American Cocker Spaniel

 

  

Hunderasse:
American Cocker Spaniel
FCI-Standard Nr.
167
Übersetzung:  
Ursprung: USA
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 30. 6. 1992 --- 28. 7. 1993/D
   
Allgemeines Erscheinungsbild: Der Amerikanische Cocker Spaniel ist das kleinste Mitglied in der Gruppe der Jagdhunde. Er hat ein kräftiges, kompaktes Gebäude, einen fein gemeißelten, edlen Kopf und ist insgesamt ein völlig ausgewogener Hund von idealer Größe. Er steht gut aufgerichtet auf geraden Vorderläufen, wobei die Rückenlinie leicht abfällt bis hin zur kräftigen, angemessen gewinkelten, bemuskelten Hinterhand. Er ist ein Hund, tauglich zu beträchtlicher Schnelligkeit, verbunden mit großer Ausdauer. Vor allem muss er ungezwungen und fröhlich sein, gesund, insgesamt gut ausgewogen und in der Bewegung eine große Neigung zur Arbeit zeigen. Ein in allen Teilen gut ausgewogener Hund ist wünschenswerter als einer mit stark gegensätzlichen guten Punkten und Fehlern.
Größe, Proportionen, Substanz
   
wichtige Proportionen: Das Maß von der Brustbeinspitze bis zum Sitzbeinhöcker ist geringfügig länger als das Maß am höchsten Punkt des Widerrists bis zum Boden. Der Körper muss von genügender Länge sein, um einen geraden und freien Schritt zu erlauben. Der Hund erscheint niemals lang oder niedrig.
   
Ausdruck: Der Ausdruck ist intelligent, wachsam, sanft und ansprechend.
   
Kopf/Oberkopf:  
Schädel: Der Knochenbau unterhalb der Augen ist gut gemeißelt, ohne Hervortreten der Backen. Der Fang ist breit und tief, mit geraden, gleichmäßigen Kiefern. Ausgewogenheit besteht dann, wenn der Abstand vom Stop zur Nasenspitze die Hälfte des Abstandes vom Stop zum Hinterhauptbein beträgt.
Stop: Ausgeprägter Stop.
   
Kopf/Gesichtsschädel: Gerundet, aber nicht übertrieben, ohne Tendenz zur Flachheit. Die Augenbrauenbögen sind deutlich erkennbar.
Nase: Genügend groß, passend zum Fang, mit gut entwickelten Nasenlöchern, typisch für einen Jagdhund. Von schwarzer Farbe bei einem Schwarzen, Schwarzen mit Loh und Schwarzweißen; bei den anderen Farben kann die Farbe der Nase Braun, Leberfarben oder Schwarz sein, je dunkler, je besser. Die Farbe der Nase harmoniert mit der Farbe des Lidrandes.
Lefzen: Die oberen Lefzen sind voll und von genügender Tiefe, um den Unterkiefer zu überdecken.
Kiefer / Zähne: Kräftig und gesund.
Augen: Die Augäpfel sind rund und voll, der Blick geradeaus gerichtet. Die Form der Lidränder ergibt ein gering mandelförmiges Aussehen. Das Auge liegt weder tief noch tritt es hervor. Die Farbe der Iris ist dunkelbraun, im allgemeinen je dunkler, je besser.
Behang: Lappig, lang, von feinem Leder, gut behaart, nicht oberhalb der Linie der unteren Augenpartie angesetzt.
Hals: Der Hals ist genügend lang, um zu ermöglichen, dass die Nase den Boden leicht erreicht; muskulös und ohne herabhängende Kehlhaut. Er steigt kräftig aus der Schulterpartie auf, geringfügig konisch zulaufend bis zur Verbindung mit dem Kopf.
   
Körper:  
Obere Linie: Leicht abfallend zur muskulösen Hinterhand,
Rücken: Der Rücken ist kräftig und gleichmäßig leicht abfallend von den Schultern zum Ansatz der kupierten Rute.
Brust: Der Brustkorb ist tief, sein unterster Punkt nicht höher als die Ellenbogen, vorne genügend breit für ausreichenden Platz von Herz und Lunge, jedoch nicht so breit, daß die Geradeausbewegung der Vorderläufe beeinträchtigt wird. Rippen tief und gut gewölbt.
Rute: Die Rute ist angesetzt und wird getragen in einer Linie mit der Oberlinie des Rückens oder geringfügig höher, niemals aufgerichtet wie bei einem Terrier und niemals so tief, dass es auf Ängstlichkeit hinweist. In der Bewegung ist die Aktion der Rute fröhlich.
   
