Kyi Leo

 

Hunderasse:
Kyi Leo
   
Ursprung: USA
   
Verwendung: Gesellschafts- und Begleithund
   
kurzer geschichtlicher Abriss: Um 1950 experimentierten einige Züchter im Bereich der San Franzisco Bay in Kalifornien mit Kreuzungen von Maltesern mit Lhasa Apsos. Warum diese Kreuzungen erfolgten, ist nicht überliefert, aber das Ergebnis war ein kleiner, wunderhübscher Hund mit einer sprühenden Persönlichkeit. Viele Menschen erlagen schnell seinem Charme. Eine Dame in San Jose, Kalifonien, führte über viele Jahre Linienzucht auf diese zottigen Hunde durch, entwickelte einen Typ, der ihr gefiel. Als Harriet Linn einer dieser Malteser-Lhasa Hunde im Jahre 1965 übernahm, hatte sie keine Ahnung, dass sie damit eine Aufgabe fürs ganze Leben gefunden hatte. Nachdem sie aus ihrer ersten Hündin einen Wurf gezogen hatte, war sie der Rasse verfallen. Mrs. Linn war die treibende Kraft beim Aufbau dieser neuen Rasse. Sie kaufte weitere Tiere, darunter eine ganze Reihe von dem Zwinger in San Jose, als dieser 1969 aufgegeben wurde. Drei Jahre später brachte das allgemeine Interesse an diesen Hunden Besitzer und Züchter zu einem ersten formellen Treffen zusammen. Die Versammlung beschloss, der neuen Rasse den Namen Kyi-Leo zu geben. Kyi heißt auf tibetisch Hund, erinnert an den Lhasa und Leo ist das lateinische Wort für Löwe, verweist auf das Erbe des Maltesers - als Löwenhund. Ein Club wurde gegründet, der Rassestandard beschlossen. Dieser Zuchtverein führt sorgfältig Zuchtbuch über alle Kyi-Leos, die seither gezüchtet wurden, bisher ist die Rasse aber noch von keinem großen Kennel-Club anerkannt. Alle drei Monate sendet der Verein Informationsschriften an alle Besitzer und Interessenten aus, alljährlich veranstalten Sponsoren ein Picknick (das Kyi-Leo Get Together) für alle Kyi-Leo Liebhaber, hier trifft man zusammen, spricht über die geliebten Vierbeiner!

Der Kyi-Leo hat von seinen Ahnen viele gute Eigenschaften geerbt. Obgleich ein kleiner Hund, ist er nicht winzig und zerbrechlich wie der Malteser. Sein Fang ist länger, er hat keinen Vorbiss wie die meisten Lhasas. Das Haar ist zwar lang, erreicht aber nie die bis zum Fußboden wie die Ausstelungshunde seiner Vorfahren. Obwohl man andere Farben toleriert, sind schwarz-weiß gefleckte Hunde das Merkmal der Rasse. Die Hunde sind wegen ihrer Beweglichkeit und katzenartigen Geschmeidigkeit bekannt, sind verspielt und auf Menschen ausgerichtet. Kyi-Leos sind aufgeschlossen, fröhlich und intelligent, haben den ausgeprägten Wunsch ihren Besitzern zu gefallen. Sie haben gleichzeitig eine gewisse Reserviertheit Fremden gegenüber, was sie zu idealen kleinen Wachhunden macht. Obgleich sie gelegentlich etwas eigensinnig sind, tolerieren die meisten Besitzer dies, sehen darin eine Bestätigung des eigenen Charakters. Diese hunde finden über ihren Charakter den Weg zum Herzen. Heute ist die Rasse in einem Dutzend amerikanischer Staaten und auch in Kanada bekannt, die Zahlen wachsen von Jahr zu Jahr.

   
Allgemeines Erscheinungsbild: Der Kyi Leo ist ein kleiner kräftig gebauter Hund, der völlig mit langem Haar bedeckt ist. Er ist wachsam, aktiv und flink.

   
Größe: Unterschiedlich: klein bis sehr klein (Toy).

Bevorzugt werden 23-28 cm. Es dürfen aber nicht weniger als 20 cm und nicht mehr als 30 cm Höhe sein. Die Länge des Kopfes beträgt mehr als die Länge des Widerristes; ausgeglichene Proportionen.

   
Kopf: Es soll vollständig mit langem Haar bedeckt sein. Bestimmter Stopp (Stirnansatz); mittleres Vorgesicht. Der Abstand vom Hinterkopf bis zur Augenecke soll zweimal so lang sein, wie der Abstand vom Auge bis zur Nasenspitze. Backen- und Barthaare sollen eine gute Länge aufweisen.

   
Augen: Augen vorn; mittel- bis dunkelbraun; groß, aber nicht hervorstechend. Wachsam, glänzend und gescheit. Sie geben dem Gesicht einen umfassenden, intelligenten Ausdruck.

   
Pfoten: Rund, mit Fell sogar zwischen den Krallen und Ballen, Kyi Leos besitzen eine gute Kontrolle der Vorderpfoten beim Ergreifen, Spielen und Halten.

   
Gangwerk: Die Vorderläufe sind kräftig und gerade, die Hinterbeine kräftig und mäßig gewinkelt. Sie sollten gut mit Haar bedeckt sein.

   
Haarkleid:  
Fell: Es soll lang, dicht und von seidiger Natur sein. Meist ist es gerade, aber es kann aber auch leicht gewellt sein. Das Haarkleid scheitelt sich meist von Natur aus zu einem Mittelscheitel entlang des Rückgrades. Es kann durchaus 3-4 Jahre dauern, bis das Fell die gewünschte Länge erreicht hat.

Farbe: Bevorzugt wird schwarz-weiß (mit schwarzen Flecken). Schwarze Markierungen an den Augen und Ohren sind sehr begehrt. Es können auch bräumliche Schattierungen über den Augen und Ohren vorkommen. Das anfängliche "Schwarz" bei manchen Exemplaren kann sich zu einem silbrigen schiefergrau mit zunehmendem Alter entwickeln. Nase, Lippen und Augenränder sollten schwarz sein.

   
  Nebenbemerkung: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden.