FCI - Standard Nr. 17 / 12. 05. 2004
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ÜBERSETZUNG : Michele Chauliac.
URSPRUNG : Frankreich.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 24. 03. 2004.
VERWENDUNG :
Laufhund hauptsächlich für die Wildschweinjagd eingesetzt, allgemein in der
Meute, aber auch einzeln.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6 Laufhund, und verwandte
Rassen.
Sektion 1.2 Mittelgroße Laufhunde.
Mit Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Der Griffon Nivernais stammt ab von
den chiens Gris de Saint
Louis, von den chien segusiens
und wurde eingesetzt von den Galliern. Dieser Hund war 200 Jahre lang in großer
Mode, bis zur Epoche LOUIS XI, wurde als königliche Meute aufgegeben, durch
FRANCOIS d.1ten da er weiße Hunde bevorzugte. Bis zur französischen Revolution
hatten ein paar Liebhaber die Rasse erhalten, die bis dahin schon ausgestorben
schien Einjahrhundert später wurde er „chien de pays“ genannt und wieder kreiert durch ein paar Hunde aus
der Wiege der Rasse.
Jahrhunderts wurde mit dem Blut
der Rasse Vendeen, Fox-hound
und Otterhound die heutige Rasse kreiert. 1925 wurde der Club gegründet.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : „Krausebart“, ausgeprägter
Typ, robust, sehr rustikal und struppig. Bemuskelte,
trockene Gliedmassen. Eher für Ausdauer – als schnelle Arbeit geeignet; von
etwas traurigem Aussehen, aber nicht ängstlich.
WICHTIGE PROPORTIONEN : Die
Körperlänge (Schulterblatt – Sitzbein) ist etwas mehr als die Widerristhöhe.
Der Schädel und Fang sind von gleicher Länge.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :
KOPF
OBERKOPF : Sehr
trocken, leicht ohne klein zu sein, ein bisschen lang ohne Übertreibung.
Schädellinie und Fang parallel.
Schädel : Fast
flach, von mittlerer Breite, begrenzt an den Seiten durch den leicht betonten
Jochbogen. Hinterhauptstachel nur durch
anfassen erkennbar.
Stop : Leicht
betont, erscheint mehr betont, weil das Fell sich aufrichtet, ohne
Übertreibung.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm :
Schwarz, sehr sichtbar.
Fang : Von
gleicher Länge wie der Schädel, nicht sehr breit an seinem Ende, konvergente
Seitenlinie ohne einen spitzen Fang zu ergeben. Ein bisschen Bart am Kinn.
Lefzen : Wenig
entwickelt, leicht den unteren Kiefer bedeckend, versteckt durch einen guten
Schnurrbart, gut pigmentiert.
Kiefer / Zähne : Kiefer
von robuster Erscheinung, normal entwickelt. Scherengebiss, manchmal als
Zangengebiss. Schneidezähne gerade. Komplettes Gebiss (die PM1 werden nicht in
Betracht gezogen).
Augen :
Vorzugsweise dunkel. Lebhafter und durchdringender Blick. Augenbrauen betont
ohne die Augen zu bedecken. Nickhaut nicht sichtbar. Gut pigmentierte
Augenlider.
Ohren :
Mittlerer Ansatz (ungefähr 3 cm breit) auf die Höhe der oberen Augenlinie,
hängend, weich, eher dünn, von mittlerer Breite, am Ende leicht nach innen
gedreht, ziemlich behaart, halb lang, erreicht den Anfang des Nasenschwamm.
HALS : Eher
leicht, trocken und ohne Wamme.
KÖRPER :
Obere Profillinie :
Gerade vom Widerrist zur Lende.
Widerrist : Sehr
leicht betont von der Rückenlinie, schmal durch die engen Schulterblätter. Fügt
sich harmonisch mit dem Hals.
Rücken : Solide
und ziemlich lang, eher schmal und fest, gut bemuskelt, auch wenn sie nicht
sichtbar sind.
Lenden :
Solide, sehr leicht rund.
Kruppe :
Knorrig, leicht schräg mit trockenem Muskel.
Brust : Wenn
möglich bis zum Ellenbogen herabreichend. Wenig entwickelt in der Breite. Lang,
verbreitert sich bis hin zu den letzten Rippen.
Rippen: Die
Ersten sind etwas flach, die Letzten etwas runder.
Flanken: Voll
ohne Übertreibung.
Untere Profillinie und Bauch : Leicht
erhöht nach hinten aber nicht windhundartig.
