
F.C.I. -Standard Nr. 167
Ursprungsland:
USA
Allgemeines Erscheinungsbild:
Der Amerikanische Cocker Spaniel ist das kleinste Mitglied in der Gruppe der
Jagdhunde. Er hat ein kräftiges, kompaktes Gebäude, einen fein gemeißelten,
edlen Kopf und ist insgesamt ein völlig ausgewogener Hund von idealer Größe. Er
steht gut aufgerichtet auf geraden Vorderläufen, wobei die Rückenlinie leicht
abfällt bis hin zur kräftigen, angemessen gewinkelten, bemuskelten Hinterhand.
Er ist ein Hund, tauglich zu beträchtlicher Schnelligkeit, verbunden mit großer
Ausdauer. Vor allem muss er ungezwungen und fröhlich sein, gesund, insgesamt gut
ausgewogen und in der Bewegung eine große Neigung zur Arbeit zeigen. Ein in
allen Teilen gut ausgewogener Hund ist wünschenswerter als einer mit stark
gegensätzlichen guten Punkten und Fehlern.
Größe, Proportionen, Substanz
Größe:
Die ideale Höhe, gemessen am Widerrist, ist für einen ausgewachsenen Rüden 38,10 cm (15 Inch) und für eine ausgewachsene Hündin 35,56 (14 Inch). Die Höhe mag um 1,27 cm (1/2 Inch) nach oben oder unten abweichen. Rüden über 39,37 cm (15 1/2 Inch) und Hündinnen über 36,83 cm (14 1/2 Inch) sollen disqualifiziert werden. Rüden unter 36,83 cm (14 1/2 Inch) und Hündinnen unter 34,29 cm (13 1/3 Inch sollen punktemäßig bestraft werden. Die Höhe wird bestimmt an einer senkrechten Linie, die an den höchsten Stellen der Schulterblätter beginnt und auf dem Boden endet, bei natürlicher Stellung der Vorderläufe und paralleler Stellung der Hintermittelfüße zur Meßlinie:
Proportionen:
Das Maß von der Brustbeinspitze bis zum Sitzbeinhöcker ist geringfügig länger als das Maß am höchsten Punkt des Widerrists bis zum Boden. Der Körper muss von genügender Länge sein, um einen geraden und freien Schritt zu erlauben. Der Hund erscheint niemals lang oder niedrig.
Kopf
Ausdruck:
Der Ausdruck ist intelligent, wachsam, sanft und ansprechend.
Augen:
Die Augäpfel sind rund und voll, der
Blick geradeaus gerichtet. Die Form der Lidränder ergibt ein gering
mandelförmiges Aussehen. Das Auge liegt weder tief noch tritt es hervor. Die
Farbe der Iris ist dunkelbraun, im allgemeinen je dunkler, je besser.
Behang:
Lappig, lang, von feinem Leder, gut
behaart, nicht oberhalb der Linie der unteren Augenpartie angesetzt.
Schädel:
Gerundet, aber nicht übertrieben,
ohne Tendenz zur Flachheit. Die Augenbrauenbögen sind deutlich erkennbar.
Ausgeprägter Stop. Der Knochenbau unterhalb der Augen ist gut gemeißelt, ohne
Hervortreten der Backen. Der Fang ist breit und tief, mit geraden, gleichmäßigen
Kiefern. Ausgewogenheit besteht dann, wenn der Abstand vom Stop zur Nasenspitze
die Hälfte des Abstandes vom Stop zum Hinterhauptbein beträgt.
Nase:
Genügend groß, passend zum Fang, mit
gut entwickelten Nasenlöchern, typisch für einen Jagdhund. Von schwarzer Farbe
bei einem Schwarzen, Schwarzen mit Loh und Schwarzweißen; bei den anderen Farben
kann die Farbe der Nase Braun, Leberfarben oder Schwarz sein, je dunkler, je
besser. Die Farbe der Nase harmoniert mit der Farbe des Lidrandes.
Lefzen:
Die oberen Lefzen sind voll und von
genügender Tiefe, um den Unterkiefer zu überdecken.
Zähne:
Kräftig und gesund.
