FCI -
Standard Nr. 168 / 01.12.1997 / D
DANDIE DINMONT TERRIER

ÜBERSETZUNG : Frau
Wiebke Steen.
URSPRUNG : Grossbritannien.
DATUM
DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES :
24.06.1987.
VERWENDUNG :
Terrier.
KLASSIFIKATION
FCI : Gruppe 3 Terriers.
Sektion 2
Niederläufige Terrier.
Ohne
Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Unverwechselbarer Kopf, der
beeindruckend mit seidiger Behaarung umrahmt ist. Verständiger, intelligenter Augenausdruck,
der den langen, tiefstehenden, wieselförmigen Körper kompensiert. Kurze kräftige Läufe, wetterfestes Haarkleid.
VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN) : Mutiger, arbeitsfreudiger
Terrier; unabhängig, höchst intelligent, entschlossen, hartnäckig, feinfühlig,
anhänglich und würdevoll.
KOPF : Kräftig und gross, jedoch zur Grösse des Hundes
passend. Aussergewöhnlich stark entwickelte Muskulatur, speziell im Bereich der
Wangen.
OBERKOPF :
Schädel :
Breit sich zu den Augen hin verjüngend.
Der Abstand vom inneren Augenwinkel zum Hinterhauptbein entspricht
ungefähr der Breite zwischen den Ohren.
Die Vorderpartie des Schädels gut gewölbt. Der Kopf ist mit sehr weichem, seidigem Haar
bedeckt, das sich nicht nur auf einen « topknot » (Schopf)
beschränken soll.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nase :
Schwarz.
Fang : Das
Verhältnis von Fang zu Schädel beträgt 3 : 5.
Der Nasenrücken weist eine unbehaarte dreieckige Stelle von ca. 2,5 cm auf,
deren Spitze in Richtung der Augen zeigt.
Wangenpartie :
Verjüngt sich allmählich zu dem starken und tiefen Fang.
Kiefer / Zähne :
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen
Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die
untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Jegliche Abweichung
höchst unerwünscht. Zähne sehr kräftig,
insbesondere die Fangzähne sind ausserordentlich gross für die geringe Grösse
des Hundes. Die Fangzähne greifen gut
ineinander, um stärksten Halt und grösstmögliche Beisskraft zu geben. Gaumen schwarz oder dunkel pigmentiert.
Augen :
Kräftiges, dunkles haselnussbraun; weit voneinander und tiefliegend,
intelligent, gross, rund und voll, jedoch nicht hervortretend.
Ohren :
Herabhängend, gut zurück, weit auseinander und tief am Schädel angesetzt. Dicht an der Wange anliegend, dabei am Ansatz
sehr geringfügig abstehend, am Übergang zum Kopf breit und fast zu einer Spitze
auslaufend. Die Vorderkante des Ohres
bildet vom Ansatz bis zur Spitze eine nahezu gerade Linie. Knorpel und Haut der Ohren sehr dünn. Ohrlänge 7,5 bis 10 cm. Die Farbe der Ohren ist passend zur Farbe des
Haarkleides. Bei pfefferfarbenen
(pepper) Hunden sind die Ohren mit weichem, glattem und dunklem (oftmals fast
schwarzem) Haar bedeckt. Bei
senfkornfarbenen (mustard) Hunden ist das Haar senfkornfarben, jedoch eine
Schattierung dunkler als das Haar am Körper, jedoch nicht schwarz. Beide Farbschläge müssen eine leichte
Befederung mit hellen Haaren haben, welche ca. 5 cm oberhalb der Ohrspitze
beginnt, annähernd die Farbe und Textur des « topknots » hat und das
Aussehen der Ohren unterstreicht. Diese
Befederung wird oft erst nach dem zweiten Lebensjahr vollständig vorhanden
sein.
HALS : Sehr muskulös, gut entwickelt und stark, viel Kraft
andeutend. Guter Übergang in die
Schulter.
KÖRPER :
Lang, kräftig und biegsam.
Rücken : Am
Widerrist eher tief mit einer leicht abwärts gerichteten Kurve, welche analog
in eine Wölbung der Lendenpartie weiterläuft; vom höchsten Lendenpunkt
allmählich zum Rutenansatz abfallend verlaufend. Rückgrat beidseitig gut bemuskelt.
Brust : Gut
entwickelt und tief zwischen den Vorderläufen liegend.
Rippen : Rund
und gut gewölbt.
RUTE : Ziemlich kurz, Länge 20-25 cm, ziemlich dick am
Rutenansatz, die folgenden ca.10 cm noch dicker werdend und sich zur Spitze hin
verjüngend. In keiner Weise gedreht oder
gebogen, sondern in einer Kurve wie ein Krummsäbel getragen. Im erregten Zustand befindet sich die
Rutenspitze lotrecht über dem Rutenansatz; dieser ist weder zu hoch noch zu
tief. Sofern der Hund nicht erregt ist,
wird die Rute fröhlich ein wenig höher als die obere Linie getragen.
GLIEDMASSEN :
VORDERHAND :
Vorderläufe kurz mit ungewöhnlich ausgeprägter Muskulatur und Knochenstärke,
weit auseinander stehend, wobei die Brust gut dazwischenliegend tief
herabreicht. Säbelbeine höchst
unerwünscht.
Schultern : Gut
zurückliegend, aber nicht zu massig.
Unterarme :
Folgen der Senkrechten der Brustlinie.
Vorderpfoten : Im
Stand gerade, bzw. leicht auswärtsgestellt.
HINTERHAND :
Hinterläufe geringfügig länger als die Vorderläufe; ziemlich weit - aber nicht
in unnatürlicher Weise - auseinander - stehend.
Oberschenkel : Gut
entwickelt.
Kniegelenke :
Gewinkelt.
Sprunggelenke :
Tiefstehend. Afterkrallen, sofern
vorhanden, werden üblicherweise entfernt.
Hinterpfoten : Rund
und gut gepolstert. Hinterpfoten kleiner
als die Vorderpfoten. Dunkle Zehennägel,
allerdings entsprechend der Farbe des Haarkleides variierend. Flache oder gespreizte Pfoten sind höchst
unerwünscht.
GANGWERK : Kräftiger, nach vorne gerichteter Schub aus der
Hinterhand, der einen flüssigen, freien und leichten Schritt bewirkt, guter
Vortritt. Steife, gestelzte , hoppelnde oder
kreuzende Gangart ist höchst unerwünscht.
HAARKLEID
HAAR : Ein
sehr wichtiges Merkmal der Rasse.
Doppeltes Haarkleid mit weichem, fusseligem Unterhaar und härterem
Deckhaar, das sich nicht drahtig, sondern kraus anfühlt. Das Haar sollte sich entlang des Rückens
nicht teilen, sondern büschelartig angelegt sein, da das härtere Deckhaar durch
das weichere Unterhaar wächst. Die
Vorderlaüfe weisen eine ungefähr 5 cm lange Befederung auf. Die Oberseite der Rute ist mit drahtigem Haar
bedeckt, während das Haar an der Unterseite nicht so hart ist; dort befindet
sich eine reichliche Befederung aus weicherem Haar.
FARBE :
Pepper (Pfefferfarben) oder
Mustard (Senfkornfarben).
Pepper : Variiert von dunklem blau-schwarz bis hin zu hellem
silbergrau, wobei die mittleren Schattierungen bevorzugt werden. Die Körperfarbe ist an Schultern und Hüften
ausgeprägt und geht allmählich in die Farbe der Läufe und Pfoten über, welche
analog zur Körperfarbe von dunklem lohfarben bis zu blass rehfarben
variiert. « Topknot » üppig,
Farbe silber-weiss.
Mustard :
Variiert von rötlichem braun bis zu blass rehfarben. Üppiger creme-weisser « Topknot »,
Farbe der Läufe und Pfoten dunkler als die des Kopfes.
Bei beiden Farbschlägen ist die
Farbe der Befederung an den Vorderläufen ziemlich heller als das Haar an der
Vorderseite der Läufe. Ein paar weisse
Haare an der Brust, sowie weisse Zehennägel erlaubt. Weisse Pfoten unerwünscht. Das Haar an der Unterseite der Rute ist
heller als auf der Oberseite, diese wiederum dunkler in der Farbe als das
Körperhaar.
GEWICHT : 8 bis 11
kg für einen Dandie Dinmont Terrier in « trockener » Arbeits -
Verfassung. Das niedrigere Gewicht ist
vorzuziehen.
FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte
als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad
der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und
Wohlbefinden des Hundes.
Hunde, die
deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen
disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden sollen zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.