English Bulldog

 

 

Standard No. 149

 

Englische Rasse:
Von der F.C.I. Generalversammlung angenommen am 24. Juni 1987 in Jerusalem.

Übersetzung:
Imelda Angehrn.

Überarbeitet:
Von Harry G.A. Hinckeldeyn.

 

Allgemeine Erscheinung:
Kurzhaarig, untersetzt, eher tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt. Massiver Kopf, im Verhältnis zum

 Körper ziemlich groß. Kein Merkmal darf derart dominieren, daß die Ausgewogenheit insgesamt gestört ist, oder der

Hund verformt oder in seiner Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt erscheint, Gesicht kurz, Fang breit, stumpf und nach

oben gerichtet. Körper kurz, gut zusammengefügt, Gliedmaßen stämmig, gut bemuskelt und von starker Kondition,

Hinterhand hoch und kräftig, aber im Vergleich zur schweren Vorderhand etwas leichter. Hündinnen nicht so großrahmig

und stark entwickelt wie Rüden.

Charakteristika:
Vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität.

Wesen:
Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, unerschrocken, grimmiges Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.

Kopf und Schädel:
Im Umfang groß, sollte (vor den Ohren gemessen) ungefähr der Schulterhöhe des Hundes entsprechen. Von vorne gesehen

 erscheint der Kopf vom Kinn bis zum Scheitel sehr lang, auch sehr breit und kantig. Sich neben den Augen ausdehnende,

gut gerundete Augenbrauen. Von der Seite gesehen erscheint der Kopf vom Hinterkopf bis zur Nasenspitze sehr hoch und

 kurz. Stirnpartie flach, lose Hautfalten auf und um den Kopf, die aber zu stark ausgebildet noch das Gesicht überlappen

 dürfen. Stirnknochen ausgedehnt, breit, quadratisch und hoch; tiefe und breite Einbuchtung zwischen den Augen.

Vom Stop verläuft bis zur Mitte des Scheitels eine breite und tiefe Stirnfurche die bis zum Hinterhauptbein fühlbar ist.

Gesicht vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze kurz, mit Hautfalten. Fang kurz, breit, aufwärts gebogen

 und vom Augenwinkel bis zum Lefzenwinkel sehr tief. Nase und Nasenlöcher groß, breit und schwarz, keinesfalls leberfarben,

 rot oder braun. Nasenspitze in Richtung der Augen zurückgesetzt. Und vom inneren Augenwinkel (oder von der

Mitte des Stops) bis zur Nasenspitze ist länger als jener von der Nasenspitze zum Rand der Unterlippe. Nasenlöcher groß

 und weit geöffnet mit einer deutlichen, senkrechten, geraden Linie dazwischen. Lefzen sind breit, hängend und sehr tief,

den Unterkiefer seitlich vollständig überlappend, aber von vorne; dort müssen sie bis zur Unterlippe reichen und vollständig

die Zahnreihe bedecken. Kiefer breit. massiv und kantig, Unterkiefer vorne beträchtlich länger als der Oberkiefer und

aufgebogen, Von vorne gesehen müssen die verschiedenen Partien des Gesichtes beidseits einer gedachten Mittellinie

gleichmäßig ausgewogen erscheinen.

Augen:
Von vorne gesehen tief unten im Schädel eingesetzt, gut entfernt von den Ohren. Augen und Stop in einer geraden Linie

in rechten Winkeln zur Stirnfurche. Weit auseinander eingesetzt, jedoch die äußeren Augenwinkel noch innerhalb der

Backenaußenlinie liegend. Ihre Form rund, mäßig groß, weder eingesunken noch hervorstehend, Augenfarbe sehr dunkel 

nahezu schwarz. Sie dürfen kein Weiß zeigen, wenn der Hund geradeaus schaut.

Ohren:
Hoch angesetzt, so daß der Vorderrand von beiden Ohren von vorne gesehen die Fortsetzung der Außenlinie des Oberkopfes

 an seinem höchsten Punkt bildet. Sie sollen möglichst weit auseinander, möglichst hoch über den Augen und möglichst weit

 von diesen entfernt sein. Klein und dünn. "Rosenohren" sind korrekt, d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und

 zurückgelegt, der obere oder vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der Ohrmuschel ist teilweise

 sichtbar.