Hals, Oberlinie, Körper
Hals:
Der Hals ist genügend lang, um zu
ermöglichen, dass die Nase den Boden leicht erreicht; muskulös und ohne
herabhängende Kehlhaut. Er steigt kräftig aus der Schulterpartie auf,
geringfügig konisch zulaufend bis zur Verbindung mit dem Kopf.
Obere Linie:
Leicht abfallend zur muskulösen
Hinterhand,
Körper:
Der Brustkorb ist tief, sein unterster Punkt nicht höher als die Ellenbogen, vorne genügend breit für ausreichenden Platz von Herz und Lunge, jedoch nicht so breit, daß die Geradeausbewegung der Vorderläufe beeinträchtigt wird. Rippen tief und gut gewölbt. Der Rücken ist kräftig und gleichmäßig leicht abfallend von den Schultern zum Ansatz der kupierten Rute. Die Rute ist angesetzt und wird getragen in einer Linie mit der Oberlinie des Rückens oder geringfügig höher, niemals aufgerichtet wie bei einem Terrier und niemals so tief, dass es auf Ängstlichkeit hinweist. In der Bewegung ist die Aktion der Rute fröhlich.
Vorderhand
Die Schulterblätter sind gut schräg gelagert und bilden mit dem Oberarm einen
Winkel von annähernd 90 Grad, was dem Hund auf leichte Weise einen weiten
Vortritt erlaubt. Schultern sind klar umrissen, schräg, ohne hervorzutreten und
so gelagert, dass die oberen Punkte des Widerrists einen Winkel bilden, der
einen weiten Rippenbogen erlaubt. Bei der Betrachtung von der Seite und bei
senkrechter Stellung der Vorderläufe steht der Ellenbogen lotrecht zum höchsten
Punkt der Schulterblätter. Vorderläufe parallel, gerade, starkknochig und
muskulös, dicht am Körper und gut unter dem Schulterblatt stehend. Kurzer und
kräftiger Vordermittelfuß. Wolfsklauen an den Vorderläufen sollten entfernt
sein. Pfoten kompakt, groß, rund und fest, mit gepolsterten Ballen; weder ein-
noch auswärts gerichtet.
Hinterhand
Die Hüften sind breit und die Kruppe gut gerundet und muskulös. Von hinten
betrachtet, sind die Hinterläufe parallel, sowohl in der Bewegung als auch im
Stand. Die Hinterläufe sind starkknochig und bemuskelt, mit angemessener
Winkelung der Kniegelenke und kräftig, klar abgrenzbaren Schenkeln. Das
Kniegelenk ist kräftig und ohne Abweichung in der Bewegung und im Stand. Die
Sprunggelenke sind kräftig und gut heruntergelassen. Wolfsklauen an den
Hinterläufen sollten entfernt werden.
Haarkleid
Auf dem Kopf kurz und fein, am Gebäude von mittlerer Länge mit genügend
Unterhaar zum Schutz. Der Behang, Brust, Bauch und die Rückenseiten der Läufe
sind gut befedert, jedoch nicht so übermäßig, dass die wahren Linien des Cocker
Spaniels verdeckt sind, die Bewegung oder sein Erscheinungsbild und seine
Aufgabe als ein maßvoll behaarter Jagdhund beeinträchtigt werden. Die
Beschaffenheit ist äußerst wichtig. Das Haarkleid ist seidig, glatt, oder gering
gewellt und von einer Beschaffenheit, die leichte Pflege erlaubt. Üppiges,
lockiges oder wolliges Haarkleid soll in der Bewertung streng bestraft werden.
Der Gebrauch von elektrischen Messern am Haarkleid des Rückens ist nicht
erwünscht. Trimmen, um die wahren Linien des Hundes zu betonen, sollte getan
werden, damit er so natürlich wie möglich erscheint.
Farbe und Abzeichen
Schwarze:
Einfarbig Schwarze einschließlich
Schwarze mit Loh-Abzeichen. Das Schwarz sollte pechschwarz sein, braune oder
leberfarbige Schattierungen sind unerwünscht. Etwas Weiß an der Brust und/oder
am Hals ist erlaubt; Weiß an jeder anderen Stelle soll disqualifizieren.
Andere Einfarbige außer Schwarz (Ascob): Andere Einfarbige außer Schwarze, die
vom hellsten Creme bis zum dunkelsten Rot variieren, einschließlich Braun und
Braun mit Loh-Abzeichen. Die Farbe soll von einheitlicher Tönung sein, aber eine
hellere Farbe an der Befederung ist erlaubt. Etwas Weiß an der Brust und/oder am
Hals ist erlaubt; Weiß an jeder anderen Stelle soll disqualifizieren.
Mehrfarbige:
Zwei oder mehr klare, gut
voneinander abgegrenzte Farben, eine von diesen muss Weiß sein; Schwarz/Weiße,
Rot-Weiße (Das Rot kann vom hellsten Creme bis zum dunkelsten Rot variieren)
Braun-Weiß und Schimmel, einschließlich jeder dieser Farbkombinationen mit
Loh-Abzeichen. Es ist wünschenswert, dass die Loh-Abzeichen sich an denselben
Stellen befinden wie bei den Schwarzen und den anderen Einfarbigen. Schimmel
sind bei den Mehrfarbigen einzuordnen und können jede der herkömmlichen
Schimmelzeichnungen haben. 90 Prozent oder mehr einer Grundfarbe soll
disqualifizieren.
Loh-Abzeichen:
Die Farbe des Lohs kann vom hellsten
Creme bis zum dunkelsten Rot reichen und ist beschränkt auf 10 Prozent oder
weniger der Farbe des betreffenden Cockers; Loh-Abzeichen über 10 Prozent sollen
disqualifizieren. Die Loh-Abzeichen bei Schwarzen oder anderen Einfarbigen
sollen sich an folgenden Stellen befinden:
1) Ein deutlicher Loh-Punkt über dem Auge.
2) An den Seiten des Fanges und an den Backen.
3) An den Unterseiten des Behanges.
4) An allen Pfoten und/oder Läufen.
5) Unter der Rute.
6) An der Brust freigestellt, Vorhandensein oder Fehlen soll nicht bestraft
werden.
Loh-Abzeichen, welche nicht ohne weiteres zu sehen sind oder kaum aufzufinden
sind, sollen bestraft werden. Loh am Fang, das sich nach oben derart ausdehnt,
dass es sich verbindet, soll ebenfalls bestraft werden. Das Fehlen von
Loh-Abzeichen bei den Schwarzen oder anderen Einfarbigen an einer spezifischen
Stelle bei einem sonst Loh-Abzeichen aufweisenden Hund soll disqualifizieren.
Gangwerk
Der Cocker Spaniel, wenn auch der Kleinste der Jagdhunde, muss die typische
Gangart eines Jagdhundes besitzen. Voraussetzung für eine gute Gangart ist die
Ausgewogenheit zwischen Vorder- und Hinterhand. Er "treibt an" mit starker
kraftvoller Hinterhand und ist im Bereich von Schulter und Vorderhand so gebaut,
dass er ungehemmt ausgreifend vorwärts läuft, um den Schub auszugleichen. Vor
allem ist seine Gangart koordiniert, schwungvoll und mühelos. Der Hund muss sich
raumgreifend bewegen; übertriebene Munterkeit sollte nicht mit einer korrekten
Gangart verwechselt werden. Temperament
Ausgeglichen im Temperament, ohne Anzeichen von Ängstlichkeit.
Disqualifikationen
Größe:
Rüden über 39,3 cm (15 1/2 Inch);
Hündinnen über 36,83 cm (14 1/2 Inch)
Farbe und Abzeichen:
die vorgenannten Farben und
Farbkombinationen sind die einzig akzeptablen. Alle anderen Farben und
Farbkombinationen disqualifizieren.
Schwarze:
weiße Abzeichen, außer an Brust und
Hals.
Andere Einfarbige außer Schwarze:
weiße Abzeichen, außer an Brust und
Hals.
Mehrfarbige:
90 Prozent oder mehr einer
Grundfarbe.
Loh-Abzeichen:1) Wenn mehr als 10 Prozent.
2) Fehlen von Loh-Abzeichen bei Schwarzen und anderen Einfarbigen an einer der
spezifischen Stellen bei einem sonst Loh-Abzeichen aufweisenden Hund.
Anmerkung:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich
vollständig im Skrotum befinden. (Datum der Publikation des gültigen
Orginalstandards:
30. 6. 1992 --- 28. 7. 1993/D)