Gliedmaßen:  
Vorderhand:  Die Schulterblätter sind gut schräg gelagert und bilden mit dem Oberarm einen Winkel von annähernd 90 Grad, was dem Hund auf leichte Weise einen weiten Vortritt erlaubt. Schultern sind klar umrissen, schräg, ohne hervorzutreten und so gelagert, dass die oberen Punkte des Widerrists einen Winkel bilden, der einen weiten Rippenbogen erlaubt. Bei der Betrachtung von der Seite und bei senkrechter Stellung der Vorderläufe steht der Ellenbogen lotrecht zum höchsten Punkt der Schulterblätter. Vorderläufe parallel, gerade, starkknochig und muskulös, dicht am Körper und gut unter dem Schulterblatt stehend. Kurzer und kräftiger Vordermittelfuß. Wolfsklauen an den Vorderläufen sollten entfernt sein. Pfoten kompakt, groß, rund und fest, mit gepolsterten Ballen; weder ein- noch auswärts gerichtet.
Hinterhand: Die Hüften sind breit und die Kruppe gut gerundet und muskulös. Von hinten betrachtet, sind die Hinterläufe parallel, sowohl in der Bewegung als auch im Stand. Die Hinterläufe sind starkknochig und bemuskelt, mit angemessener Winkelung der Kniegelenke und kräftig, klar abgrenzbaren Schenkeln. Das Kniegelenk ist kräftig und ohne Abweichung in der Bewegung und im Stand. Die Sprunggelenke sind kräftig und gut heruntergelassen. Wolfsklauen an den Hinterläufen sollten entfernt werden.
   
Gangwerk: Der Cocker Spaniel, wenn auch der Kleinste der Jagdhunde, muss die typische Gangart eines Jagdhundes besitzen. Voraussetzung für eine gute Gangart ist die Ausgewogenheit zwischen Vorder- und Hinterhand. Er "treibt an" mit starker kraftvoller Hinterhand und ist im Bereich von Schulter und Vorderhand so gebaut, dass er ungehemmt ausgreifend vorwärts läuft, um den Schub auszugleichen. Vor allem ist seine Gangart koordiniert, schwungvoll und mühelos. Der Hund muss sich raumgreifend bewegen; übertriebene Munterkeit sollte nicht mit einer korrekten Gangart verwechselt werden. Temperament Ausgeglichen im Temperament, ohne Anzeichen von Ängstlichkeit.
   
Haarkleid:  
Haar: Auf dem Kopf kurz und fein, am Gebäude von mittlerer Länge mit genügend Unterhaar zum Schutz. Der Behang, Brust, Bauch und die Rückenseiten der Läufe sind gut befedert, jedoch nicht so übermäßig, dass die wahren Linien des Cocker Spaniels verdeckt sind, die Bewegung oder sein Erscheinungsbild und seine Aufgabe als ein maßvoll behaarter Jagdhund beeinträchtigt werden. Die Beschaffenheit ist äußerst wichtig. Das Haarkleid ist seidig, glatt, oder gering gewellt und von einer Beschaffenheit, die leichte Pflege erlaubt. Üppiges, lockiges oder wolliges Haarkleid soll in der Bewertung streng bestraft werden. Der Gebrauch von elektrischen Messern am Haarkleid des Rückens ist nicht erwünscht. Trimmen, um die wahren Linien des Hundes zu betonen, sollte getan werden, damit er so natürlich wie möglich erscheint.
Farbe: Schwarze: Einfarbig Schwarze einschließlich Schwarze mit Loh-Abzeichen. Das Schwarz sollte pechschwarz sein, braune oder leberfarbige Schattierungen sind unerwünscht. Etwas Weiß an der Brust und/oder am Hals ist erlaubt; Weiß an jeder anderen Stelle soll disqualifizieren. Andere Einfarbige außer Schwarz (Ascob): Andere Einfarbige außer Schwarze, die vom hellsten Creme bis zum dunkelsten Rot variieren, einschließlich Braun und Braun mit Loh-Abzeichen. Die Farbe soll von einheitlicher Tönung sein, aber eine hellere Farbe an der Befederung ist erlaubt. Etwas Weiß an der Brust und/oder am Hals ist erlaubt; Weiß an jeder anderen Stelle soll disqualifizieren.

