FCI - Standard Nr. 308 /  19. 12. 2001  /  D

 

 

HOLLÄNDISCHER SMOUSHUND

(Hollandse Smoushond)

 

 

 


ÜBERSETZUNG  : Von Dr. Paschoud überarbeitet.

         Von H.S.C. (Hollandse Smoushond Club)

         präzisiert.

 

URSPRUNG : Niederlande.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES  : 25. 08. 2001.

 

VERWENDUNG : Begleithund.

 

KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 2  Pinscher und Schnauzer,

                                                           Molosser und Schweizer

                                                           Sennenhunde.

                                           Sektion 1   Pinscher und Schnauzer.

                                           Ohne Arbeitsprüfung.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Rauhhaarig, lebhaft, von quadratischem Körperbau.  Die Hündinnen dürfen etwas länger sein als die Rüden.  Kräftig bemuskelt, um Wagen und Pferde folgen zu können oder um als Rattenfänger im Stall zu dienen.  Früher wurde der Smous «  der Herren Stall- oder Kutscherhund » genannt.  Insofern darf seine Erscheinung weder grob noch plump sein.

 

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN) : Anhänglich, fröhlich, freundlich, frei, weder nervös noch ängstlich ; er ist kein Kläffer und kein Ausreisser.  Der Smous soll ein angenehmer, leicht zu haltender Familienhund sein.

 

KOPF : Der Kopf ist eines der auffälligsten Merkmale dieser Rasse.  Von oben gesehen ist er breit und kurz.

 

OBERKOPF :

Schädel : Leicht gewölbt.  Stirn leicht gerundet.

Stop : Deutlich ausgeprägt.

 

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nase : Breit und schwarz.

Fang : Kräftig, mit starken, ziemlich kurzen Kiefern ( Proportionen : 2/3 der Länge vom Hinterhauptstachel bis zum Stop, 1/3 vom Stop bis zur Nasenspitze).

Lefzen : Fein, straff und schwarz.

Kiefer / Zähne : Vorzugsweise kräftiges, vollzahniges Scherengebiss, wobei die Zähne des Oberkiefers ohne Zwischenraum vor denen des Unterkiefers schliessen.  Ein Zangengebiss oder ein nur leichter Vorbiss (Prognathismus inferior) sind zulässig.

Augen : Auch die Augen sind für die Rasse typisch.  Der Ausdruck ist lebhaft und freundlich.  Die Augen sind dunkel, groß, rund, weder vorstehend noch tiefliegend.  Lidränder schwarz.  Wimpern dunkel und gut entwickelt.

Ohren : Hoch angesetzt, fallen sie flach an den Wangen  anliegend nach vorne; sie sind klein, dünn, dreieckig, mit leicht  abgerundeten Enden. Wenn die Aufmerksamkeit erregt wird, werden die Ohrspitzen ein wenig nach vorne gegen die Wangen gedrückt.

 

HALS : Eher kurz und gut bemuskelt.

 

KÖRPER : Muss den Eindruck von Robustheit widerspiegeln. Grobheit oder Feinheit sollten missbilligt werden.

Rücken : Gerade, breit, muskulös.

Lenden : Leicht gewölbt.

Kruppe : Gut bemuskelt.

Brust : Breit, nicht übermässig tief, mit gut gewölbten Rippen.

Bauch : Nur geringfügig aufgezogen.

 

RUTE : Unkupiert, oder um ein Drittel der normalen Länge gekürzt.  Wenn sie unkupiert ist, sollte die Rute eher kurz sein und fröhlich, jedoch nicht über den Rücken gerollt getragen werden.

 

 

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND : Gerade, nicht zu eng gestellt, jedoch gut unterstellt.  Kräftige, ovale Knochen.

Schultern : Mässig schräg gestellt, entsprechend der mässigen Winkelung der Vorder-und Hinterhand.

 

 

HINTERHAND : Mässig gewinkelt, kräftig, muskulös.

Sprunggelenke: Tief angesetzt.

Pfoten : Klein, rund und gut aufgeknöchelt ( Katzenpfoten) ; Zehen kräftig ; Krallen schwarz.

 

HAARKLEID

 

HAAR : Ein sehr wichtiges Merkmal :

·       a) Am Körper  ist das Haar rauh, drahtig, hart, gerade und dennoch zerzaust aussehend, 4-7 cm lang, weder lockig oder gewellt noch von wollener Beschaffenheit.  Die Neigung zu verfilzen ist ein schwerer Fehler.  Entsprechende Unterwolle, um den Hund vor der Unbill des Wetters zu schützen.  Ein Scheitel auf dem Rücken ist ein Zeichen für zu langes und zu weiches Haar und fehlende Unterwolle.

·       b) An den Gliedmassen  ist das Haar von mittlerer Länge, nicht zu dicht und nach rückwärts gerichtet, womit es eine leichte Befederung vortäuscht.  Fehler : Dichtes, wolliges Haar über die ganzen Läufe. Insgesamt umschliessendes Haarkleid, das die Umrisslinien verbirgt.

·       c) An der Rute  ist das Haar buschig, ohne Fransen.

·       d) Der Kopf  ist mit dem gleichen drahtigen Haar wie am Körper bedeckt, allerdings, zumindest auf dem Schädel und an den Ohren etwas kürzer.  Langes Haar an den Wangen, den Augenbrauen, dem Backen-und Kinnbart.  Das Haar an den Brauen darf geringfügig über die Augen nach vorne fallen, wobei diese nicht bedeckt werden oder die Sicht beeinträchtigt wird.

Ein Haarschopf auf dem Kopf ist ebenso ein Fehler, wie ein Scheitel auf dem Fang.  An den Ohren ist das Haar kürzer als am Körper.

 

FARBE : Einfarbig gelb in allen Schattierungen, vorzugsweise dunkles Strohgelb.  Ohren, Backen-und Kinnbart sowie Augenbrauen dürfen dunkler sein als das Haar am übrigen Körper.  Jede andere Farbe als Gelb  in seinen verschiedenen Schattierungen ist nicht erlaubt.

 

GRÖSSE UND GEWICHT : 

Widerristhöhe      zwischen       35 und  42 cm

Rüden                                       37   -    42 cm,

Hündinnen                                35   -    40 cm.

Gewicht : 9-10 kg.

 

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.