Gebiß:
Kiefer breit und kantig, die sechs kleinen Schneidezähne in gerader Linie zwischen den Fangzähnen, welche weit auseinander

 stehen, Zähne groß und kräftig, bei geschlossenem Fang nicht sichtbar. Von vorne gesehen steht der Unterkiefer direkt und

 parallel unter dem Oberkiefer.

Hals:
Von mäßiger Länge (eher kurz als lang), sehr dick, tief und kräftig. Gut gewölbte Nackenlinie, mit viel losen, dicken

Hautfalten im Bereich der Kehle, beidseitig vom Unterkiefer bis zur Brust eine Wamme bildend.

Vorderhand:
Schultern breit, schräg liegend und tief, sehr kraftvoll und muskulös, geben den Anschein, als wären sie seitlich des Körpers

 befestigt, Brustkorb geräumig, rund und sehr tief vom oberen Schulterrand bis zum untersten Punkt des Brustbeines.

Gut zwischen die Vorderläufe heruntergelassen. Brustkorb groß im Durchmesser, hinter den Vorderläufen rund (nicht

 flachrippig sondern gut gerundete Rippen). Vorderläufe sehr stämmig und stark, gut entwickelt, weit auseinander stehend,

 dick, muskulös und gerade. Die äußere Linie erscheint eher gewölbt. aber die Knochen sind stark und gerade, nicht krumm

oder gebogen; im Verhältnis zu den Hinterläufen kurz, aber nicht so kurz, daß dadurch der Rücken lang erscheint oder die

 Aktivität des Hundes darunter leidet und er verkrüppelt wirkt. Ellbogen tief angesetzt, deutlich vom Rippenkorb abstehend.

Vordermittelfuß kurz, gerade und kräftig.

Rumpf:
Halsbereich breit, in der Lendenpartie vergleichsweise schmäler. Unmittelbar hinter den Schultern ist der Rücken geringfügig

 eingesenkt (tiefste Stelle), von da an steigt die Wirbelsäule bis zu den Lenden an ( wobei der oberste Punkt der Lendenpartie

 höher liegt als bei der Schulter), danach fällt die Rückenlinie einen Bogen bildend  zur Rute hin steiler (genannt "roachback"),

 ein für diese Rasse charakteristisches Merkmal. Körper bis nach hinten gut aufgerippt, Bauch aufgezogen und nicht hängend.

Hinterhand:
Hinterläufe starkknochig und muskolös, vergleichsweise länger als die Vorderläufe, wodurch die Lendenpartie erhöht wird.

Sprunggelenke leicht gewinkelt, Läufe lang und muskulös, von der Lende bis zum Sprunggelenk, der Hintermittelfuß kurz.

Pfoten:
Vorderpfoten, gerade und ganz wenig auswärts gestellt, von mittlerer Größe und mäßig rund. Hinterpfoten rund und

 kompakt, Zehen kompakt und dick, gut voneinander getrennt, gut aufgeknöchelt.

Rute:
Tief angesetzt, an der Wurzel ziemlich gerade heraustretend und dann nach unten gebogen. Rund, glatthaarig und ohne

Fransen oder grobe Behaarung. Mäßig lang eher kurz als lang dick am Ansatz, sich schnell zu einer feinen Spitze verjüngend.

 Abwärts gerichtet getragen (ohne aufwärts gebogenes Rutenende) und nie über der Rückenlinie.

Gangart/Bewegung:
Vornehmlich schwer und gebunden, scheint mit kurzen, schnellen Schritten auf den Zehenspitzen zu gehen, hebt die

Hinterläufe nicht hoch vom Boden, was aussieht, als ob sie über den Boden gleiten würden, beim Laufen werden die

 Schultern abwechselnd etwas vorgeschoben.

Haarkleid:
Von feiner Struktur, kurz, dicht und glatt (hart nur infolge der Kürze und Dichte, jedoch niemals borstig).

Farben:
Einfarbig oder einfarbig mit schwarzer Maske (Smuts), Farbige (die immer leuchtend und rein in ihrer Farbe sein sollen)

nämlich: Gestromte, Rote in allen Schattierungen wie: rehbraun, falb, fahl u.s.w., Weiße und Gescheckte (d.h. weiß in

Kombination mit jeder der obengenannten Farben). "Dudley" (d.h. mit brauner oder leberfarbenen Nase), schwarz und

schwarz mit braun höchst unerwünscht.

Größe – Gewicht:
Rüden: 25 kg (55 Ibs).
Hündinnen: 22,7 kg (50 lbs).

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem

Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.