscheinlich, daß der moderne Irische Wasserspaniel auf ureigene einheimische Vorfahren
zurückgeht. Das Aussehen dieser Rute führte zu den Bezeichnungen
„Peitschenrute“ und „Rattenschwanz“.
Jedenfalls wurden die Nachkommen dieser Hunde anerkannt und errangen im
Ausstellungsring in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereits große Erfolge.
Im Jahre 1890 wurde der Irish Water
Spaniel Club gegründet, um die Rasse systematisch zu fördern.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Elegant mit aufrechter Haltung, kräftig gebaut,
kompakt und gedrungen.
VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN): Stolz; er zeigt große Intelligenz und
Ausdauer verbunden mit von kühnem,
forschem Eifer geprägtem Temperament, enormer Kondition und Ergebenheit. Ein
guter Familienhund mit Sinn für Humor, aber mißtrauisch
gegenüber Fremden.
KOPF: Von guter Größe.
OBERKOPF:
Schädel: Von guter Größe,
hochgewölbt; bietet durch gute Länge und Breite genügend Raum für das Gehirn.
Der Haarschopf sollte aus langen, losen Locken bestehen und zwischen den Augen
in einer deutlichen Spitze auslaufen, er sollte sich nicht perückenartig gerade
von einer Seite zur anderen erstrecken.
Stop: Sanft ansteigend.
GESICHTSSCHÄDEL:
Vorgesicht: Vollkommen glatt.
Das Haar wächst in einem schmalen Streifen und bildet am hinteren Teil des
Unterkiefers einen Bart.
Nasenschwamm: Groß, gut
entwickelt, dunkelleberfarben.
Fang: Lang, kräftig, eher
quadratisch aussehend.
Gebiß: Kräftig und regelmäßig, Scherengebiß.
Augen: Vergleichsweise klein,
mandelförmig, dunkel-bernsteinfarben oder dunkelhaselnußbraun,
mit sehr intelligentem Ausdruck.
Ohren: Sehr langes,
lappenförmiges Ohrleder. Tief angesetzt, recht dicht an den Backen
herabhängend, von langen, gedrehten Haarlocken bedeckt.
HALS: Mäßig lang, kräftig und gewölbt (damit der Kopf
deutlich oberhalb der Rückenlinie getragen werden kann) mit kräftigem Übergang
zu den Schultern.
KÖRPER: Von guter Größe und insgesamt so proportioniert, daß er tonnenförmig wirkt, was durch die Rippenwölbung noch
betont wird; rundum kräftig und gut bemuskelt.
Rücken: kurz, breit, gerade,
mit starker Verbindung zur Hinterhand.
Lende: Tief und breit.
Brust: Tief, aber zwischen
den Vorderläufen nicht zu breit oder gerundet, dennoch mit guter Rippenwölbung
und großem Umfang hinter der Schulterpartie. Weit nach hinten reichender
Rippenkorb.
RUTE: Glatt, kräftig und dick am Ansatz (wo sie auf einer
Länge von 7,5 bis 10 cm - 3 bis 4 inches - mit kurzen
Haarlocken bedeckt ist), sie verjüngt sich allmählich und endet in einer feinen
Spitze. Sie sollte in ihrer Länge nicht bis zum Sprunggelenk reichen und gerade
etwa in Höhe der Rückenlinie getragen werden.
GLIEDMASSEN:
VORDERHAND:
Schultern: Sehr kräftig,
schräg gelagert.
Vorderläufe: Gerade, mit
guter Knochenstärke, der Unterarm steht am Ellenbogen senkrecht unter der Schulterblattspitze.
HINTERHAND: Sehr kraftvoll.
Kniegelenke: Gut gewinkelt.
Sprunggelenke: Tief
angesetzt.
PFOTEN: Groß, etwas rundlich
und breitflächig, sowohl auf als auch zwischen den Zehen gut von Haar
bewachsen, jedoch ohne übermäßige Befederung.
GANGWERK/BEWEGUNG: In der Bewegung zeigt sich als rassetypische
Besonderheit ein Rollen, das durch den
tonnenförmigen Brustkorb bedingt ist.
HAARKLEID:
HAAR: Dichte, feste, krause
Ringellöckchen ohne jegliche Wolligkeit, aber auf natürliche Weise fettig. Der
Nacken und die Halsseiten sollten mit Haarlocken wie am Körper bewachsen sein;
die Kehle sollte von einem V-förmigen Flecken glatten Haars vom Ansatz des
Unterkiefers bis hinunter zum Brustbein bedeckt sein. Die Vorderläufe sind
rundherum mit Locken reich befedert, die an der Vorderseite kürzer sind.
Unterhalb der Sprunggelenke müssen die Hinterläufe vorn glatt, hinten jedoch
bis hinunter zu den Pfoten befedert sein.
FARBE: Sehr satte,
dunkelbraunrote Leberfarbe; Weiß an der Brust ist zu beanstanden.
GRÖSSE: Rüden
53 bis 59 cm (21 bis 23 inches)
Hündinnen 51 bis 56 cm (20 bis 22 inches).
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in
genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
• Weiß an der Brust.
• Blasse Haarfarbe.
• Helle Augen.
• Wolliges Haar.
• Befederung an der Vorderseite des Hintermittelfußes.
• Fehlende Befederung an der Vorderseite der Vorderläufe.
• Spreizpfoten.
• Befederung an der Rute.
• Befederung am Vorgesicht.
• Weiß an den Pfoten.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden haben, die sich vollständig im Hodensack befinden.