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Barbet
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| Hunderasse: |
Barbet, französischer Wasserhund |
| FCI-Standard Nr.
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105 |
| Übersetzung: | |
| Ursprung: | Frankreich |
| Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: | 8.7.1999 |
| Klassifikation FCI: | Gruppe 8: Apportier-,
Stöber- und Wasserhunde Sektion 3: Wasserhunde Mit Arbeitsprüfung |
| Verwendung: | Wasserhund zur Jagd auf Vogelwild. Der Wasserhund ist mehr als ein blosser Apportierhund: er muss das in der Wasservegetation versteckte Wild suchen, entdecken und aufstöbern; er apportiert dann das geschossene Wild seinem Meister. Er fürchtet keine Kälte und geht bei jedem Wetter ins Wasser. |
| kurzer geschichtlicher Abriss: | Es handelt sich um eine sehr alte, in ganz Frankreich allgemein verbreitete Rasse, welche zur Jagd auf Wasserwild verwendet wird. Sie wird bereits in Werken des 16. Jahrhunderts erwähnt und beschrieben. Der Barbet wurde auch in der Marine als Apportierhund verwendet. |
| Allgemeines Erscheinungsbild: | Mittelgrosser Hund von mittleren Proportionen mit einem charakteristischen, dicken, wolligen Vlies, welches ihn wirksam vor Kälte und Feuchtigkeit schützt. Das Haar bildet einen Kinnbart, dem die Rasse ihren Namen verdankt. |
| Verhalten / Charakter (Wesen): | Ausgeglichen, weder aggressiv noch ängstlich, führig, seinem Herrn gegenüber sehr anhänglich, sehr verträglich; er liebt das Wasser. |
| Kopf/Oberkopf: | Das Kopfhaar muss bis zum Nasenrücken fallen. Der Bart ist lang und reichlich, der üppige Schnurrbart bedeckt den gesamten Fang. |
| Schädel: | rund und breit |
| Stop: | betont |
| Kopf/Gesichtsschädel: | |
| Fang: | Sehr quadratisch. Der Nasenrücken ist breit und kurz. |
| Lefzen: | Dick, pigmentiert, völlig mit langen Haaren bedeckt. Die Schleimhäute können schwarz oder braun pigmentiert sein. |
| Kiefer / Zähne: | |
| Augen: | Rund, vorzugsweise dunkelbraun. |
| Ohren: | Tief angesetzt (in Höhe der Augenlinie oder etwas tiefer), lang, flach, breit; mit langen Haaren besetzt, die Schnüre bilden. Legt man die Ohren vor dem Nasenschwamm gegeneinander, so reichen sie (mit den Haaren) mindestens 5 cm darüber hinaus. Der Ohrknorpel reicht über den Lefzenwinkel herab. |
| Hals: | kurz und kräftig |
| Körper: | |
| Rücken: | Ganz leicht konvex |
| Lendenpartie: | Gewölbt, kurz und kräftig |
| Kruppe: | Abgerundetes Profil |
| Brust: | Breit, gut entwickelt, recht tief; Rippen gerundet |
| Rute: | Etwas aufgerichtet, jedoch nicht bis zur Horizontalen; tief angesetzt; am Ende einen leichten Haken bildend. |
| Gliedmaßen: | |
| Vorderhand: | |
| Schultern: | schräg. Das Schulter-Oberarm Gelenk variiert zwischen 110º und 115º. |
| Oberarm: | kräftig und muskulös |
| Unterarm: | gerade, kräftig, starkknochig, gut im Lot, völlig von langen Haaren bedeckt. |
| Hinterhand: | |
| Oberschenkel: | leicht schräg, stark bemuskelt. |
| Sprunggelenke: | tief angesetzt, ziemlich gewinkelt. |
| Hintermittelfuß: | schön senkrecht |
| Pfoten: | Rund, breit, mit Haaren bedeckt |
| Haut: | Dick |
| Haarkleid: | |
| Haar: | Lang, wollig, gekräuselt, Schnüre bildend. Das Haar ist reichlich und bedeckt im natürlichen Zustand den ganzen Körper. Das ist ein wesentliches Rassenmerkmal. Seit je her ist der Barbet immer spezifisch geschoren worden, um seine Arbeit und seinen Unterhalt zu erleichtern. In Übereinstimmung mit seiner Verwendung kann der Barbet verschieden aussehen. |
| Farbe: | Einfarbig schwarz, grau, kastanienbraun, falbfarben, sandfarben, weiss oder mehr oder weniger gescheckt. Alle Farbnuancen von falbfarben zu sandfarben sind zulässig. Vorzugsweise sollte jedoch der ganze Körper dieselbe Farbnuance aufweisen. |
| Größe und Gewicht: | Minimum der Widerristhöhe: für Rüden: 58 cm für Hündinnen: 53 cm |
| Fehler: | Jede Abweichung von
den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung
in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. - Kopf zierlich und schmal; Nasenrücken schmal und lang; Lefzen dünn. - Helle Augen. - Ohren hoch angesetzt (höher als das Auge), dünn, kurz, schmal. - Hals lang und breit. - Obere Begrenzungslinie eingefallen. - Lende lang und schwach. - Kruppe gerade. - Brustkorb schmal. - Rute hoch angesetzt, über den Rücken gekrümmt; Rutenlosigkeit; Stummelrute. - Schultern gerade. - Oberarm mager. - Unterarm dünnknochig; vordere Gliedmassen befranst. - Oberschenkel flach; Sprunggelenk gerade; hintere Gliedmassen befranst; Afterkrallen - Pfoten dünn und schmal, unbehaart. - Haut dünn. - Haar kurz, nicht wollig, nicht gekräuselt. - Alle anderen Farben als die im Standard erwähnten. Haarkleid mit Abzeichen (zweifarbig, dreifarbig), schwarz gewolkt, gestromt, geschimmelt, getüpfelt, einfarbig mit nicht einheitlicher Farbtönung. |
| Nebenbemerkung:
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden. |