FCI - Standard Nr. 261 / 16. 06. 1999 / D
HOKKAIDO
ÜBERSETZUNG : Dr.J.-M. Paschoud und Frau R.Binder-Gresly.
URSPRUNG : Japan.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 20. 12. 1994.
VERWENDUNG : Jagd- und Begleithund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze
und Hunde vom Urtyp.
Sektion 5 Asiatische
Spitze und
verwandte
Rassen.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Man
nimmt an, diese Rasse stamme von mittelgrossen
japanischen Hunden ab, welche in der Kamakura-Aera
(um das Jahr 1140) Auswanderer von Honshu (Haupt- insel
von Japan) nach Hokkaido begleitet haben; zu dieser Zeit nämlich entwickelte
sich der Verkehr zwischen Hokkaido und dem Distrikt Tohoku
sehr stark. Als im Jahre 1937 diese Rasse zu einem « Denkmal der
Natur » erklärt wurde, übernahm sie den Namen ihres Ursprungsgebietes. Sie
trägt auch den Namen « Ainu-ken », da die Ainu, die Ureinwohner von Hokkaido, diese Hunde zur Jagd
auf Bären und anderes Wild züchteten. Die robuste Natur des Hokkaido befähigt
ihn, eisige Kälte und dichten Schneefall zu ertragen. Er reagiert
situationsgerecht und ist sehr widerstandsfähig.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Mittelgrosser,
ebenmässig proportionierter, kräftiger gebauter Hund
mit robustem Knochenbau und ausgesprochenem Geschlechtsgepräge. Muskeln stark
entwickelt und sauber in ihren Linien.
WICHTIGE PROPORTIONEN :
·
Das Verhältnis von Widerristhöhe zu Körperlänge
beträgt 10 zu 11.
·
Das Verhältnis von Länge des Schädels zur Länge
des Nasenrückens beträgt 3 : 2.
·
Die Länge des Schädels entspricht seiner Breite
auf der Höhe der Wangen und beträgt ein Viertel der Widerristhöhe.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :
Bemerkenswert ausdauernd, von natürlicher Wesensart und vornehm in seinem
Verhalten. Im Temperament treu, fügsam, sehr aufgeweckt und mutig.
KOPF
OBERKOPF :
Schädel und Stirne : Breit
und leicht flach.
Stop :
Schwach ausgeprägt, dennoch sichtbar.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nase :
Nasenschwamm schwarz; bei Hunden mit weissem Fell ist
eine fleischfarbene Nase zulässig.
Fang :
Keilförmig. Nasenrücken gerade.
Lefzen : Straff
anliegend, mit schwarzen Lippenrändern.
Kiefer / Zähne :
Kräftiges Scherengebiss.
Backen : Gut
entwickelt.
Augen : Verhältnismässig klein, beinahe dreieckig, gut
auseinander- liegend, von dunkelbrauner
Farbe.
Ohren : Klein,
dreieckig, leicht nach vorne geneigt und straff aufrecht getragen.
HALS :
Kräftig und muskulös, ohne lose Kehlhaut.
KÖRPER :
Widerrist :
Hoch.
Rücken :
Gerade und kräftig.
Lenden : Mässig breit und muskulös.
Kruppe :
Angemessen abfallend.
Brust :
Vorbrust gut entwickelt. Brust tief und mässig breit;
Rippen gut gewölbt.
Bauch : Gut
aufgezogen.
RUTE : Hoch
angesetzt, dick, kräftig gerollt oder sichelförmig gebogen über dem Rücken
getragen. Die Spitze der Rute soll beinahe bis zu den Sprunggelenken reichen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Schultern : Mässig schräg.
Unterarm :
Gerade, trockenen.
Vordermittelfub :
Leicht schräg.
HINTERHAND :
Kräftig.
Sprunggelenke :
Robust, angemessen kräftig.
PFOTEN : Zehen
gut gewölbt und eng aneinander liegend; Ballen dick und elastisch; Krallen
hart, von schwarzer oder dunkler Farbe.
GANGWERK : Flink, lebhaft, leichtfüssig
und elastisch.
HAARKLEID
HAAR :
Deckhaar hart und gerade, Unterwolle weich und dicht. An der Rute ist das Haar
relativ lang und abstehend.
FARBE : Sesam
(rot-falbfarbene Haare mit schwarzen Spitzen), gestromt,
rot, schwarz, schwarzloh, weiss.
GRÖSSE :
Widerristhöhe :
Rüden 48,5 - 51,5 cm.
Hündinnen 45,5
- 48,5 cm.
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
·
Mangelndes Geschlechtsgepräge.
·
Leichter Vor-
oder Rückbiss.
AUSSCHLIESSENDE
FEHLER :
·
Sehr ausgeprägter Vor- oder Rückbiss.
·
Nicht aufrecht
getragene Ohren.
·
Hängend getragene oder kurze Rute.
·
Scheuheit.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.
Eine blau-schwarze Zunge darf
nicht als Fehler angesehen werden.