|
|
DEUTSCHE BRACKE STANDARD: DEUTSCHE BRACKE: Von den früher
zahlreichen Brackenrassen ist in Deutschland nur
die Westfälische Bracke erhalten geblieben. Ihr bedeutendster Lokalschlag war die
dreifarbige Sauerländer Holzbracke. Durch Verschmelzung dieses Schlages mit örtlichen Steinbracken entstand ein Einheitstyp, der seit 1900 als
"Deutsche Bracke" bezeichnet wird. 1. ALLGEMEINE
ERSCHEINUNG: Die eines leichten,
hochstehende eleganten, doch kräftig gebauten Jagdhundes mit edlem,
verhältnismäßig leichtem Kopf, gutem Behang und gut getragener, jedoch
für die edle Gesamterscheinung des Hundes auffallend dicker Rute; leicht aufgezogener
Leib, Schulterhöhe 40-53 cm. Geringe Überschreitung dieses Maßes ist
zulässig. 2. KOPF: Leicht, trocken,
langgestreckt; Oberkopf leicht gewölbt, Hinterhauptbein tritt hervor, aber
sehr wenig-, Stirnabsatz äußerst gering,
Nasenrücken sehr leicht gewölbt, Lippen mäßig überfallend, Mundfalte klein.
Von vorn erscheint der Kopf schmal und langgestreckt, der Oberkopf
nur wenig breiter als die ganz schwach in den Fang verlaufend nicht scharf hervortretende Backenpartie. Die
Kopflänge beträgt bei mittelgroßen Hunden etwa 21 cm, Fang bis zwischen die Augen etwa 9 cm, Behang lang (etwa 14
cm) und breit (etwa 9 cm); gut anliegend, unten abgerundet. Der Nasenspiegel hat
einen hellen, fast fleischfarbenen Streif über der Mitte, während die
Nasenflügel mehr oder weniger dunkel
pigmentiert sind. Auge dunkel, klar, mit
freundlichem Ausdruck. 3. HALS: Mäßig lang und
ziemlich stark im Verhältnis zum Kopf 4. GEBIß: Äußerst kräftig und
regelmäßig. Die Schneidezähne sind aufeinanderstehend, oder die Innenseite
der oberen Schneidezähne berührt reibend die Außenseite
der unteren. Die Fangzähne sind besonders stark entwickelt. 5. RÜCKEN: Leicht gewölbt, Kruppe
leicht abgeschlagen. 6. RUTE: Lang, an der Wurzel
nicht auffällig stark -, zum Schutz gegen das Anschlagen an Stämme und Äste
buschig lang behaart, deshalb
verhältnismäßig dick, jedoch in eine Spitze verlaufend, etwas bürstig. Die Rute wird hängend oder in sanftem Bogen nach
oben getragen. 7. VORDERLÄUFE: Hoch, sehr gut
gebildet, trocken, feinknochig und sehnig; Schulter trocken, Ellenbogen gut
anliegend. 8. HINTERLÄUFE: Keule im Profil breit
und voll; der Unterschenkel lang und nicht sehr breit, gut gewinkelt. 9. PFOTEN: Länger als Katzenpfoten,
derb, gut geschlossene Zehen. 10. HAAR: Für einen kurzhaarigen
Hund lang, sehr dicht, hart, fast stockig und auch der Bauch dicht und gut
behaart; an der Unterseite der Rute meist etwas länger, eine
geringe Bürste bildend; Keulen gut behaart. 11. FARBE: Rot bis gelb mit
schwarzem Sattel oder Mantel und den weißen Brackenabzeichen-.
durchgehende Blässe, weißer Fang mit Halsring (geschlossener Halsring
ist anzustreben), weiße Brust sowie Läufe und Rutenspitze. 12. BRUST: Tief, bis unter die Ellenbogen
reichend, flach gewölbt mit Rippenkorb. 13. FEHLER: Teckelkopf ,
langgestreckter, niedriger Körperbau ; spitzer, faltiger und kurzer Behang,
schlechte Läufe-, offene, schlechte Pfoten-, schokoladenbraune Farbe;
Sichel- und Ringelrute; Scheckigkeit. N.B.: Rüden müssen zwei
sichtlich normale, gut im Skrotum liegende Hoden aufweisen. Von der
Generalversammlung vom 23. und 24. Juni 1987 in Jerusalem
genehmigt. |