Akbash (anatol. Hirtenhund)

 

  

Hunderasse:

Akbash (anatolischer Hirtenhund, Coban Köpegi; Chien de berger d' Anatolie; Anatolian Shepherd Dog; Perro de pastor de Anatolia)

Akbash, Kangal, Karabash s.u.

Ursprung: Türkei (FCI)
   
FCI- Nomenklatur: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer
Sennenhunde; Sektion 2 Molosser; FCI-Standard-Nummer 331
   
Verwendung: Der Akbash eignet sich gut als Familienhund, ist er doch
besonders den Kindern seiner Familie gegenüber liebevoll und sanft. Er
braucht aber eine konsequente Hand und vor allem viel
Auslauf
Sozialisierung in die Familie ein, hervorragender Wach- und
Schutzhund
   
kurzer geschichtlicher Abriss: Es ist das Verdienst englischer und amerikanischer Kynologen, wenn in unseren Tagen wenigstens drei der alten türkischen Hirtenhunde bekannter geworden sind: der Akbash, der Kangal und der Karabash - in der FCI-Nomenklatur unter dem Sammelbegriff Anatolischer Hirtenhund leider praktisch in einen Topf geworfen.
   
Allgemeines Erscheinungsbild: groß
   
Verhalten / Charakter (Wesen): Akbash: ruhiger, gelassener Hund, der über einen ausgeprägten Wach-
und Schutztrieb und mittlere Aggressivität verfügt
eigenwillig, großer Drang zur Unabhängigkeit, oft aggressiv

Lebenserwartung: 10 - 11 Jahre
   
Pflege: sehr pflegeleicht, täglich bürsten - ist natürlich von der Haarart
abhängig
   
Größe und Gewicht: 81 - 86 cm bei 41 - 55 kg
   

Akbash: Er gehört in die Gruppe der großen weißen Hirtenhunde. Sein Name bedeutet "Weißkopf". Er kommt aus dem westlichen Anatolien, einer Landschaft, in der nur Weidewirtschaft möglich war. Die Hirten konnten sich nur behaupten, wenn sie große und wehrhafte Hunde besaßen, die die Herden vor zwei- und vierbeinigen Schaf- und Ziegendieben schützten. Außerhalb ihrer engeren Heimat fanden diese Hunde bislang kaum große Beachtung.

Kangal: Nur die großen, schwarzgesichtigen Hunde dürfen den Namen tragen und in das Stammbuch eingetragen werden, die aus Kangal selbst oder dem Gebiet um Sivas stammen. Hier werden diese gewaltigen Tiere von der Adelsfamilie Kangal gezüchtet, nach der neben der Umgebung auch die Hunde ihren Namen erhielten. Auf jeden Fall handelt es sich beim Kangal um keinen Hirten-, sondern um einen ausgesprochenen Schutz- und Wachhund.

Karabash : Zwischen Kangal und Karabash besteht eine auffällige Ähnlichkeit, deshalb dürfte der Trend dahin gehen, aus beiden eine Rasse zu formen.


Rassebeschreibung:


Akbash: Kraftvoller, hochläufiger und eleganter Hirtenhund. Von den anderen weißen Hirtenhunden unterscheidet ihn sein leichterer hochläufigerer Körperbau. Der Akbash wird heute in einer stockhaarigen und einer langhaarigen Variante gezüchtet. Das lange Haar ist entweder schlicht oder leicht gewellt, die Vorderläufe und die Rute sind beim langhaarigen Typ reichlich befedert. Der stockhaarige hat ein hartes Stockhaar und darunter reichlich Unterwolle, auch bei ihm sind die Rückseiten der Vorderläufe mehr oder weniger befedert.

Kangal: massiver, dem stockhaarigen Bernhardiner vergleichbarer gewaltiger Anatolischer Hirtenhund. Seine Farbe ist vorwiegend graubraun, oft mit einem weißen Brustfleck oder weißen Pfoten. Charakteristisch ist die schwarze Maske oder der gänzlich schwarze Kopf.
Karabash: dem Kangal in allen Positionen gleichender Hund, der lediglich nicht auf die Zucht der Familie Kangal im Sivas zurückzuführen ist.