
F.C.I.
-Standard Nr. 124
Irish Water Spaniel
Ursprungsland: Irland
Verwendung:
Der Irish Water Spaniel kann leicht abgerichtet werden, um sich für die meisten
Arten der Jagd zu eignen: er will jagen, oft vorstehen und bereitwillig aus
schwierigem Dickicht apportieren. Das Gebäude und das Naturell der Rasse haben
ihn traditionell für die Jagd auf Flugwild beliebt gemacht. Zuhause ist er ein
guter Familienhund, liebt Kinder und ihre Spiele, mit Sinn für Humor. Er ist
kritisch Fremden gegenüber.
Klassifikation: Gruppe 8 (Retriever, Stöberhunde, Wasserhunde)
Sektion 3 (Wasserhunde)
Kurze historische Zusammenfassung:
Die genauen Ursprünge der Rasse liegen im dunkeln. Allgemein wird geglaubt, dass
sich Water Spaniel aus Hunden entwickelten, deren Ursprung in Persien lag und
die ber Spanien nach Irland kamen. Der erste irische Hinweis auf Ten
Wasserhunde, die Wasservögel jagten datiert von 1600. So wissen wir, dass
Hunde mit wasserdichtem Fell in Irland schon vor Einführung der Vogelflinte
gebraucht wurden. Es gibt keinen wirklichen Beweis der Abstammung des Irish
Water Spaniels außer zu seinem höchst seltsamen Merkmal - dem Rattenschwanz.
Dieses Merkmal erscheint bei keinem ähnlichen Hund und macht es sehr
wahrscheinlich, dass die moderne Rasse einen einheimischen irischen Vorfahren
hat. Das Aussehen der Rute war der Grund für die Rassebezeichnungen
Whip Tail und Rat Tail.
Jedenfalls wurde die Abstammung dieser Hunde anerkannt und sie erzielten große
Erfolge auf Ausstellungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Um 1890
wurde ein Klub gegründet, um die Belange des Irish Water Spaniels zu fördern.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
das eines eleganten, aufrechten, kräftig gebauten, aber nicht hochläufigen
Hundes, kompakt und kurz.
VERHALTEN/TEMPERAMENT:
stolz, große Intelligenz und Ausdauer, verbunden mit einem sich durch Mut und
kühnem Eifer zeigenden Temperament, immense Vitalität und Treue.
KOPF:
Schädel und Fang sollten von guter Größe sein.
Sch del:
hochgewölbtes Schädeldach von guter Länge und angemessen breit, zeugt von viel
Platz für das Gehirn. Der Haarschopf sollte aus langen, lose hängenden Locken
gebildet werden, der in eine gut ausgebildete, zwischen den Augen liegende
Spitze ausläuft. Er sollte nicht die Form einer Perücke haben, d. h. glatt und
von einer Seite zur anderen verlaufen.
Stop: allmählich (ansteigend).
Vorgesicht: vollkommen glatt (-haarig).
Nase: groß und gut entwickelt, dunkelleberfarben.
Fang: lang, kräftig und etwas quadratisch erscheinend.
Zähne: kräftig und regelmäßig, Scherengebiss.
Augen: verhältnismäßig klein, sehr kluger Ausdruck, dunkel Bernstein oder dunkel
Haselnuss.
Behang: sehr langes, lappenförmiges Leder, tief angesetzt, ziemlich dicht an den
Wangen anliegend, mit langen gedrehten Locken aus lebendem Haar bedeckt. HALS:
angemessen lang, kräftig und gebogen (den Kopf gut oberhalb der Rückenlinie
tragend) und kraftvoll in den Schulterbereich übergehend.
KÖRPER:
sollte von guter Größe sein. Der Körper als Ganzes soll so proportioniert sein,
dass er einem tonnenförmigen Eindruck erweckt, der durch die Rippenwölbung
betont wird.
Schultern: sehr kraftvoll und schrägliegend.
Rücken: kurz, breit und gerade, kräftig in die Hinterhand übergehend.
Lenden: tief und breit.
Brustkorb: tief, obgleich großen Umfanges, aber nicht zu breit oder rund
zwischen den Vorderläufen; mit Rippen, die hinter den Schultern gut gewölbt sind
und weit zurückreichen.
Rute: kurz und glatt; kräftig und dick am Ansatz (wo sie in einer Länge von 7,5
bis 10 cm mit kurzen Locken bedeckt ist; allmählich dünner werdend endet sie in
einer feinen Spitze. Sie sollte nicht bis zu den Sprunggelenken reichen und
sollte gerade etwa in Höhe der Rückenlinie getragen werden.
GLIEDMASSEN:
Vorderläufe: gute, gerade Knochen, gut herabreichende Oberarme. Die Unterarme
stehen in einer geraden Linie, die vom Boden über das Vorderfusswurzelgelenk und
den Ellbogen zum höchsten Punkt des Schulterblatts verläuft.
Hinterhand: sehr kraftvoll, mit langen Schenkeln und gut gebeugten Kniegelenken,
tief angesetzte Sprunggelenke.
Pfoten: groß, etwas rund und gespreizt, gut bedeckt mit Haar, sowohl über als
auch zwischen den Zehen, aber frei von jeder überflüssigen Befederung.
GANGART/BEWEGUNG :
Die Gangart hat eine charakteristische Besonderheit für diese Rasse. Es ist eine
rollende Bewegung, hervorgerufen durch den tonnenförmigen Brustkorb, die
besonders im Schritt zu bemerken ist.
HAARKLEID:
Haar: dichte, enge, krause Ringellöckchen, völlig frei von Wolligkeit, aber mit
einer natürlichen Fettigkeit. Der Nacken und die Seiten des Halses sollten mit
Locken gleich jenen am Körper bedeckt sein. Die Kehle sollte glatt seiin, die
glatten Haare bilden einen V-förmigen Fleck, der vom hinteren Teil des
Unterkiefers bis zum Brustbein reicht.
Die Vorderläufe sollten rundum befedert sein, an den Vorderseiten jedoch kürzer,
einen struppigen Eindruck vermittelnd. Unterhalb der Sprunggelenke müssen die
Hinterläufe vorne glatt sein, aber rückseitig bis zu den Pfoten befedert.
Farbe: ein sehr sattes braunrotes Leberbraun; weiß an der Brust ist zu
beanstanden.
GRÖSSE:
Rüden: 53-59 cm; Hündinnen: 51-56 cm.
ANMERKUNG:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich
vollständig im Skrotum befinden.