Collie (Kurzhaar)

Der Kurzhaarige Collie (engl. Smooth), hat hartes, dichtes und kurzes Haar und ähnelt auf den ersten Blick einem Laufhund oder Windhund. Der FCI führt ihn als eigene Rasse unter der Nummer 296. Er ist in der Öffentlichkeit sehr selten anzutreffen. Da er nie Modehund war dürfte es um seine Gesundheit besser bestellt sein, jenseits aller "Modetorheiten".

 

 

 

FCI Standard Nr. 196 / 18.Juli 1988

 

Übersetzung:
Frau Birgit Fricke

Ursprungsland:
Großbritannien

Allgemeines Erscheinungsbild:
Ein Hund mit viel Intelligenz. Wachsamkeit und Aktivität. Ist voller Würde, diese wird durch den perfekten Körperbau

 unterstrichen.

Charakteristika:
Der Körperbau ist geprägt von Kraft und Aktivität, er ist frei von Plumpheit und ohne jede Spur von Grobheit. Der Ausdruck

 ist von größter Wichtigkeit. Betrachtet man die hierfür relevanten Merkmale, so wird er geprägt durch die vollkommene

 Ausgewogenheit und richtige Zusammensetzung von Schädel und Vorgesicht ,Größe, Form, Farbe und Sitz der Augen und

korrekt angesetzte und richtig getragene Ohren.

Wesen:
Fröhlich und freundlich veranlagt, ohne jegliche Spur von Nervosität oder Aggressivität.

Kopf und Schädel:
Die Besonderheit des Kopfes ist von großer Wichtigkeit; er muss im Verhältnis zur Größe des Hundes betrachtet werden.

Von vorn oder von der Seite gesehen gleicht der Kopf einem gut abgestumpften, sauber geschnittenen Keil mit glatten

Außenlinien. Der Schädel ist flach und verjüngt sich an den Seiten allmählich in einer glatten Linie von den Ohren bis zur

Spitze der schwarzen Nase, ohne dass die Wangenknochen hervorstehen und ohne dass der Fang dünn und spitz wirkt.

 Im Profil betrachtet, verlaufen die obere Linie des Schädels und des Vorgesichts parallel und gerade und sind gleich lang.

 Sie werden durch einen leichten, jedoch wahrnehmbaren Stopp oder Absatz geteilt. Der Mittelpunkt zwischen den inneren

Augenwinkeln (der gleichzeitig das Zentrum eines korrekt placierten Stopps ist) stellt den Mittelpunkt einer ausgewogenen

Kopflänge dar. Das Ende des glatten, gut gerundeten Fanges ist stumpf, niemals quadratisch. Unterkiefer kräftig und gut geformt.

Die Tiefe des Schädel, von den Augenbrauen zur Unterkante des Unterkiefers hin, darf niemals übermäßig sein

(insgesamt nicht tief). Nase grundsätzlich schwarz.

Augen:
Sehr wichtiger Punkt, sie geben dem Hund den lieblichen Ausdruck (auf keinen Fall sehr klein), etwas schräg eingesetzt,

mandelförmig und von dunkelbrauner Farbe, ausgenommen bei den Bluemerles, bei denen die Augen häufig (eines oder beide

 ganz, oder eines oder beide teilweise) blau oder blaugefleckt sind. Der Ausdruck ist voller Intelligenz, mit einem lebhaften und

 wachsamen Blick beim Lauschen.

Fang / Gebiss:
Die Zähne sind von guter Größe. Kiefer kräftig, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, das heißt

wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Ohren:
Mäßig groß, breiter am Ansatz, weder zu nahe beieinander auf dem Schädel, noch zu weit voneinander angesetzt. In der Ruhe

 zurückgelegt, jedoch sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird, nach vorne gebracht und halb aufrecht getragen; das heißt,

annähernd zwei Drittel des Ohres stehen aufrecht und das obere Drittel kippt auf natürliche Art nach vorne, bis unter die

waagerechte Linie der Kippfalte.

Hals:

Muskulös, kraftvoll, von angemessener Länge und gut gebogen.

Vorhand:
Schultern schräg und gut gewinkelt. Vorderläufe gerade und muskulös, wobei die Ellenbogen weder nach innen, noch nach

 außen drehen, mit nicht zu starken Knochen.

Körper:
Im Vergleich zur Schulterhöhe etwas länger, Rücken fest, mit leichter Wölbung über der Lendenpartie. Rippen gut gewölbt.

Tiefe Brust, dabei hinter der Schulter ziemlich breit.

Pfoten:
Oval, mit gut gepolsterten Sohlen. Zehen an den Vorderpfoten gut, an den Hinterpfoten etwas weniger aufgeknöchert und

 dicht zusammenstehend.

Rute:
Lang, ihr Knochenende reicht mindestens zu den Sprunggelenken. In Ruhe wird sie tief, mit leicht aufgebogener Spitze getragen.

 Bei Erregung kann sie höher, jedoch niemals über dem Rücken getragen werden.

Gangart / Bewegung:
Die Bewegung ist ein unverkennbares, charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Ein gut gebauter Hund dreht niemals die

Ellenbogen aus, dennoch kommen sich die Vorderpfoten in der Bewegung verhältnismäßig nahe. Strickendes, kreuzendes

 oder rollendes Gangwerk ist höchst unerwünscht. Von hinten betrachtet stehen die Hinterläufe von den Sprunggelenken zum

 Boden parallel, jedoch nicht zu eng zusammen. Von der Seite gesehen, ist die Bewegung fließend. Hinterläufe kraftvoll mit

 starkem Schub. Ein entsprechend raumgreifender Schritt ist erwünscht, dieser sollte leicht und mühelos sein.

Haarkleid:
Kurzes, flaches deckhaar von harter Struktur mit dichter Unterwolle. Darf nicht getrimmt werden.

Farbe:

Drei anerkannte Farben:

Zobelfarben weiß, Tricolour und Blue merle.

Zobelfarben:
Jede Schattierung von hellem Gold bis zum satten Mahagoni oder schattiert zobelfarben. Helle stroh oder cremefarbe ist höchst

unerwünscht.

 

 

Tricolour:

Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen. Ein Rostschimmer im Deckhaar höchst

unerwünscht.

Blue- merle:
Vorwiegend klares, silbriges Blau, mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung. Satte lohfarbene Abzeichen

 sind erwünscht, ihr Fehlen sollte nicht beanstandet werden. Große  schwarze Flecken, Schieferfarbe oder ein Rostschimmer

 sowohl im Deckhaar als auch in der Unterwolle sind unerwünscht.

Weiße Abzeichen:
Alle vorgenannten Farben können die für den Collie typischen weißen Abzeichen mehr oder weniger auf weisen.

Folgende Zeichnung ist vorteilhaft: 
Ganz oder teilweise weiße Halskrause, weiße Brust, Läufe und Pfoten, weiße Rutenspitze. Auf dem Vorgesicht und / oder am

 Schädel darf eine Blesse  vorhanden sein.

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Größe:

Widerrist:
Rüden: 56 bis 61 cm.
Hündinnen: 51 bis 56 cm.

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen

Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung:

Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.