RUTE : Etwas
hoch angesetzt, nicht sehr lang. In der Mitte gut behaart. In der Ruhe leicht
unter der horizontalen getragen; in der Bewegung als Säbel getragen, sie kann
sich am Ende auf den Rücken krümmen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Allgemeines : Gut
im Lot. Allgemein und in der Ruhestellung, von der Seite gesehen erscheinen die
Gliedmassen etwas hinter der Vertikalen (unter ihn von vorne).
Schultern : Leicht
schräg, trocken, gut an der Brust anliegend.
Ellenbogen : Am
Körper anliegend.
Unterarm : Durch
das Fell erscheint er kräftig, er ist in Wirklichkeit eher trocken als dick und
gerade.
Vordermittelfuss : Eher
kurz und leicht schräg.
HINTERHAND :
Allgemeines : Von
der Seite gesehen leicht unter sich. Von hinten, eine vertikale Linie von dem
Sitzbein durch die Hinterfußwurzel teilt in der Mitte den Hintermittelfuß.
Oberschenkel : Eher
flach.
Fußwurzel:
Herabreichend. Von der Seite gesehen ist sehr Winkel leicht geschlossen.
Hintermittelfuss :
Leicht nach vorn (leicht unter ihn von hinten).
PFOTEN: Ovale,
etwas lang mit kräftigen und engen Zehen, Hasenpfote, gut pigmentiert an den
Nägeln und an den Ballen.
GANGWERK : Weich
und leicht (nicht abgehackt und nicht hüpfend). Raumgreifend.
HAUT : Weich
und straff, gut anliegend am ganzen Körper, ziemlich dick, pigmentiert.
Schwarze Flecken am Körper, Lefzen gut pigmentiert. Keine Wamme.
HAARKLEID
HAAR : Lang, struppig, durcheinander, ziemlich
kräftig und trocken (auf alle Fälle nicht wollartig oder kraus). Bauch und
Innenschenkel dürfen nicht haarlos sein. Die Augenbrauen gut betont bedecken
das Auge nicht. Ein bisschen Bart am Kinn und behaarte Ohren.
FARBE :
Immer gewolkt, das heißt, dass die Fellspitzen immer
dunkler als der Fellansatz ist (rußig). Die Falbfarbe kann mehr oder weniger
dunkel sein aber nie orange. Die gewolkte Spitze kann
bläulich sein. Das mehr oder weniger rußig lässt das Haarkleid mehr oder
weniger hell oder dunkel erscheinen. Mehr oder weniger weiße Haare werden
geduldet und ergeben eine Nuance von hellgrau bis dunkelgrau oder
wildschweingrau.
Auf die Höhe der Augenbrauen,
der Wange, an der Brust, am Ende der Gliedmassen, unter der Rute, sind oft
Falbfarbmarkierungen. Bei den Welpen ist diese Markierung sehr sichtbar
erlischt oft im Alter.
Das Haarkleid ist
charakteristisch durch die Grundfarbe, durch die Verbreitung der Wolkung mit den möglichen einzelnen weißen Haaren. Man
beschreibt zum Beispiel „falb leicht gewolkt“
(Hasenfell), „sandgewolkt“ (wolfsgrau) und der „falbgewolkt mit blau“ (graublau). An der Brust ist ein
weißer Fleck geduldet.
GRÖSSE :
Widerristhöhe :
Rüden : von 55 bis 62 cm.
Hündinnen: von
53 bis 60 cm.
FEHLER : Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
·
Aggressiv
oder ängstlich.
·
Mangel
an Typ.
·
Vor-
oder Rückbiss.
·
Verschiedenfarbige
Auge – anders farbig.
·
Knotenrute.
·
Völlig
schwarzes Haarkleid (fehlen von falbgewolkten
Haaren), goldig oder orange, dreifarbige mit leuchtender Farbe und mit
eindeutiger Abgrenzung. Weiße Abzeichen an den Extremitäten.
·
Viele
Depigmentierung (Nasenschwamm, Augenlider, Lefzen,
Analbereich, Vulva, Hodensack).
·
Größe
außerhalb des Standard.
·
Behinderung
durch Erbfehler, die man korrigieren kann. Anatomische Missbildung.
·
Afterkrallen
außer in den Ländern, wo es per Gesetzt verboten ist sie zu entfernent.
Hunde, die
deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen
disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei
offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im
Hodensack befinden.
Dieser geänderte Standard wird
ab September 2004 in Kraft treten.