FCI - Standard Nr.  159 /   22. 07. 1997  /  D

 

ENGLISCHER FOXHOUND

(English Foxhound)

 


ÜBERSETZUNG  : Dr. J.-M.Paschoud und Frau R.Binder.

 

URSPRUNG : Grossbritannien.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES  : 22. 07. 1997.

 

VERWENDUNG : Meutehund für die berittene Jagd.

 

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6      Laufhunde, Schweisshunde

                                                              und verwandte Rassen.

                                          Sektion 1.1               Grosse Laufhunde.

                                          Mit Arbeitsprüfung.

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Der englische Foxhound wird seit mehr als zweihundert Jahren auf Grund sorgfältig ausgewählter Blutlinien gezüchtet; das Zuchtbuch der Masters (=Waidwerkmeister) der englischen Foxhound-Vereinigung (Masters of Foxhounds) wurde schon vor 1800 eröffnet; es ist für jeden Besitzer eines Foxhound leicht, die Ahnen seines Hundes weit zurück zu verfolgen. Die Zucht des Foxhound in England stand immer und steht heute noch in Händen der Masters of Foxhounds, die seit jeher das Zuchtgeschehen sehr sorgfältig registriert haben. Der englische Kennel Club hat kürzlich einen Interim-Standard für den Foxhound publiziert. Die FCI hat die Rasse im Jahre 1964 anerkannt. In England existierten seinerzeit an die 250 Meuten Foxhounds.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Gut ausgewogener, kraftvoller Hund mit sauber gezeichneten Umrisslinien.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Voller Kraft und Ausdauer, von Natur aus zur Jagd begabt; freundlich, nicht aggressiv.

 

KOPF : Gut proportioniert.

 

OBERKOPF :

Schädel : Flach, von mittlerer Breite.

Stop : Wenig ausgeprägt.

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Grosse Nasenlöcher.

Fang : Lang und quadratisch.

Lippen :  Mässig ausgebildet.

Kiefer / Zähne : Kräftige Kiefer mit einem tadellosen, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, d.h. die Schneidezähne des Oberkiefers greifen unmittelbar über die Schneidezähne des Unterkiefers, wobei die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Augen : Von mittlerer Grösse, haselnussfarben oder braun; Ausdruck lebhaft.

Behang : Hoch angesetzte, gut dem Kopf entlang fallende Hängeohren.

 

HALS : Lang, leicht gewölbt, stark entwickelt, aber ohne jede Derbheit.

 

KÖRPER :

Rücken : Breit und horizontal.

Lenden : Kräftig.

Brust : Tief, Rippen gut gewölbt.

 

RUTE : Gut hoch angesetzt; sie wird "fröhlich" (aufrecht gerichtet) getragen, aber nie über den Rücken gerollt.

 

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND : Die Vorderläufe sind lang und gerade. Starkknochig bis hinunter zu den Pfoten.

Schultern : Gut schräg nach hinten gelagert, muskulös, ohne überladen zu sein.

Vordermittelfuss : Kräftig.

 

HINTERHAND : Die Hinterläufe sind kraftvoll bemuskelt. Starkknochig bis hinunter zu den Pfoten.

Kniegelenk : Gut gewinkelt.

Sprunggelenke : Gut tief angesetzt.

 

PFOTEN : Rund, kräftig mit eng aneinanderliegenden Zehen; Ballen gut entwickelt. Krallen kräftig. Afterkrallen nach Wahl.

 

GANGWERK : Bewegung frei und unermüdlich, mit Fähigkeit zum Galoppieren. Guter Schub aus der Hinterhand, ohne die geringste Tendenz zu rollender Bewegung.

 

HAARKLEID

 

HAAR : Kurz und dicht; gegen schlechte Witterung widerstandsfähig.

 

FARBE : Alle anerkannten Laufhundefarben und Abzeichen.

 

GRÖSSE :

Widerristhöhe : Ca. 58 - 64 cm (23 - 25 ins.)

 

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes.

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.