Mehrfarbige: Zwei oder mehr klare, gut voneinander abgegrenzte Farben, eine von diesen muss Weiß sein; Schwarz/Weiße, Rot-Weiße (Das Rot kann vom hellsten Creme bis zum dunkelsten Rot variieren) Braun-Weiß und Schimmel, einschließlich jeder dieser Farbkombinationen mit Loh-Abzeichen. Es ist wünschenswert, dass die Loh-Abzeichen sich an denselben Stellen befinden wie bei den Schwarzen und den anderen Einfarbigen. Schimmel sind bei den Mehrfarbigen einzuordnen und können jede der herkömmlichen Schimmelzeichnungen haben. 90 Prozent oder mehr einer Grundfarbe soll disqualifizieren.

Loh-Abzeichen: Die Farbe des Lohs kann vom hellsten Creme bis zum dunkelsten Rot reichen und ist beschränkt auf 10 Prozent oder weniger der Farbe des betreffenden Cockers; Loh-Abzeichen über 10 Prozent sollen disqualifizieren. Die Loh-Abzeichen bei Schwarzen oder anderen Einfarbigen sollen sich an folgenden Stellen befinden: 1) Ein deutlicher Loh-Punkt über dem Auge. 2) An den Seiten des Fanges und an den Backen. 3) An den Unterseiten des Behanges. 4) An allen Pfoten und/oder Läufen. 5) Unter der Rute. 6) An der Brust freigestellt, Vorhandensein oder Fehlen soll nicht bestraft werden. Loh-Abzeichen, welche nicht ohne weiteres zu sehen sind oder kaum aufzufinden sind, sollen bestraft werden. Loh am Fang, das sich nach oben derart ausdehnt, dass es sich verbindet, soll ebenfalls bestraft werden. Das Fehlen von Loh-Abzeichen bei den Schwarzen oder anderen Einfarbigen an einer spezifischen Stelle bei einem sonst Loh-Abzeichen aufweisenden Hund soll disqualifizieren.
   
Größe und Gewicht: Die ideale Höhe, gemessen am Widerrist, ist für einen ausgewachsenen Rüden 38,10 cm (15 Inch) und für eine ausgewachsene Hündin 35,56 (14 Inch). Die Höhe mag um 1,27 cm (1/2 Inch) nach oben oder unten abweichen. Rüden über 39,37 cm (15 1/2 Inch) und Hündinnen über 36,83 cm (14 1/2 Inch) sollen disqualifiziert werden. Rüden unter 36,83 cm (14 1/2 Inch) und Hündinnen unter 34,29 cm (13 1/3 Inch sollen punktemäßig bestraft werden. Die Höhe wird bestimmt an einer senkrechten Linie, die an den höchsten Stellen der Schulterblätter beginnt und auf dem Boden endet, bei natürlicher Stellung der Vorderläufe und paralleler Stellung der Hintermittelfüße zur Meßlinie:
   
Fehler: Größe: Rüden über 39,3 cm (15 1/2 Inch); Hündinnen über 36,83 cm (14 1/2 Inch)

Farbe und Abzeichen: die vorgenannten Farben und Farbkombinationen sind die einzig akzeptablen. Alle anderen Farben und Farbkombinationen disqualifizieren.

Schwarze: weiße Abzeichen, außer an Brust und Hals.

Andere Einfarbige außer Schwarze: weiße Abzeichen, außer an Brust und Hals.

Mehrfarbige: 90 Prozent oder mehr einer Grundfarbe. Loh-Abzeichen:1) Wenn mehr als 10 Prozent. 2) Fehlen von Loh-Abzeichen bei Schwarzen und anderen Einfarbigen an einer der spezifischen Stellen bei einem sonst Loh-Abzeichen aufweisenden Hund.
  Nebenbemerkung: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden.