Deutscher Wachtelhund

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Geschichte:

Bereits im 18. Jh. existierten dem Deutscher Wachtelhund ähnliche Stöberhunde, von denen Karl von Heppe in seinem Werk "Aufrichtiger Lehrprinz" (1751) schreibt: "Hühnerhunde, an einigen Orten Wachtelhunde genannt, sind wohlgesetzte Mittelhunde, hoch und nieder, glatt- und kraushaarig, meistens getigert oder sonst wohl gezeichnet, sehr gutgängig, von guter Nase und von Ruten gleich denen des Pudels …" Ende des 19. Jh. begannen deutsche Jäger, die noch vereinzelt erhaltenen Exemplare dieser alten Stöberer ausfindig zu machen. Sie schufen einen vielseitigen, sehr passionierten Waldgebrauchshund, der fährtensicher ist, aber auch als Schweißhund, Verlorenbringer, Wasserhund und Buschierer hervorragendes leistet. Seine Raubzeugschärfe ist sehr gut, er ist auch ein zuverlässiger Würger. Diese Hunde gehören nur in Jägerhand.

Rassebeschreibung:

Starkknochiger, mittelgroßer Stöberhund mit langem, lockigem Behang. Der Kopf ist trocken, der Oberschädel leicht gewölbt mit schwachem Hinterhauptbein und leicht ansteigendem Stirnabsatz. Schädel und Fang sind etwa gleich lang. Das kräftige Gebiss schließt als Schere. Die in allen Brauntönen gefärbten, gut geschlossenen Augen, groß und ausdrucksvoll, dürfen weder vorspringend noch tiefliegend sein. Die dicht und lang, leicht lockig behaarten Ohren sind hoch und breit angesetzt und hängen flach und ohne Drehung dicht hinter den Augen herab. Der im Nacken besonders kräftig bemuskelte Hals geht in den langgestreckten Rumpf über, der mäßig abfallenden Kruppe schließt sich die hoch angesetzte, nie steil erhobene, mäßig gestutzte Rute (bei Hunden im Jagdeinsatz gestattet die deutsche Gesetzgebung ausnahmsweise das Kupieren) an, die gut befedert ist. Das Haar ist kräftig, glänzend und leicht gewellt, am Hals, Nacken und den Behängen lockig. Kopf und Fang sind kurz und dicht behaart, die Läufe, Keulen und Rute sind befedert. Der Deutsche Wachtelhund kommt in den Farben braun (oft mit weißen Abzeichen an der Brust und den Zehen), weiß mit braunen Platten und Tupfen (braunschimmel, blauschimmel) oder in drei Farben als Mantel oder Platten (Schimmel mit roten oder gelben Abzeichen und rotschimmel) vor.


Charakteristika

Deutscher Wachtelhund

FCI-Nomenklatur

FCI-Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde; Sektion 2 Stöberhunde; FCI-Standard-Nummer 104

Herkunftsland:

Deutschland

Größe:

mittelgroß

Höhe und Gewicht:

45 - 52 cm bei 20 - 30 kg

Pflege:

tägliche Fellpflege durch Bürsten und Kämmen

Wesen:

aktiv, arbeitsfreudig, raubzeugscharf, energisch

Gebrauchstüchtigkeit:

Jagdhund, braucht viel Bewegung

Lebenserwartung:

13 - 14 Jahre